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Thema: MATE 1.20 mit HDPI-Unterstützung

19 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von pataa am Do, 8. Februar 2018 um 11:42 #

Hier muss ich leider etwas schreiben, wobei im Titel ich schon alles gesagt habe...

Falls du das ließt und vielleicht darüber ärgerst.... du bist selbst schuld :p

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Von kraileth am Do, 8. Februar 2018 um 15:31 #

Dem „Durchschnittsbenutzer“, der von mir ein *nix-System aufgesetzt bekommen möchte, richte ich standardmäßig immernoch den MATE-Desktop ein. Er ist einfach zu bedienen und schlicht genug, um auch mit älterer Hardware hervorragend zu funktionieren, gleichzeitig ist er nicht so minimalistisch, daß den Leuten etwas fehlt. Es ist schön, daß sich fähige Leute gefunden haben, die das klassische GNOME² weiterpflegen - denn mit Version 3 kann ich wie auch viele andere so gar nichts anfangen.

Kleine Korrekturen zum Artikel: Schon die vorherige Version - 1.18 - hat den Umstieg auf GTK+3 mit sich gebracht. Diesmal wurde „lediglich“ alles auf eine moderne GTK+3-Version umgebaut. Außerdem heißt der Dokumentbetrachter „Atril“.

Auf jeden Fall gut zu sehen, daß der Desktop weiterhin ordentlich geflegt wird. Der nächste wahrscheinlich größere Brocken dürfte die Umstellung aller Python2-Komponenten auf Python3 sein. Aber nachdem entgegen den lauten Vorhersagen all der Zweifler der Umbau auf GTK+3 gelungen ist, habe ich wenig Zweifel, daß auch das kommen wird. Wayland-Unterstützung ist allerdings wohl noch ein Weilchen entfernt. Aber gut Ding will Weile haben und grundsätzlich funktioniert X11 ja auch. :)

  • 0
    Von Anonymous am Do, 8. Februar 2018 um 16:17 #

    Dem „Durchschnittsbenutzer“, der von mir ein *nix-System aufgesetzt bekommen möchte, richte ich standardmäßig immernoch den MATE-Desktop ein.

    Und mit welchen Distributionen realisierst du diese Systeme?

    • 0
      Von kraileth am Fr, 9. Februar 2018 um 08:46 #

      Was gewünscht wird. Als Mitglied des GhostBSD-Projekts liegt mir natürlich das am Herzen, aber gerade für Anfänger - das kann ich neidlos zugestehen - ist oft ein Linux-System sinnvoller. Da ich die letzten Jahre hauptsächlich Arch genutzt hatte, tendiere ich bei Empfehlungen meist in Richtung Antergos, habe aber auch bei Debian-basierten Systemen kein wirkliches Problem. Mint ist einfach zu handhaben und es sieht ganz nett aus, aber „unter der Haube“ steckt der pure Wahnsinn, wie ja auch bereits angemerkt wurde. Eigentlich schade, denn das hat wirklich Einsteigerpotential... Aber hilft ja nichts.

      • 0
        Von Anonymous am Fr, 9. Februar 2018 um 13:28 #

        Mint ist einfach zu handhaben und es sieht ganz nett aus, aber „unter der Haube“ steckt der pure Wahnsinn, wie ja auch bereits angemerkt wurde. Eigentlich schade, denn das hat wirklich Einsteigerpotential...

        Mit diesem Wissen installierst du den Leuten echt diesen Dreck, obwohl du weißt, dass es völlig kaputt ist?
        Die Frage ist doch hast du zu viel Zeit um den Schrott nach jedem Update zu fixen, oder willst du dich absichtlich unglaubwürdig machen?

        Aber hilft ja nichts.

        Doch, es wäre deine Aufgabe, die Einsteiger vor der Installation zu beraten und wenn du für die grobe Bedarfsanalyse den distrochooser.de verwendest.
        Aber blind irgendwelchen Schrott zu installieren, weil es die Noobs so wollen, hilft niemanden!
        Manchmal ist es eben auch besser zu sagen: "Bleib du mal bei Windows, weil Linux für dich nicht geeignet ist."
        Als den faulen Kompromiss der kaputten Distribution zu gehen, weil es sich so schön klicken lässt!

        Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Feb 2018 um 13:33.
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          Von kraileth am Fr, 9. Februar 2018 um 14:24 #

          Habe ich gesagt, daß ich irgendjemandem Mint aufdrücke? Ich finde, daß die Mint-Leute eine leicht bedienbare Distribution geschaffen haben, in der einige nette Ideen umgesetzt wurden. Daß es dort technisch nicht gerade kleine Probleme gibt, bestreite ich ausdrücklich nicht. Im Gegeinteil: Ich finde den Zustand der Distribution eher traurig.

          Natürlich berate ich die Leute; das „Aber hilft ja nichts“ war eher ein Seufzer darüber, daß Mint eigentlich ausfällt, obwohl vieles davon sonst ganz nett wäre. Nur ist „ganz nett“ halt nicht ausreichend. Sonst würde ich gerne ganz andere Empfehlungen machen. ;)

          Wie bereits gesagt: Antergos ist meiner Erfahrung nach brauchbar, ich weiß aber, daß Telefonsupport auf mich zukommt, da bei einer RR-Distri doch mal etwas kaputtgeht. Und von Anfängern zu verlangen, daß sie die Ankündigungen auf der Arch-Seite lesen (so selten die auch sein mögen) ist wahrscheinlich zuviel verlangt.

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            Von Anonymous am So, 11. Februar 2018 um 22:39 #

            Wie bereits gesagt: Antergos ist meiner Erfahrung nach brauchbar, ich weiß aber, daß Telefonsupport auf mich zukommt, da bei einer RR-Distri doch mal etwas kaputtgeht.

            Warum installierst du denn den Leuten nicht einfach eine stabile Distreibution außerhalb vom Canonical Schrottuniversum und erziehst die Nutzer zu selbstständigen Anwendern!?
            Das hätte sogar für beide Seiten Vorteile.
            Du hättest mehr Zeit für wirklich wichtige Aufgaben, anstatt ständig Fehler zu fixen, die aus Faulheit und Unvermögen resultieren.
            Und die geeigneten, dann selbstständigen Anwender könnten ihre Probleme selber lösen, ohne ständig auf $IRGENDJEMAND angewiesen zu sein!

            Das was du betreibst ist missionieren, eindeutig ungeeigneter Personengruppen!
            Hast du dir eigentlich schon einmal darüber Gedanken gemacht, was passiert, wenn du einmal vom Pferd fällst?
            Dein Verhalten ist absolut nicht nachhaltig!

            Und von Anfängern zu verlangen, daß sie die Ankündigungen auf der Arch-Seite lesen (so selten die auch sein mögen) ist wahrscheinlich zuviel verlangt.

            Ist das so?
            Wenn man »Anfängern« schon nicht einmal mehr zumuten kann, Releasemeldungen zu lesen und diese dann auch zu verstehen, frage ich mich, was für »Anfänger« du in die Linux Community holst?
            Aus meiner Sicht sind das eher lernunwillige und deswegen ungeeignete Nutzer, denen du das Denken abnimmst!
            Das ist genau das Kleintel, welches wir in der Linux Community absolut nicht benötigen!

            Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11. Feb 2018 um 23:33.
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              Von Hohes Ross am Mo, 12. Februar 2018 um 09:11 #

              Alter, komm mal von dem hohen Bock runter.

              Es gibt Menschen auf dieser Welt, die interessieren sich nicht für die Grundlagen diverser Techniken. Die wollen nur die Oberfläche sehen und damit arbeiten.
              Ist auch egal, ob es da um den Videorecorder, den Smart TV, Windows, Linux oder Android geht - Du wirst bestimmte Menschen nicht dazu bringen, sich mit den "Innereien" zu beschäftigen oder gar dazu, diese auch wirklich zu verstehen und zu beherrschen.

