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Thema: LibreOffice 6.0 Beta1 verfügbar

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Von mosu am Mi, 29. November 2017 um 10:29 #

> Wie war dein Vorwurf bezüglich Sachlichkeit nochmal? Oder meinst du das ernst? Ich bin mir garnicht mal sicher...
Wie sagt man so schön: Wer Ironie findet, darf sie behalten. Ich dachte, sie wäre in meinem Fall hinreichend deutlich ausgewiesen gewesen. Wenn das nicht so gewesen sein sollte, tut es mir Leid. Ich verstehe unter fehlender Sachlichkeit nicht Ironie oder humoristische Kommentare, die als solche erkennbar sind. Mir geht es eher darum, wenn in Beiträgen sehr spezifische Erlebnisse und Sichtweisen, die gar nicht näher ausgeführt werden als pauschale Abwertungskriterien präsentiert werden. Du hast ja nun ein paar spezifische Aussagen nachgeschoben. Auch hast du geschrieben, dass du über langjährige Erfahrung mit dem Programm und seinen Vorgängern verfügst, die sogar noch weiter zurückreichen als die meinen. Respekt. Umso mehr wundert mich, dass du dich so lange damit plagst, wo es doch bei dir nicht zufriedenstellend funktioniert. Warum tust du das?
Was die Ergonomie bei LibreOffice angeht, so meine ich unter anderem eine weise Beschränkung bei irgendwelchen ständig aufblinkenden und sehr ablenkenden Hilfsangeboten. Z.B. ein Schreibprogramm ist in meiner Interpretation nicht geeignet, um grafisch-künstlerisch zu gestalten, dafür fehlen ihm alle Voraussetzungen und es gibt bessere Alternativen. Microsoft-Office finde ich in dieser Hinsicht deutlich überladen, aber da sind die Geschmäcker eben verschieden. Sehr praktisch finde ich inzwischen die Sidebar, eingeschlossen die einfache Möglichkeit sie auszublenden. Für wiederkehrende Aktionen, die ja bei jedem verschieden sind, lege ich mir Shortcuts an, soweit sie nicht bereits existieren (z.B. Datum einfügen, Seiten duplizieren in Impress, ...). Ich arbeite überwiegend mit Writer, Impress, Draw und etwas weniger, aber auch regelmäßig mit Calc, allerdings ohne mathematisch ausgefeilteren Ambitionen als Durchschnitte zu berechnen, zu addieren, zu multiplizieren, zu teilen...
Deine Beschwernisse kann ich bei mir effektiv nicht nachvollziehen. Ich schaue da nicht weg, ich erleben sie einfach nicht. Ich arbeite auch mit Schülern mit LibreOffice, auch bei denen habe ich keinerlei Probleme in der Art, wie du sie schilderst beobachtet. Ich habe übrigens auch bei den anhaltenden Diskussionen über den Einsatz von LibreOffice in öffentlichen Verwaltungen noch nichts über derartige Klagen gelesen, wie du sie schilderst, die Argumente für und wider laufen auf anderen Schienen.
Was die Formatierung betrifft: In LibreOffice ist meiner Ansicht (das liegt noch eine Ebene tiefer) das Formatierungssystem mit Vorlagen weitaus konsequenter ausgestaltet und besser nutzbar als in MS-Office.
Zur typografischen Gestaltung gibt es Writer zudem als Addon eine Typography Toolbar, die in Verbindung mit den Libertine-Schriften interessante Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Keine Ahnung, ob so etwas für MS-Office existiert. Die Standardschriften sind zumindest nicht dafür ausgelegt.

  • 1
    Von Josef Hahn am Mi, 29. November 2017 um 13:04 #

    > Mir geht es eher darum, wenn in Beiträgen sehr spezifische Erlebnisse und Sichtweisen, die gar nicht näher ausgeführt werden als pauschale Abwertungskriterien präsentiert werden.

    Ja, für zuviel Klein-Klein ist das imho hier die falsche Stelle. Wenn man bspw. in der Gegenkommentierung zu feingranular wird, ruft man schon die ersten Twitter-Opfer auf den Plan, die was von /dev/brain absondern. Aber gut, eine Auswahl an Dingen, die mir spontan eingefallen sind, bin ich dir ja nicht schuldig geblieben.

