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Fr, 22. Dezember 2017, 15:36

Software::Entwicklung

Elektra 0.8.21 erschienen

Das Entwicklerteam der Konfigurations-Bibliothek Elektra hat Version 0.8.21 mit einer Reihe von Verbesserungen freigegeben. Sie unterstützt jetzt die Verschlüsselung einzelner Konfigurationswerte oder ganzer Dateien.

Mirko Lindner

Elektra ist ein universelles, plattformunabhängiges Framework, um Konfigurationsdaten in einer Hierarchie von Schlüssel- und Wertepaaren zu speichern. Elektra kann systemweit für alle Konfigurationsaufgaben eingesetzt werden und kann verschiedenste Formate zur Repräsentation des Konfigurationsbaums verwenden, darunter viele Linux-Konfigurationsdateiformate und XML. Daher könnten alle Anwendungen prinzipiell auf Elektra als Konfigurationsbibliothek umstellen, ohne ihr Dateiformat ändern zu müssen. Tatsächlich ist die Motivation zum Umstellen für Anwendungen, die bereits funktionierenden Konfigurations-Code enthalten, wohl ziemlich gering.

Elektra 0.8.21 enthält gegenüber der letzten Veröffentlichung trotz der kurzen Zeitspanne über 300 Änderungen. Neu ist ein »Directory Value« Plugin, das andere Plugins unterstützt, indem es die Speicherung beliebiger Schlüssel in der Konfiguration ermöglicht. Verschiedene andere Plugins erhielten Verbesserungen.

Die Plugins »fcrypt« und »crypto« haben den experimentellen Status verlassen. Damit kann Elektra jetzt offiziell einzelne Konfigurationswerte oder ganze Dateien verschlüsselt speichern. Da in Zukunft das INI-Format das Standardformat von Elektra werden soll, wurde das Plugin »dini« implementiert, das vorhandene Dateien im alten Dump-Format automatisch konvertiert. Die eigentliche Umstellung könnte in der nächsten Version kommen. »dini« gilt noch als experimentell und ist nicht aktiviert.

Darüber hinaus wurden einige weitere Verbesserungen in Elektra implementiert und die Dokumentation weiter verbessert. Details sowie die Download-Möglichkeiten der neuen Version kann man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung nachlesen. Die neue Version ist kompatibel mit Elektra 0.8.20.

Einer der Hauptentwickler von Elektra, Markus Raab, hat darüber hinaus ein Buch über Elektra veröffentlicht. Der Titel des umfangreichen Werks ist »Context-aware Configuration« und beleuchtet das größte Alleinstellungsmerkmal von Elektra, nämlich Konfigurationen vom Kontext abhängig zu machen. Die meisten Entwickler könnten diese Funktionalität gut gebrauchen, haben aber ihre Tragweite noch nicht erkannt oder kennen Elektra noch nicht. Das Buch behandelt weiter auch die in den vergangenen 13 Jahren mit Elektra gemachten Erfahrungen, Design-Entscheidungen und die Auswertung einer Entwickler-Umfrage.

»Context-aware Configuration« ist unter der Creative Commons CC-BY-SA 4.0 International lizenziert und damit frei verwendbar und unter GPL-ähnlichen Bedingungen änderbar. Die LaTeX-Quellen sind ebenso verfügbar wie eine PDF-Datei.

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