              Jetzt sagst Du bestimmt sowas wie "mimimimimi, dann sollnse doch bei Windows bleiben mimimimimimi, nichts in der Linux Community verloren mimimimimi, unselbstständig" und hast zum Teil sogar recht, ABER wenn ich so jemanden kenne und ihn (zwangsläufig) betreue, dann installiere ich ihm lieber ein gut und einfach zu wartendendes Linux als ein krampfiges Windows. Er bekommt keinen Zugriff auf root, ich richte unbeaufsichtigte Updates ein und gucke ab und zu mal per ssh drauf. Für Supportfragen gibt es Teamviewer & Co.
              Beide Parteien sind zufrieden.

              Zwar werden diese Menschen niemals "produktive Mitglieder" der Linux-Community sein, aber das kannst Du auch vergessen - sie sind es auch nicht für Windows, Android, Smart TVs oder Videorecorder. Sie werden es niemals sein.

              Und wenn ich mal vom Pferd falle, müssen die sich wohl jemand anderen suchen, der ihnen hilft, oder das computern sein lassen.

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                Von Anonymous am Di, 13. Februar 2018 um 12:00 #

                Es gibt Menschen auf dieser Welt, die interessieren sich nicht für die Grundlagen diverser Techniken.

                Warum bleiben solche Nutzer denn nicht bei Apple oder Microsoft wo sie sich nicht mit den »Schwierigkeiten« dieser fürchterlich komplizierten, technischen Welt auseinandersetzen müssen, sondern alles vorgekaut präsentiert bekommen?
                Genau, weil es Missionare wie dich gibt.

                Menschen die sich mit technischen Sachverhalten nicht auskennen und beschäftigen wollen, würden sonst nie ein Linuxsystem installieren!
                Sondern von Windows maximal zu MACOS und/oder zurück wechseln.

                Jetzt sagst Du bestimmt sowas wie "mimimimimi, dann sollnse doch bei Windows bleiben mimimimimimi, nichts in der Linux Community verloren mimimimimi, unselbstständig" und hast zum Teil sogar recht, ABER wenn ich so jemanden kenne und ihn (zwangsläufig) betreue, dann installiere ich ihm lieber ein gut und einfach zu wartendendes Linux als ein krampfiges Windows. Er bekommt keinen Zugriff auf root, ich richte unbeaufsichtigte Updates ein und gucke ab und zu mal per ssh drauf. Für Supportfragen gibt es Teamviewer & Co.

                Soviel Widerspruch in so wenigen Sätzen.

                Warum wohl gibt es bei dem von dir vorgesehenem System, keinerlei Wissenstransfer, Mitbestimmung und sieht nach Microsoft - "Wir wissen schon was für die Nutzer das Richtige ist" - aus?
                Aber am interessantesten ist, dass dein wackeliges Konzept nicht einmal ohne freie, oder wenigstens offene Software für den Support auskommt ...

                Beide Parteien sind zufrieden.

                Fraglich!
                Wenn sie wüssten, welchen egomanen Hintergedanken du hegst, würden dir die Nutzer schreiend weglaufen!

                Und wenn ich mal vom Pferd falle, müssen die sich wohl jemand anderen suchen, der ihnen hilft, oder das computern sein lassen.

                Hier machst du wieder einmal deutlich, wie wenig durchdacht und wie wenig du nachhaltig deine Strategie - wenn man davon überhaupt sprechen möchte - eigentlich ist.
                Du erhebst dich zum Einzigen der das System beherrscht - was ich persönlich bezweifle, nachdem ich deine unüberlegte Strategie erfahren durfte.
                Von der völlig sinnlos verschwendeten Zeit für die Mehrarbeit beim Support einmal völlig abgesehen.

                Ganz im Gegenteil, wenn du vom Pferd gefallen bist, lässt du alle "Betreuten" im Regen stehen.
                Diese suchen sich $JEMAND, der nicht einmal so wenig Erfahrung mit Linux wie du hast und dann alles wieder umwirft.
                Die Nutzer landen wieder bei Windows, oder doch MACOS und stehen wieder am Anfang.
                Im schlimmsten Falle droht Datenverlust bei der (Re)Migration.

