Normal lese ich in dieser Zeitschrift nichts (Keine Zeit dafür), aber neulich habe ich sie mal aufgeschlagen (war gerade dabei, eine Pizza zu verschlingen und da lag die Zeitschrift halt gerade auf dem Tisch) und welche Seite schlug ich auf? Natürlich direkt die Startseite dieses Artikels. Das interpretierte ich als göttliches Zeichen [;)] und ich habe mir den Artikel durchgelesen und muss sagen, dass er zwar allgemeinverständlich war, aber einige sehr seltsame Aussage enthielt. Wenn ich mich recht entsinne, stand darin z.B., dass Linus sein Linux an die Free Software Foundation übergeben habe. Auch war der Artikel nicht so sonderlich informativ. Aber wenn Personen aus dem Umfeld Freier Software in der sog. Mainstream-Presse Beachtung finden ist das natürlich eine gute Sache. Und zum EuropäerDesJahres(tm) gewählt zu werden ist auch nicht übel.
Von Frank Arnold am Fr, 29. Dezember 2000 um 01:28 #
Etwas Lobhudelei ist schon nicht schlecht, allerdings sollte man es mit den Superlativen nicht ganz so übertreiben. Der Artikel klingt ja fast so, als ob Linus ein komplett neues Betriebssystem von NULL an selbst erfunden und entwickelt hat. Bekanntermassen gab es da noch einen Herrn Andrew S. Tanenbaum mit seinem "Minix" (incl. Quellcode) und viele Freunde die ihm dabei geholfen haben. Aber die Idee und die Initiative sind letztlich von Linus ausgegangen und dafür gebührt ihm auf jedenfall Anerkennung!
Der Quellcode von Minix hatte überhaupt nichts mit der Entwicklung von Linux zu tun. Schließlich war Minix zu der Zeit nicht frei.
Die größte Leistung von Linus war auch nicht, daß er ein neues Betriebssystem geschrieben hat (das kann jeder). Sondern daß er es von Anfang an POSIX-kompatibel gemacht hat, so daß sofort Tausende von Applikationen zur Verfügung standen.
Tanenbaum hat sein minix nur geschrieben, weil er seinen studenten zeigen wollte, wie man ein betriebssystem programmiert. der war zum schluss voll neidisch auf`n Linus, weil den sein system besser war! dieser artikel ist überhaupt nicht übertrieben! oder hättet ihr geglaubt, das irgendwann ein unixsystem windows ausrotten wird?! ausrotten noch nicht ganz, aber auf den meisten webservern läuft nun mal linux oder bsd! und so rollt sich das feld langsam aber sicher von hinten auf! war wohl nichts billy... wie gehts eigentlich deinem kapital? hat die microsoft-aktie ein bisschen an wert verloren?
Von Frank Arnold am Fr, 29. Dezember 2000 um 17:19 #
@hjb Andrew Tannenbaum publizierte an der freien Universität von Amsterdam 1987 ein auf der UNIX-Basis arbeitendes Lehrbetriebssystem für PC unter dem Namen MINIX. Es hatte die Funktionalität von UNIX Version 7. 1991 hat Linus mit seinem Linux 0.01 (aufbauend auf den Minix-Kernel) angefangen. Erst ab 1992 (version 0.12) wurden langsam die Abhängigkeiten von Minix aufgelöst und es ging in Richtung eines vollwertigen Posix-Betriebssystems, so wie wir Linux heute kennen.
Schade nur das der Herrn Tanenbaum so gut wie nicht mehr erwähnt wird und man so tut als sei Linus der Genius. Erinnert mich irgendwie an die Sache mit dem aufgekauften DOS von "Billy behind the Gates". Wie hiess doch gleich der eigentliche Erfinder des DOS (
Herr Tannenbaums Kritik an Linux ist sicherlich nicht auf Neid oder persönlichen Animositäten zurückzuführen. Vielmehr ist die Kritik an verschiedenen Auffassungen darüber wie ein Betriebsys- tem zu sein hat . Herr Tannenbaum ist ein starker Vertreter der Mikrokernelarchitektur nach Amobia, im Gegensatz zur Monolitischen Kernelstruktur nach Linux u ä m .
Na, ich muß sagen, daß ich schon deutlich schlechteres über Linus gelesen habe. Der Beitrag ist gut geschrieben, gibt wenig Informierten ein rundes Bild über Linux und seine "Eigenheiten" und kann bis auf diese "Einsames Genie"-Grütze weitestgehend auf Platitüden verzichten.
Und: Der geneigte RD-Leser (altersmäßig ja eher zwischen 45 und Haferbrei mit Strohhalm essen kriegt endlich mal mit, dass es ein Leben nach Microsoft gibt.
Daher fordere ich einmal mehr: Linux rein in den Mainstream, und zwar sofort!!
