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Thema: Mozilla startet Cliqz-Experiment in Firefox

3 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von WMaker am Fr, 6. Oktober 2017 um 17:37 #

Das ganze Konzept sollte schon die Haare zu Berge stehen lassen: https://de.wikipedia.org/wiki/Cliqz#Funktionen

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    Von Josef Hahn am Fr, 6. Oktober 2017 um 20:17 #

    Oh, es gibt einen Wikipedia-Eintrag. Damit hatte ich garnicht gerechnet. *g*

    Endgültig schlau bin ich da immernoch nicht draus geworden.

    Wie ich das jetzt glaube, verstanden zu haben: Wenn ich Suchanfragen stelle, gehen die (je nach Setup) an eine lokale Suchmaschine. Da frag ich mich jetzt schon: Woher kommt das Datenmaterial? Da lade ich dann alle x Stunden die komplette Datenbank runter, oder was? Oder geht die Suchanfrage dann doch an den Server (sie behaupten ja genau das Gegenteil)? Das ist mir unklar. Naja, und dann aber sowieso: Sie wollen dafür meine Surf-Aktivitäten (anonym nach eigenen Aussagen) mitschneiden und an den Server senden?!

    Habe ich das falsch verstanden, oder meinen die das ernst? Ich soll mich also entscheiden, entweder von Google beim Suchen hart ausgeschnüffelt zu werden, oder von denen 'anonymisiert' während des gesamten Surfens? Das kann doch einfach nicht sein???

    Und dann sowas hier:
    "Furthermore, The Human Web filters out any sensitive or personal information from URLs that are deemed unsafe (e.g., twitter.com/username) that can be used to identify an individual person."

    Die wollen doch damit nicht wirklich sagen, deren Anonymisierungszauber besteht aus ein paar regulären Ausdrücken für die zehn größten Internetdienste, oder? Und dafür so eine dicke Werbetrompete? Das ist sowasvon 2010er :D

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      Von WMaker am Fr, 6. Oktober 2017 um 22:36 #

      Ein typischer Wikipedia Artikel, komplizierte Schreibe soll von den Löchern ablenken. Auch wenn die Daten erstmal im Browser hinterlegt würden, muss ja zwangsläufig ein Abgleich mit den Servern stattfinden: „Die präsentierten Suchergebnisse sollen besser werden, je mehr Menschen den neuen Browser verwenden“ (Jörg Schieb, Fußnote [8], der in seinem Artikel davon ausgeht, das jeder mit herunter gelassenen Hosen (Javascript) unterwegs ist und Verfolgern Tür und Tor öffnet). Das Anwender je einen eigenen Index im Umfang einer Yacy-DB pflegen, halte ich für unwahrscheinlich. Außerdem wissen alle, die Yacy schon mal installiert hatten, wie beschrankt die Ergebnisse eines einzelnen Knoten sind. Die Suchergebnisse sind also das Ergebnis derer „Internet-Suchtechnologie und/oder deinen Browserdaten (d.h. Chronik und Lesezeichen)“. Hier nachzulesen: https://cliqz.com/privacy-browser Vor dem Besuch der Seiten sollt man aber das hier studieren: https://cliqz.com/legal Diese Vorrichtung ist also eine Art Standleitung zu deren Unternehmen.

      Jetzt schreiben die auch: „Unsere Suchmaschine arbeitet mit der “Weisheit der Masse” und einer Technologie namens Human Web. Nutzer tragen anonym zu den statistischen Daten bei, die wir nutzen, um Internetseiten zu ermitteln und ihre Relevanz und Sicherheit zu bewerten.“ Ok, ich konnte jetzt über die „wollt ihr den totalen Krieg“ Weisheit der Masse herziehen, aber sagen wir mal alle lieben Äpfel und die SM trägt fleißig alles über Äpfel zusammen, dann sind alle solange glücklich bis einer nach Obst oder gezielt nach Birnen fragt. Eine SM sollte doch neutral sein und alle Daten gleichrangig abfragen und vorhalten. So aber passiert das, was man auf Videoplattformen sehen kann, je mehr Klicks ein Video hat umso öfters wird es abgerufen und zwar unabhängig vom Inhalt. Es entsteht eine Filterblase.

      Alle sprechen immer von „Google, Bing und Co.“ und wie schlimm die doch wären. Auf die Idee, diese SM dazu zu benutzen, nach anderen, sicheren SM wie Meta-Suchmaschinen zu suchen, kommt anscheinend keiner. (Teil einer gefährdeten Spezies zu sein sorgt für Gemeinsamkeiten und bietet Gesprächsstoff. Da muss man abwägen.)

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