                Erschwerend kommt hinzu, dass du die Nutzer entmündigst, was alles nicht mit der Philosophie von Linux, dass für offenen Wissenstransfer und Erlernbarkeit steht.

                Du kannst dich winden wie du willst, ich kann nichts erkennen, was für deine Expertise spricht!

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              Von kraileth am Mo, 12. Februar 2018 um 09:21 #

              Hallo Helge,

              vielen Dank für Deine Meinung zu diesem Thema. Ich möchte daher auch mit meiner nicht hinter dem Berg halten; so habe ich seit einigen Jahren die Ansicht vertreten, daß wir noch etwas ganz anderes in der Linux-Gemeinschaft nicht bräuchten: Tonfall und Gebahren, wie auch Du sie an den Tag legst. Du fragst nicht nach den näheren Umständen (deren Kenntnis zwingend nötig wären, um eine irgendwie sinnvolle Einschätzung leisten zu können), bist aber mit aggressivem Aburteilen sofort dabei. Von einem gewissen Wohlwollen seinen Mitmenschen gegenüber oder gar echtem Interesse an deren Positionen und Beweggründen findet sich jedenfalls keine Spur. Um auch einmal böse zu sein: Bleib bei Linux, da triffst Du für viele den richtigen Ton (mir tut es nur leid für die Leute, die u.a. mal ubuntuusers auf die Beine gestellt hatten und wirklich mit Herzblut bei der Sache waren, um zu zeigen, daß Linux nicht nur selbsternannte Elite ist). Mich seid ihr mit solchem Verhalten losgeworden - daß ich dafür rückwirkend zu danken habe ist eine andere Sache.

              Ich kann Dich aber beruhigen: Ich bin zwar „gläubig“, aber ich missioniere gar nicht. Allerdings bin ich der Meinung, daß *nix eine ausgezeichnete Betriebssystemfamilie ist, die - in der jeweils passenden Ausführung - für viele Leute eine Hilfe sein kann. Du wirst es nicht glauben, aber es gibt Menschen, die wollen sich gar nicht näher mit der Technik beschäftigen. Ein Rechner ist für sie ein Werkzeug, dessen sie für ihre Tätigkeiten bedürfen - und Punkt. Klar, man kann sich auf den Standpunkt stellen, daß man diese Leute lieber bei Windows lassen sollte. Mag in vielen Fällen auch in Ordnung gehen. In anderen aber nicht. Denk an den älteren, unbedarften Herren, der trotz aller Ermahnungen auf bösartige Mails hereinfällt. Zumindest für mich liegt nahe, daß er mit einem System besser bedient ist, das keine als „.SCR“ verschleierten Exe-Dateien ausführen kann. Oder an die junge alleinerziehende Mutter zweier Kinder, deren Geld gerade so für das Essen reicht und die einen alten Klappi mit Core2Duo-Prozessor und 4GB RAM geschenkt bekommen hat. Sollte man sie wirklich nötigen, sich eine Windows-Lizenz zu kaufen und die Kiste damit zu betreiben? Mir erscheint ein abgespecktes Linux + LXDE als die bessere Option. Klar freue ich mich auch mehr über Leute, die ein gewisses Interesse für mein Steckenpferd haben und sich möglicherweise irgendwann selbst in die Welt von Open Source einbringen werden. Trotzdem: Obwohl beide gerade genannten Menschen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemals irgendetwas für die Linux-Gemeinschaft tun werden: Helfen möchte ich im Zweifel aber trotzdem. Und ich pfeife - überspitzt gesagt - auf die Nützlichkeits-Volksschädlings-Abwägung!

              Zwar sitze ich nicht auf dem ganz hohen Roß, aber wenn mir trotzdem etwas zustoßen sollte: Das Leben als solches geht weiter. Und es sucht sich seinen Weg.

