Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 4. Dezember 2017, 08:27

Publikationen

Linux Journal schließt

Das »Linux Journal«, das erste gedruckte Magazin, das sich ausschließlich mit dem Betriebssystem Linux befasste, schließt. Mit der Novemberausgabe endet nach über 23 Jahren die Geschichte der Publikation.

linuxjournal.com

Das »Linux Journal« wurde im März 1994 durch Phil Hughes und Bob Young, den späteren Mitbegründer von Red Hat, initiiert und war die erste gedruckte Publikation, die sich ausschließlich mit dem Linux-Kernel und einem darauf aufbauenden Betriebssystem befasste. Nicht einmal hundert Entwickler, verglichen mit heute eine verschwindend geringe Zahl, arbeiten damals an Linux. Die Themen der ersten Ausgabe umfassten unter anderem »Linux vs. Windows NT und OS/2«, Onyx und ein Interview mit Linus Torvalds.

Bereits 2011 geriet das Magazin allerdings in eine finanzielle Schieflage. So verkündete Doc Searls, Urgestein der Publikation und mit Abstand der bekannteste Autor, in einem Artikel, dass das »Linux Journal« in der gedruckten Ausgabe seine Existenz verliert und nur noch in einer digitalen Form vertrieben werde. Den Anfang machte dabei die Ausgabe 209, die an die Abonnenten in der digitalen Form versendet wurde. Doch auch diese Geschäftsgrundlage trug nicht.

Wie die Herausgeberin Carlie Fairchild auf der Seite der Publikation bekannt gab, schließt das »Linux Journal« seine Pforten. »Es sieht so aus, als wenn wir am Ende wären, Leute«, schreibt Fairchild. »Wenn alles nach einem Plan verläuft, den wir lieber nicht hätten, wird wäre die Novemberausgabe des Linux Journal unsere letzte«. Als Grund werden finanzielle Probleme genannt. So steht hinter der Publikation laut Aussage von Fairchild weder ein großer Verlag noch ein Geldgeber, der die Publikation unterstützt. Nachdem nun auch die Werbeeinnahmen eingebrochen sind, fehlt dem Magazin die finanzielle Grundlage, um weitermachen zu können.

Sollte sich wider Erwarten ein Geldgeber oder ein Sponsor finden, der die aktuelle Publikation, den Markennamen und die Domains, aber auch die Schulden übernimmt, könnte das Linux Journal weiter bestehen bleiben. Einen Interessenten gebe es aber nicht, betont Fairchild. Findet sich kein Retter, wird die Publikation eingestellt. Alle Artikel sollen dann in ein Archiv überführt und vorerst den Abonnenten zugänglich gemacht werden. Das ist auch das Szenario, von dem die Redaktion ausgeht.

Werbung
Pro-Linux
Traut euch!
Neue Nachrichten
Werbung