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Fr, 24. November 2017, 12:09

Software::Distributionen::Debian

Kali Linux 2017.3 mit einigen Neuerungen

Die Live-Distribution für Penetrationstests und Sicherheits-Auditing Kali Linux ist in Version 2017.3 erschienen. Neben zahlreichen Aktualisierungen wurden auch einige zusätzliche Programme in die Distribution aufgenommen.

Maltego in Kali Linux 2017.3

Offensive Security

Maltego in Kali Linux 2017.3

Kali Linux ist eine 2013 aus BackTrack hervorgegangene Linux-Distribution, die maßgeblich von der Firma Offensive Security entwickelt und gepflegt wird. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der Distribution auf Sicherheit. Da das begrenzte Entwicklerteam keine vollständig eigene Distribution betreuen könnte und auch nicht wollte, beruht Kali Linux auf Debian. Die Distribution wird als Live-System herausgegeben, lässt sich aber auch auf Rechnern installieren. Sie eignet sich besonders als Distribution für Penetrationstests und Sicherheits-Auditing, wobei es oft sinnvoll ist, das Live-System von dem Installationsmedium aus zu nutzen. Angepasste Live-Images kann man leicht selbst erstellen.

Die neue Version 2017.3 bringt zum einen Aktualisierungen, die von Debian vorgenommen wurden. Kali Linux nutzt aber einen anderen Kernel als Debian. Dieser wurde auf Version 4.13.10 aktualisiert, was unter anderem bedeutet, dass CIFS jetzt standardmäßig SMB 3.0 benutzt, Ext4 Verzeichnisse mit bis zu zwei Milliarden Einträgen zulässt und eine Teilmenge von TLS im Kernel implementiert ist, um einige Operationen zu beschleunigen.

Maltego in Kali Linux 2017.3

Offensive Security

Maltego in Kali Linux 2017.3

Kali Linux bringt auch Werkzeuge mit, die in Debian nicht oder nur in älteren Versionen zu finden sind. So wurden in Kali Linux 2017.3 die Pakete Reaver, PixieWPS, Burp Suite, Cuckoo, The Social Engineering Toolkit und einige mehr aktualisiert. Außerdem wurde die Sammlung um vier weitere Pakete erweitert. InSpy ist ein Programm zur Datensammlung von der LinkedIn-Webseite. CherryTree, ein Desktop-Wiki mit automatischer Speicherung, ist auch in Debian zu finden, allerdings nicht in der neuesten Version. Sublist3r sucht nach Subdomains von angegebenen Domains. Das OSRFramework schließlich ist eine Sammlung von Skripten, die Benutzer, Domains und anderes in über 200 Diensten ermitteln können.

Eine weitere Neuerung ist die Aktualisierung der Programme Maltego und Casefile, die in ein Programm zusammengeführt wurden. Es dient zur Visualisierung von Graphen, die auch sehr groß sein können, ist aber leider ein typisches »Open Core«-Produkt, bei dem in der freien Version nur eine eingeschränkte Funktionalität enthalten ist.

Weitere Einzelheiten zur Kali Linux 2017.3 findet man im Änderungslog. Der Download ist in verschiedenen Varianten für x86 (32 und 64 Bit) sowie ARM (32 Bit) frei von der Download-Seite möglich.

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