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Thema: Backup-Software Borg 1.1 freigegeben

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Von baka0815 am Do, 12. Oktober 2017 um 09:43 #

Kennt jemand eine gute Backup-Lösung für Linux und Windows für den Desktop?

Aktuell benutze ich Areca-Backup [http://www.areca-backup.org/], der Entwickler scheint aber seit ~2 Jahren keine Lust mehr am Projekt zu haben.

Ich brauche (und möchte) keine Lösung bei der ich erst einen Backup-Server aufsetzen muss, sondern möchte einfach "on demand" (inkrementelle) Backups auf einer ext. Festplatte erstellen können.

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    Von Felix Schwarz am Do, 12. Oktober 2017 um 10:11 #

    Was ist denn deine Definition von "gut" bzw. "für den Desktop?

    Persönlich kann ich borg (für Linux) sehr empfehlen. Ein Backup-Server ist dabei auch nicht notwendig, das direkte Sichern auf einer externen (oder internen ;-) Festplatte funktioniert.

    Es gibt durchaus auch Bemühungen, borg unter Windows zum Laufen zu bringen, wobei eine echte Unterstützung noch nicht abzusehen ist.

    Ansonsten kann ich aber borg tatsächlich nur empfehlen, ich benutze es seit ca. 1-2 Jahren auf vielen Rechnern und Servern ohne Probleme.

    • 0
      Von JimJones am Do, 12. Oktober 2017 um 12:00 #

      Ja, borg ist besser wie geschnitten Brot :)
      Ernsthaft, wir benutzen es auch mittlerweile produktiv.

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        Von Nur ein Leser am Do, 12. Oktober 2017 um 12:29 #

        Wie schlägt es sich denn im Vergleich mit rsync/rdiff-backup?

        Das schöne daran sind ja die reverse deltas, sowie die Möglichkeit, die Sicherung direkt als Verzeichnis einzubinden und wiederherzustellen. Da ich ein Mausschubser bin, finde ich auch eine grafische Oberfläche (backintime) gut.

        Derzeit sichere ich lokal über backintime in Zeitintervallen (anacron) auf eine verschlüsselte Platte. Könnte man so einen Usecase auch mit borg abbilden? Was wären ggfs. die Vorteile?

        • 0
          Von Felix Schwarz am Do, 12. Oktober 2017 um 12:49 #

          Es gibt "borg mount", womit über fuse das Backup ebenfalls als "Verzeichnis" zur Verfügung steht.

          Ich kenne rdiff-Backup leider nicht, daher nur mal allgemein, was mir an borg gefällt:

          Ich finde an borg das Konzept des "always incremental" sehr gut (d.h. keine Vollsicherung z.B. 1x pro Monat, die dann das System ewig auslastet) sowie die Deduplizierung. D.h. wenn eine große Datei nur verschoben wird, ist das nächste Backup trotzdem nicht wesentlich größer. Die De-Duplizierung funktioniert auch innerhalb von Dateien, was z.B. bei großen Log-Dateien sehr hilfreich ist.

          Außerdem beherrscht borg Kompression, seit 1.1 sogar unterschiedliche Kompressionseinstellungen pro Datei (so dass z.B. jpg/zip-Dateien nicht mehr komprimiert werden).

          Extrem wichtig für mich: client-seitige Verschlüsselung, so dass ich meine Sicherungen sogar auf nicht unbedingt vertrauenswürdigen Servern ablegen kann.

          borg selbst enthält keinen Scheduler, insofern kann man einfach cron/anacron o.ä. verwenden.

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            Von 1ras am Mo, 16. Oktober 2017 um 01:16 #

            Rdiff-backup speichert das Backup Rückwärts-Inkrementell, d.h. die aktuelle Sicherung ist immer eine 1:1 Kopie und dementsprechend schnell wiederherstellbar. Außerdem liegt sie als 1:1 Kopie auf dem Backupmedium vor, ist also auch ohne rdiff-backup wiederherstellbar.

            Die Unterschiede zur jeweils vorhergehenden Version werden hingegen als diff gespeichert. Vorteil: Man muss nicht in regelmäßigen Abständen ein vollständiges Backup durchführen sondern sichert immer ausschließlich die Unterschiede. Das vollständige Backup liegt automatisch vor.

            Wenn ich es richtig verstanden habe, speichert Borg in Chunks, d.h. gesicherte Dateien liegen nie in ihrer ursprünglichen Form vor sondern nur als Chunks? Ein Inkrement scheint dann lediglich aus teilweise neuen Chunks zu bestehen?