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                Von Anonymous am Di, 13. Februar 2018 um 12:43 #

                Ich möchte daher auch mit meiner nicht hinter dem Berg halten; so habe ich seit einigen Jahren die Ansicht vertreten, daß wir noch etwas ganz anderes in der Linux-Gemeinschaft nicht bräuchten: Tonfall und Gebahren, wie auch Du sie an den Tag legst.

                Tja, niemand zwingt dich hier zu lesen, oder zu schreiben.
                Wenn du allerdings der Meinung bist, hier deine bevormundende, diktatorische und vor allem mit viel zu wenig Wissenstransfer, zu wenig Seblststädigkeitsfördernde Strategie zu präsentieren, musst du eben auch mit Widerspruch aus der Community rechnen.

                Ich bin zwar „gläubig“, aber ich missioniere gar nicht.

                Das ist dein privates Problem, also mach es nicht, durch deine "Ich weiß was gut (für dich) ist" Macke, nicht zum Problem von unbedarften Nutzern!
                Genau das ist Missionieren!
                Es gibt keine Zwangsbeglückung ohne Zwang!
                Und warum behaupten »Gläubige« immer sie missionieren nicht, aber tragen regelmäßig ihren ganz persönlichen »Glauben« in die Öffentlichkeit?

                Du wirst es nicht glauben, aber es gibt Menschen, die wollen sich gar nicht näher mit der Technik beschäftigen.

                Mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, die so ticken, aber ich würde nie auf die egomane Idee kommen diesen technischen Laien ein Linux zu installieren!
                Die sind bei Apple und Microsoft sehr gut aufgehoben, mit all den Nachteilen die sie dafür eingehen.
                Da diese Menschen aber der Nachteile überhaupt nicht bewusst sind, machen sie sich logischer Weise auch keine Gedanken darum.

                Ich hoffe, du verstehst endlich, was mich an deinem Verhalten stört!?

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                  Von kraileth am Di, 13. Februar 2018 um 14:56 #

                  Nur für den Fall, daß es Dir tatsächlich nicht aufgefallen sein sollte: Entgegen Deiner Aussage formulierst Du durchaus keinen Widerspruch. Du klagst an - und das nicht aufgrund nachvollziehbarer Gründe, sondern aufgrund von Dir vorher von Dir gemachter Unterstellungen. Daß Du die von mir dargelegten Punkte, um die es mir zentral ging, vollständig ignorierst, nur um Dich in das zu verbeißen, was Dir Angriffsfläche zu bieten scheint, macht es nicht besser. Aber na schön, hier einige Fragen an Dich:

                  Wen bevormunde ich? Menschen, die aus freien Stücken auf mich zukommen und um Rat oder Hilfe fragen? Dieser Vorwurf ist an sich bereits lächerlich. Vollends absurd wird er jedoch dadurch, daß Du derjenige bist, der hier anderen etwas vorschreiben zu müssen meint. Genau wie Du habe ich eine Ansicht zu dem in Frage stehenden Themenkomplex. Was uns aber unterscheidet: Ich mache dabei keinen Absolutheitsanspruch geltend.

                  Wem drücke ich diktatorisch irgendetwas auf? Du beschwertest Dich darüber (!), daß ich bereit bin, den Leuten letztlich auch bei Dingen zu helfen, die ich selbst nicht sehr schätze, wenn sie dies wünschen. Selbst Dir werfe ich nicht einfach vor, daß Du aus meiner Sicht kompletten Stuß redest, sondern diskutiere mit Dir. Wo siehst Du ein diktatorisches Verhalten?

