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Di, 14. November 2017, 11:43

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu-Entwickler-Umfrage zu Gastsitzungen

Ubuntu-Entwickler Robert Ancell möchte von den Anwendern wissen, wie wichtig die mit Ubuntu 17.10 verlorengegangene Funktion der Gastsitzungen ist.

Canonical

Über viele Jahre bot Ubuntu mit dem Unity-Desktop bei der Anmeldung im LightDM-Greeter die Möglichkeit, eine Gastsitzung zu starten. Mit dem Wechsel zu Gnome als Desktop und GDM als Login-Manager fiel die Möglichkeit für die Gastsitzungen mit Ubuntu 17.10 »Artful Aardvark« aus technischen Gründen weg, da GDM diese Möglichkeit standardmäßig nicht bietet. Ubuntu-Entwickler Robert Ancell hat nun auf der neuen Ubuntu Community-Webseite nachgefragt, wie wichtig den Anwendern diese Funktion heutzutage noch ist.

Gastsitzungen sind eine Möglichkeit, Dritten die Nutzung des eigenen PCs zu ermöglichen, ohne dass Zugriff auf das eigene Userkonto oder auf die Daten im eigenen Home besteht. Die Gastsitzung wird immer mit Standardeinstellungen gestartet und ist per AppArmor abgesichert. Eine Gastsitzung hinterlässt keinerlei Spuren auf dem genutzten Rechner, sie wird beim Beenden komplett abgeräumt.

Wenn genügend Interesse an dieser Funktion besteht, so kann sich Ancell vorstellen, diese für Ubuntu 18.04 LTS »Bionic Beaver« in GDM zu implementieren. Allerdings sprechen einige Punkte auch gegen die Wiedereinführung. So gab es kein negatives Echo, nachdem die Funktion bei der Veröffentlichung von Ubuntu 17.10 nicht mehr verfügbar war. Laut Ancell ist sie auch nicht mehr so vonnöten wie zu der Zeit, als sie erstmals implementiert wurde.

Das schwerwiegendste Argument dagegen scheint jedoch der damit verbundene Arbeitsaufwand zu sein. Es handelt sich immerhin um eine sicherheitsrelevante Funktion. So mussten die Gastsitzungen etwa nach der Einführung von Systemd abgeschaltet werden, da AppArmor die Gastsitzung nicht mehr einkapseln konnte.

Die bisher eingegangenen Antworten sprechen eher für die Wiedereinführung der Funktion. Als Anwendungsszenarien kamen dabei der schnelle Wechsel auf einen neuen Standard-User, um etwa Fehlern auf den Grund zu gehen, ebenso vor wie das abgesicherte zeitweise Verleihen eines Notebooks auf Konferenzen oder im Alltag. Auch im Bildungsbereich scheint diese Art der Absicherung bei Fremdnutzung Anwender zu haben. Ebenso werden Bankgeschäfte und der Besuch nicht vertrauenswürdiger Webseiten als Anwendungsfälle für die Gastsitzung genannt.

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