            Sprich es muss ebenfalls kein vollständiges Backup in regelmäßigen Zeitabständen durchgeführt werden (wie bei klassischen Backuplösungen), es liegt aber auch zu keinem Zeitpunkt eine vollständige 1:1 Kopie vor auf welche ohne zusätzliche Tools zugegriffen werden kann?

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              Von Felix Schwarz am Mo, 16. Oktober 2017 um 09:17 #

              Wenn ich es richtig verstanden habe, speichert Borg in Chunks, d.h. gesicherte Dateien liegen nie in ihrer ursprünglichen Form vor sondern nur als Chunks? Ein Inkrement scheint dann lediglich aus teilweise neuen Chunks zu bestehen?

              Sprich es muss ebenfalls kein vollständiges Backup in regelmäßigen Zeitabständen durchgeführt werden (wie bei klassischen Backuplösungen), es liegt aber auch zu keinem Zeitpunkt eine vollständige 1:1 Kopie vor auf welche ohne zusätzliche Tools zugegriffen werden kann?

              Beides richtig. Es ist "always incremental" und ja, man benötigt borg, um wieder an die Dateien heranzukommen.

              Ich habe für mich entschieden, dass ich "recovery nur mit Standard-Tools" nicht unbedingt benötige. borg ist ja auch schnell installiert und benötigt keine Datenbanken oder Server-Dienste. Da sind mir effiziente Verschlüsselung/Deduplizierung + "always incremental" letztlich wichtiger.

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                Von 1ras am Mo, 16. Oktober 2017 um 15:41 #

                Okay, danke für die Antwort, dann habe ich das Prinzip immerhin verstanden.

                Ich bin mit rdiff-backup eigentlich ganz zufrieden, wird hald leider auch nicht mehr weiter entwickelt. "Recovery nur mit Standard-Tools" habe ich schon gelegentlich verwendet.

                Einzig virtuelle Maschinen kann man damit nicht vernünftig sichern, da vom Prinzip her zu langsam, dafür nehme ich dann rsync. Gibt es einen Geschwindigkeitsvergleich zwischen borg und rsync was dieses Szenario betrifft?

                Edit: Ach ja, kann Borg auch Backups abholen, sprich Backups über SSH von einem Client holen und lokal auf dem Server ablegen? Ist es also egal ob die Quelle oder das Ziel per SSH angesprochen wird?

                Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 16. Okt 2017 um 15:46.
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      Von baka0815 am Do, 12. Oktober 2017 um 12:20 #

      Was ich mit "für den Desktop" meine ist im Prinzip der Aufruf und das Einrichten der Software.

      Vorbereitung:
      1) Backup-Programm starten
      2) einmal definieren was gesichert werden soll

      Durchführung des Backups
      1) Backup-Programm starten
      2) Backup durchführen

      Ich brauche keinen Server im Hintergrund, kein Speichern auf NAS oder Netzlaufwerk, nur das "on demand" sichern.
      Und das halt sowohl für Linux als auch für Windows, wobei die Dateien die unter Windows gesichert wurden nicht in ein Linux-System wiederhergestellt werden müssen und anders herum, aber ein Zugriff auf einzelne Dateien ohne Wiederherstellung des kompletten Backups wäre wünschenswert.

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Von kamome umidori am Do, 12. Oktober 2017 um 21:54 #

> verfügt weder über eine grafische noch eine Web-Oberfläche.

Zwar noch keine Erfahrung damit, aber was ist denn das hier: https://borgweb.readthedocs.io/

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    Von Der Momo am Sa, 14. Oktober 2017 um 10:52 #

    Das ist ein Fremdprojekt und gehört nicht zu Borg. Ich weiss auch nicht, ob es mit der neuen Version funktioniert, da es seit 2 Jahren verweist ist.

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Von haha am Di, 17. Oktober 2017 um 09:37 #

Areca ist doch ganz gut, hatte ich vorher auch benutzt ....
... nun habe ich mich für rdiff-backup mit dem GUI JBackpack entschieden.

Meineserachtens ist rdiff-backup die einzige freie Backup-Lösung, welche mit "reverse-Deltas" arbeitet, also das Backup wird stets aktuell gehalten und die alten Zustände werden als Deltas gespeichert. Man benötigt nie mehr ein Vollbackup und kann ggfs. die alten Deltas alterabhängig löschen.

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