                  Wo stelle ich mich dem Wissenstransfer in den Weg oder hintertreibe selbständigkeitsfördernde Maßnahmen? So ich eine Lösung kenne, zeige ich gerne anderen, wie sie mit einem Problem umgehen können. Ich habe großen Spaß daran, Leute, die Interesse haben, auch ein wenig zu „kitzeln“ in der Hoffnung, daß sie dranbleiben und sich weiterentwickeln. Und ich versuche, mindestens einmal im Monat auf meinem Blog darüber zu schreiben, wenn ich ein interessantes Thema durchgearbeitet habe, damit andere daran anknüpfen können. Du hast Dich auf ein Bild von mir eingeschossen, das nicht bloß komplett einseitig, sondern auch rundum falsch ist. Viel Spaß damit.

                  Dem „ich weiß, was gut für dich ist“ möchte ich der Vollständigkeit halber auch widersprechen. Hätte ich mir diese Haltung zueigen gemacht, müßte ich tödlich beleidigt sein, wenn jemand meinen Rat nicht annimmt. Ich habe damit aber gar kein Problem. Weder kann ich von mir behaupten, daß ich umfassend genug in allen möglichen Betriebssystemen oder Distributionen stecke, um eine wirklich gute Auswahl treffen zu können. Meine Erfahrung schätze ich als hinreichend ein, um eine Empfehlung zu geben, nicht mehr. Das hat mit der Mission nichts zu tun.

                  Übrigens hast Du die Bedeutung des Missionierens nicht verstanden. Es sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, seinen Glauben zu bekennen und aktiv zu versuchen, andere Menschen zu bekehren. Wenn jemand herumläuft und in irgendeiner Form z.B. das Chrismon als Anhänger oder etwas ähnlichem trägt, dann ist das nicht mehr als ein religiöses Bekenntnis, das den Träger anderen Christen als Glaubensbruder zu erkennen gibt, während heute viele jüngere Leute wahrscheinlich mit dem Symbol gar nichts verbinden. Etwas völlig anderes ist es, wenn er gezielt Leute mit dem Vorhaben anspricht, daß sie sich seinem Glauben zuwenden.

                  Und um Deine Frage zu beantworten: Nein, mir ist nicht wirklich klar, was genau Dein Problem ist. Wenn die von Dir beschriebenen Leute (unter Außerachtlassung meiner Beispiele aus der letzten Antwort) Deiner Meinung nach mit MS oder Apple gut bedient sind - warum sind sie es bei Linux nicht?

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Von Anonymous am Do, 8. Februar 2018 um 16:14 #

Die beste Option für Alle wäre, wenn das "Linux Mint" Projekt die völlig kaputte Distribution einstellen würde und sich endlich ausschließlich auf die Desktop Environments Mate und Cinnamon konzentierten!
Für die Distribution bleibt so wenig Zeit übrig, dass selbst schwere Kernelbugs erst mit dem nächsten Major Release geschlossen werden.
Deswegen hat das Linux Mint Projekt auch keine Patches für Meltdown und Spectre ausgerollt und war damit eine der wenigen »bekannteren« Distributionen die keine Patches zur Verfügung stellten.
Ein solch laxes Sicherheitsverständnis, findet auch Thorsten Leemhuis von c't bzw. Heise Open äußerst fragwürdig.

Deswegen die Forderung, stellt die Distribution ein und widmet euch endlich ausschließlich den DEs!
Das nutzt nicht nur eurem Ego, sondern der gesamten Linux Community!
Ganz nebenbei räumt ihr mit einem Schlag sehr viel Gefrickel weg und schafft damit viel mehr Sicherheit in der Linux Community!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 08. Feb 2018 um 16:15.
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    Von Nur ein Leser am Do, 8. Februar 2018 um 16:34 #

    Für die Distribution bleibt so wenig Zeit übrig, dass selbst schwere Kernelbugs erst mit dem nächsten Major Release geschlossen werden.
    Deswegen hat das Linux Mint Projekt auch keine Patches für Meltdown und Spectre ausgerollt und war damit eine der wenigen »bekannteren« Distributionen die keine Patches zur Verfügung stellten.
    Diese Sonderbehandlung von Kernel-Updates bei Mint hat mich (als Admin des Rechners meiner Eltern) auch immer genervt.
    Da habe ich ein Skript "apt-get update && apt-get upgrade" als cronjob laufen, aber dann werden trotzdem wichtige Sicherheitsupdates am Kernel nicht eingespielt - auch nicht, wenn man explizit Stufe 4 und 5 im Mint-Updater auswählt/freigibt.
    Das musste ich dann immer händisch nachziehen.

