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Mo, 1. Januar 2001, 23:20

Direct3D API für Linux

Die Firma TransGaming, deren Webseite am 27. Dezember eröffnet wurde, will mit Hilfe von WINE das Direct3D-API auf Linux verfügbar machen.

Mit diesem API hofft die Firma, aktuelle Windows-Spiele auf Linux lauffähig zu machen und in diesem wachsenden Markt Fuß zu fassen. Die Firma wurde von Gavriel State, Vikas Gupta und mehreren langjährigen WINE-Entwicklern gegründet.

Schon seit einigen Monaten trägt die Firma Code zum WINE-Projekt bei, der in Zusammenhang mit DirectX steht. Darunter war auch eine Überarbeitung der dsound- und ddraw-DLLs von WINE. Noch sind nicht alle Teile des Codes in WINE integriert. Man benötigt diesen Patch für WINE, um ihn zu vervollständigen.

Der Code ist deshalb noch nicht in WINE integriert, weil er nicht völlig frei ist. Er steht unter der Aladdin Free Public License Version 9, die zwar frei, aber keine Open Source Lizenz ist. Sie ist wesentlich restriktiver als z.B. die GPL.

Der Code soll jedoch in die WINE-Lizenz überführt werden, sobald die Firma 20000 Abonnenten gefunden hat. Der 2D-Code (also DirectX statt Direct3D) soll in den nächsten Tagen bereits unter die WINE-Lizenz gestellt werden. Abonnenten sollen 5 USD im Monat zahlen und erhalten dafür ein Mitspracherecht, welche Spiele portiert werden. Wer eine simple Umfrage ausfüllt, erhält einen Monat frei. Abonnenten, die mehr zahlen, erhalten auch mehr Gewicht bei der Mitsprache. Außerdem werden Fehlermeldungen von Abonnenten innerhalb von 3 Werktagen behandelt.

Mit dieser Regelung will die Firma ein neues Geschäftsmodell für Open-Source-Entwicklung ausprobieren. Ob das Experiment gelingt, wird die Zeit zeigen. Der Preis von umgerechnet 120 DM pro Jahr nur für ein Mitspracherecht scheint ziemlich hoch gegriffen zu sein. Andererseits ist es eine Möglichkeit, sich für die Programmentwicklung bezahlen lassen (irgendwo müssen ja die täglichen Brötchen herkommen), ohne proprietären Code zu programmieren. Details zu diesem interessanten und experimentellen Geschäftsmodell sind diesem Artikel über das Street Performer Protocol nachzulesen.

Vielen Dank an sax für den Hinweis.

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