    > Umso mehr wundert mich, dass du dich so lange damit plagst, wo es doch bei dir nicht zufriedenstellend funktioniert. Warum tust du das?

    1. Ich mag Open Source. 2. Privat habe ich nur Linux, da ist LO halt in der Tat "Das am wenigsten schlechte OpenSource Office". Vorallem, wie ich schon geschrieben hatte: Ich brauche Office nur gaanz gelegentlich mal. Ich bin beruflich Softwareentwickler (für Software ohne Office-Anbindung ^^) und privat brauche ich auch Office eher mal für diese oder jene Einzelfälle. Da schluckt man die Kröte halt ;)

    > Was die Ergonomie bei LibreOffice angeht, so meine ich unter anderem eine weise Beschränkung bei irgendwelchen ständig aufblinkenden und sehr ablenkenden Hilfsangeboten.

    Die kenne ich aus MS-Office nicht. Die von mir angesprochenen Popups sind zurückhaltend. Sie blinken nicht, sie lenken nicht ab, und stehen auch nie im Weg. Aber bieten häufig wertvolle Funktionen schnell an. Eigentlich sind die ganz geschickt gemacht.

    > ein Schreibprogramm ist in meiner Interpretation nicht geeignet, um grafisch-künstlerisch zu gestalten

    Mal ein eingefügtes Bild zuzuschneiden, weil es irgendwo einen störenden Rand hat, ist nicht direkt "grafisch-künstlerisch". Ich sehe auch gerade, LO Writer kann das endlich! Sehr schön. Beim letzten Mal musste ich dafür noch Abstände abmessen und Zahlenwerte eintippen (oder wurde im Netz auf ein Addon verwiesen; was aber nicht gut funktioniert hat).

    > Sehr praktisch finde ich inzwischen die Sidebar, eingeschlossen die einfache Möglichkeit sie auszublenden.

    Ja, die finde ich auch nicht übel. Ideal wäre noch ein bisschen mehr Flexibilität, aus verschiedenen Breiten und Höhen jeweils das Beste zu machen. Oder in der Zusammenstellung ein bisschen anpassbarer zu sein. Sie ist ja doch recht statisch... Dass hier beim Spacing bei "0,00 cm" der letzte Teil vom "m" abgeschnitten ist, ist sicher wieder mein System schuld (obwohl man mit 20 Sekunden Suchaufwand im Bugtracker direkt ähnliche Fälle findet; etwa https://bugs.documentfoundation.org/show_bug.cgi?id=113277; allerdings soll dort OpenGL schuld sein, bei mir passiert es auch ohne).

    > Für wiederkehrende Aktionen, die ja bei jedem verschieden sind, lege ich mir Shortcuts an

    Das geht auch in MS-Office schon seit ich es kenne. Den Dialog dort finde ich dazu auch eingängiger.

    > Deine Beschwernisse kann ich bei mir effektiv nicht nachvollziehen. [...] Ich habe übrigens auch bei den anhaltenden Diskussionen über den Einsatz von LibreOffice in öffentlichen Verwaltungen noch nichts über derartige Klagen gelesen [...]

    Vielleicht beschweren sich Leute, die es dringend und oft brauchen, auch erstmal über andere Sachen. Ich habe gerade mal spaßeshalber Google gefragt nach "LibreOffice flicker" und finde direkt eine reichhaltige Zahl an Bugtickets und Foreneinträgen. Sie werden auch entweder abgebügelt mit "bei mir flackert nichts", oder den Leuten wird geraten, OpenGL-Rendering wahlweise aus oder einzuschalten. Bei machen hilft es, bei manchen nicht, bei manchen entstehen dadurch stattdessen andere Probleme.

    > Was die Formatierung betrifft: In LibreOffice ist meiner Ansicht [...] das Formatierungssystem mit Vorlagen weitaus konsequenter ausgestaltet [...].

    Da bist du dann tiefer drin als ich. Ich kenne die Formatvorlagen aus beiden Produkten und hatte sie bisher für eins-zu-eins übertragbar gehalten, außer dass MS das komfortablere GUI dafür hat.

    > Zur typografischen Gestaltung gibt es Writer zudem als Addon eine Typography Toolbar, die in Verbindung mit den Libertine-Schriften interessante Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

    Nagut, also die Addon-Welten beider Office-Suites sind mir vollkommen unbekannt.

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