Von Ralph Miguel am Fr, 29. Dezember 2000 um 10:11 #
Du hast recht, was den Artikel betrifft. Aber die Leute zwischen "45 und Haferbrei" -etwa meine Altersgruppe, eigentlich sollte ich Dir mit welken Greisenhaenden die Loeffel langziehen- wissen wahrscheinlich eher als die juengeren, dass es Betriebssysteme jenseits von M$ gibt. So, jetzt muss ich zur geriatrischen Behandlung, Du Schnoesel.....
Jäh, wenn der Windows-Quellcode offengelegt würde, würde so mancher Linux- und BSD-Hacker ein Dejavu erleben. Im Falle von BSD ist es sogar weitgehend legal...
Zugegeben Bill ist vielleicht nicht mein/unser bester Freund, aber zu behaupten Bill habe nur geklaut, find ich schon etwas vermessen (klar zur richtigen Zeit am richtigen Ort war sicher auch hilfreich).
"Gut geklaut wohl" hätte dann aber auch Linus denn das Linux Windows System XF86 ist genausowenig von Linus wie die zahlreichen Kernel-anleihen an BSD. Linux ist Hype, Windows ist/war Hype, aber beide nicht weil Bill oder Linus irgendwas übergeniales programmiert hätten.
@Anonymous: warum eigentlich verwechselt ihr kappen immer wieder Linux und Distribution?? XFree ist teil einer Distribution, welche auf einem Linux-Kernel basiert! Der stammt (zumindest anfänglich...) von Linus! Programme wurden angepasst, neukompiliert oder komplett unter Linux entwickelt! also nochmal zum mitschreiben: Kernel != Programm
Normal lese ich in dieser Zeitschrift nichts (Keine Zeit dafür), aber neulich habe ich sie mal aufgeschlagen (war gerade dabei, eine Pizza zu verschlingen
und da lag die Zeitschrift halt gerade auf dem Tisch) und welche Seite schlug ich auf? Natürlich direkt die Startseite dieses Artikels. Das interpretierte ich als göttliches Zeichen [;)] und ich habe mir den Artikel durchgelesen und muss sagen, dass er zwar allgemeinverständlich war, aber einige sehr seltsame Aussage enthielt. Wenn ich mich recht entsinne, stand darin z.B., dass Linus sein Linux an die Free Software Foundation übergeben habe. Auch war der Artikel nicht so sonderlich informativ. Aber wenn Personen aus dem Umfeld Freier Software in der sog. Mainstream-Presse Beachtung finden ist das natürlich eine gute Sache. Und zum EuropäerDesJahres(tm) gewählt zu werden ist auch nicht übel.
Cheers,
Wolfgang
Aber die Idee und die Initiative sind letztlich von Linus ausgegangen und dafür gebührt ihm auf jedenfall Anerkennung!
Die größte Leistung von Linus war auch nicht, daß er ein neues Betriebssystem geschrieben hat (das kann jeder). Sondern daß er es von Anfang an POSIX-kompatibel gemacht hat, so daß sofort Tausende von Applikationen zur Verfügung standen.
Andrew Tannenbaum publizierte an der freien Universität von Amsterdam 1987 ein auf der UNIX-Basis arbeitendes Lehrbetriebssystem für PC unter dem Namen MINIX. Es hatte die Funktionalität von UNIX Version 7. 1991 hat Linus mit seinem Linux 0.01 (aufbauend auf den Minix-Kernel) angefangen. Erst ab 1992 (version 0.12) wurden langsam die Abhängigkeiten von Minix aufgelöst und es ging in Richtung eines vollwertigen Posix-Betriebssystems, so wie wir Linux heute kennen.
Schade nur das der Herrn Tanenbaum so gut wie nicht mehr erwähnt wird und man so tut als sei Linus der Genius. Erinnert mich irgendwie an die Sache mit dem aufgekauften DOS von "Billy behind the Gates". Wie hiess doch gleich der eigentliche Erfinder des DOS
(
Animositäten zurückzuführen.
Vielmehr ist die Kritik an verschiedenen
Auffassungen darüber wie ein Betriebsys-
tem zu sein hat .
Herr Tannenbaum ist ein starker Vertreter
der Mikrokernelarchitektur nach Amobia,
im Gegensatz zur Monolitischen Kernelstruktur
nach Linux u ä m .
Und: Der geneigte RD-Leser (altersmäßig ja eher zwischen 45 und Haferbrei mit Strohhalm essen kriegt endlich mal mit, dass es ein Leben nach Microsoft gibt.
Daher fordere ich einmal mehr: Linux rein in den Mainstream, und zwar sofort!!
Aber um dich zu beruhigen... mich trennen auch nur noch wenige Jahre von obengenannter Zielgruppe

also nochmal zum mitschreiben: Kernel != Programm
...wie ein Betriebssystem unter GPL zu veröffentlichen????
Hoffentlich überlegen die sich das noch mal
Oder läuft der Pentagon-Server unter Linux? Dann ist der ja einbruchsicher und kein Hacker könnte sein Wissen über diese Codes ausnützen...