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Mo, 8. Januar 2018, 10:47

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 17.10 nach UEFI-Problem neu veröffentlicht

Eine korrigierte Version von Ubuntu 17.10 wird ab dem 11. Januar zum Download zur Verfügung stehen. Das aktualisierte Image verursacht keine BIOS/UEFI-Korruption mehr auf Laptops von Lenovo und anderen Herstellern.

Canonical

Ubuntu 17.10 »Artful Aardvark« wurde vor rund zwei Monaten veröffentlicht. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen mehrten sich Berichte von nicht mehr speicherbaren BIOS/UEFI-Werten bis hin zum Verlust der Bootfähigkeit von USB. Einige Anwender konnten ihre Geräte überhaupt nicht mehr starten. Dabei war es nicht einmal erforderlich, Ubuntu zu installieren, bereits das Booten des Live-Images konnte den Fehler auslösen.

Betroffen waren eine ganze Reihe von Lenovo-Laptops, aber auch einige Geräte anderer Hersteller wie etwa Acer, Dell und Toshiba. Der Fehler wurde in einem defekten Intel SPI-Treiber lokalisiert, der bei Ubuntu 17.10 aktiviert war. Mit der Hilfe dieses Low-Level-Treibers lässt sich das BIOS eines Rechners direkt in Linux aktualisieren. Im Upstream-Kernel ist der Treiber deaktiviert, die Dokumentation warnt gar vor der derzeitigen Aktivierung. Bei Ubuntu war der Treiber jedoch aktiv.

Nach Bekanntwerden des Fehlers zog Canonical die Desktop-Version von Ubuntu 17.10 vom Download-Server zurück und ging auf Spurensuche. Jetzt wird am 11. Januar ein repariertes Image von Ubuntu 17.10 mit deaktiviertem SPI-Treiber zur Verfügung gestellt, wie Steve Langasek auf der Ubuntu-Mailing-Liste mitteilt. Es gibt keinen Zwang für die anderen Ubuntu-Varianten, sich daran zu beteiligen, Langasek würde dies jedoch befürworten.

Langasek weist darauf hin, dass diese Images, die intern unter der Bezeichnung »Artful Dot One« laufen, im Vorfeld der Verfügbarkeit von Maßnahmen gegen Meltdown und Spectre erstellt wurden und das Ubuntu grundsätzlich für Sicherheitslücken keine neuen Images herausgibt, auch nicht bei Lücken diesen Ausmaßes. Zudem wolle man Images mit Ubuntu 17.10 angesichts des nahenden Endes der Unterstützung für Ubuntu 17.04 »Zesty Zapus« schnellstmöglich verfügbar machen. Allerdings kommen die Images, die bereits als Daily-Version verfügbar sind, mit Ubuntu-Kernel 4.13.0.21 und Firefox 57.0.4 und weisen bereits einen gewissen Schutz zumindest gegen Meltdown auf.

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