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Fr, 6. Oktober 2017, 08:16

Software::Datenbanken

PostgreSQL 10 freigegeben

Die PostgreSQL-Entwickler haben Version 10 des freien objektrelationalen Datenbanksystems veröffentlicht. Die wichtigsten Neuerungen in PostgreSQL 10 optimieren die parallele Verarbeitung und damit die Ausführungszeit sowohl auf einzelnen Rechnern als auch auf Clustern mit mehreren Servern.

PostgreSQL

Das jetzt freigegebene PostgreSQL 10 ist die erste Version, die dem neuen Versionsschema folgt. Die Neuerungen in PostgreSQL 10 sind die umfangreichsten seit der Einführung des jährlichen Veröffentlichungszyklus. Eine der größeren Neuerungen ist die deklarative Partitionierung. Während die Partitionierung von Tabellen, das heißt die Aufteilung von Daten auf mehrere Tabellen, bisher umständlich war, soll sie künftig mittels SQL leicht möglich sein, und die Geschwindigkeit beim Einfügen soll deutlich steigen.

Logische Replikation wird künftig neben physischer Replikation als Option zur Verfügung stehen. Diese kann mit einzelnen Tabellen statt einer ganzen Datenbank arbeiten, ist unabhängig von der Version der Datenbank und bietet mehr Flexibilität. Sie übernimmt das anfängliche Kopieren der Daten und stellt danach die Synchronisation sicher. Bisher war logische Replikation mit externen Erweiterungen möglich, nun ist sie eingebaut.

Die seit Version 9.6 verfügbaren parallelen Abfragen wurden weiter verbessert und können mit ausreichend vielen Prozessorkernen erhebliche Beschleunigungen bringen. Auch die generelle Abfrageverarbeitung wurde wie nicht anderes zu erwarten verbessert. Insbesondere die neue Implementierung von Ausdrücken und Ziellisten-Projektionen ist eine besonders umfangreiche und sich stark auswirkende Änderung. Ebenfalls verbessert wurden die Hash-Indexe, die nun auch besser gegen Ausfälle gefeit sind und korrekt auf andere Server repliziert werden.

Neu ist auch die SCRAM-Authentikation, die mit Passwörtern arbeitet, aber wesentlich sicherer als die bisherige Passwort-Authentikation sein soll. Die Sortierung von Feldern erfolgt nun mit Hilfe der ICU-Bibliothek, die mehr Stabilität gegen Änderungen verspricht als die vom Betriebssystem mitgelieferten Bibliotheken.

Weitere Neuerungen sind erweiterte Statistiken, was auch die Ausführung von Abfragen beschleunigen kann. Wenn die Zahl der Zeilen einer Tabelle von einem externen Server benötigt wird, werden nicht mehr alle Zeilen gelesen, sondern die Operation auf dem externen Server ausgeführt. Die Berechnung der sum-Funktion wurde beschleunigt.

Zu den Triggern kam ein neuer AFTER STATEMENT-Trigger hinzu. Eine weitere Erweiterung ist, dass mehr Events überwacht werden können. Ferner kamen neue Werkzeuge zur Integritätsprüfung hinzu, Verbindungen mit Servern können mehrere Zielserver angeben, von denen einer ausgewählt wird, und für die synchrone Replikation kann ein Quorum angegeben werden, so dass ein Commit erst vollendet ist, wenn eine bestimmte Zahl von Servern die Transaktion bestätigt hat. Details zu den Änderungen kann man den Anmerkungen zur Veröffentlichung entnehmen. Ausführlich und mit Beispielen sind die neuen Funktionen im PostgreSQL-Wiki aufgeführt. Die neue Version von PostgreSQL steht im Quellcode zum freien Download bereit.

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