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Mo, 11. Dezember 2017, 14:06

Software::Distributionen

ROSA Desktop Fresh R10 erhältlich

ROSA Lab hat eine neue Aktualisierung seiner Linux-Distribution ROSA Desktop Fresh veröffentlicht. Fresh R10 ist in Varianten mit KDE 4 oder Plasma als Standard-Desktop erhältlich. Ausgaben mit Gnome 3 und LXQt sollen folgen.

ROSA Desktop Fresh mit KDE 4

ROSA Labs

ROSA Desktop Fresh mit KDE 4

ROSA Desktop Fresh ist eine Linux-Distribution des russischen ROSA Lab, die aus Mandriva hervorgegangen ist. ROSA Lab war zeitweise einer der größten Anteilseigner von Mandriva und entwickelte ausgehend von der Mandriva-Distribution seine eigenen Distributionslinien. ROSA Lab bietet allerdings auch Unternehmens-Distributionen an (Server und Desktop), die auf dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux beruhen. ROSA Desktop Fresh richtet sich, ähnlich wie Fedora, Ubuntu oder Linux Mint, an erfahrene Anwender, die etwa alle sechs Monate eine umfassende Aktualisierung ihrer Software begrüßen.

Das jetzt freigegebene ROSA Desktop Fresh R10 ist nach Fresh 9 die zweite Ausgabe, die auf der Plattform 2016.1 beruht. Sie wird vier Jahre lang mit technischem Support und Updates versorgt. In den ersten zwei Jahren verspricht ROSA Standard-Support und in den darauf folgenden zwei Jahren »verlängerten« Support. Sicherheits-Updates soll es bis Ende 2020 geben. Allen Anwendern, die auf Stabilität Wert legen, empfiehlt ROSA dennoch die Version Desktop Fresh 8.1, die noch auf der Plattform 2014.1 beruht.

ROSA Desktop Fresh mit KDE Plasma 5

ROSA Labs

ROSA Desktop Fresh mit KDE Plasma 5

ROSA Desktop Fresh R10 kommt mit zwei offiziell unterstützten Desktops, nämlich KDE 4 und KDE Plasma 5. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen noch Varianten mit Gnome 3 und LXQt hinzukommen, die von der Gemeinschaft erstellt werden. Andere Desktops lassen sich jedoch leicht über vorbereitete Pakete installieren. Zur Verfügung stehen dabei mindestens Xfce und Enlightenment E19. Die Distribution ist in 32- und 64-Bit-Varianten mit etwa 2,1 GB Größe frei herunterladbar.

ROSA Desktop Fresh R10 kommt mit vollständig aktualisierter Software und unterstützt die aktuellste Hardware. So sind die Systembibliotheken, Compiler und Systemsoftware auf dem neuesten möglichen Stand, ebenso die Anwendungen.

Das System läuft unter dem Linux-Kernel 4.9.60. Die Kernel-Reihe 4.9 wurde als Basis gewählt, weil sie noch längerfristig unterstützt wird. Aber auch Linux 4.13 und andere Versionen sind als Alternative verfügbar. Die Grafik wird mit Mesa 17.1.6, freien Grafiktreibern und OpenGL- und Vulkan-APIs unterstützt. Für NVidia-Grafikkarten wird neben Nouveau auch der proprietäre Treiber mitgeliefert. Auch für AMD-Grafikkarten steht neben dem freien auch der proprietäre Treiber AMDGPU bereit, allerdings nur in der 64-Bit-Version und vorläufig nur experimentell.

Die weiteren Änderungen sind überwiegend Korrekturen oder kleine Verbesserungen. So sind die initrd-Images jetzt wesentlich vollständiger, dafür wurde ein auf das Vierfache erhöhter Platzbedarf durch die vielen Treiber in Kauf genommen. Die Grafikbeschleunigung von Intel-GPUs kann jetzt mit XFDrake konfiguriert werden. cdrkit wurde durch cdrtools ersetzt. Außerdem wurden Probleme mit USB-WLAN behoben, der Installer mit einer neuen Grafik versehen und eine neue Startseite für die Webbrowser erstellt.

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Kommentare (Insgesamt: 20 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: Erfahrene Anwender und Design (Andre, Mi, 13. Dezember 2017)
Re[4]: Erfahrene Anwender und Design (Moin, Mi, 13. Dezember 2017)
Re[6]: Erfahrene Anwender und Design (Häh?, Di, 12. Dezember 2017)
Re[5]: Erfahrene Anwender und Design (Andre, Di, 12. Dezember 2017)
Re[4]: Erfahrene Anwender und Design (Häh?, Di, 12. Dezember 2017)
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