    Als in der letzten Version dann auch noch aus irgend einem Grund, den ich nie rausgefunden habe, auch das Update-Skript nicht mehr zuverlässig lief, hatte ich die Nase voll.

    Umgestellt auf openSUSE Leap mit Plasma 5 (vorher Mint mit Cinnamon), Eltern kommen auch damit gut zurecht, "unattended-updates" als cronjob, funktioniert und installiert (natürlich!) auch wichtige Kernel-Updates.
    Ich bin zufrieden und trauere Mint nicht nach.
    War für den Einstieg in Linux nett, hat aber zu viele Baustellen und systematische Schwächen.

    • 0
      Von -.,-.,-.,-.,-.,-.,-., am Do, 8. Februar 2018 um 23:54 #

      Der Unterschied zwischen Opensuse und Mint u.a. folgender:

      a) Opensuse ist dank des Suse-Sicherheitsteams eine sehr sichere Distribution (Sicherheit geht notfalls auch vor Features) und b) niemand bei Opensuse fürchtet sich davor, Kernel-Updates zu erstellen und diese dann direkt einzuspielen, da man imstande ist, vielleicht vereinzelt auftretende Bugs zu beseitigen.

      c) Zudem wird Mint im Gegensatz zu Opensuse, Debian oder Ubuntu nicht komplett aus dem Sourcecode von Grund auf neu kompiliert. D.h., hier stehen binäre, eigene Mint-Pakete mit binären Debian- und Ubuntu-Paketen unterschiedlicher Herkunft (Testing, Sid) direkt nebeneinander. Dadurch werden die Auswirkungen von Kernel-Updates tatsächlich unvorhersehbar. Ergo wurden Kernel-Updates quasi geblacklistet.

      Das Ganze nennt man daher "Franken-Debian", quasi ein binärer Mix aus Debian Testing-, Debian Sid-, eigenen Linux Mint- und Ubuntu-Paketen. Und das alles ohne Rekompilierung, einfach nebeneinander installiert. Diesen Binärhaufen bringt dann Mint zur Veröffentlichung in eine releasebare Form, allerdings mit dem Risiko, dass dieser bei einem Update z.B. des Kernels oder der Core-Libs regelrecht auseinanderfallen kann.

      Siehe
      https://wiki.debian.org/DontBreakDebian#Don.27t_make_a_FrankenDebian

      Im Prinzip würde man von Mint erwarten, dass Sie grundsätzlich sämtliche Ubuntu-Updates einspielen. Genau das passiert standardmäßig nicht, weshalb die meisten Mint-Nutzer mit in Opensuse, Debian oder Ubuntu bereits geschlossenen Sicherheitslücken im Internet unterwegs sind.

      Da Mint ein typische Newbie-Distribution ist, kann man auch nicht erwarten, dass sich die meisten Mint-Nutzer selbst helfen können.

      Wer wissen möchte, wie man auf einer bestimmten Debian-Distribution Debian-Pakete z.B. aus Sid update-kompatibel installiert, kann z.B. hier mit dem Nachlesen beginnen (es handelt sich um eine bekannte deutschsprachige Debian-Quelle, deshalb der Link):

      https://gambaru.de/blog/2011/06/11/
      wie-man-debian-pakete-aus-den-quellen-baut/

      • 0
        Von Nur ein Leser am Fr, 9. Februar 2018 um 09:13 #

        Danke für die ausführliche Erläuterung.
        Das Mint ein gewisses Stückwerk ist, war mir schon klar, das es möglicherweise so fragil ist, das ein Kernelupdate für Ärger sorgt, nicht. De facto habe ich mit den (manuell nachgezogenen) Kernel-Updates in Mint auch nie Probleme gehabt.

        Aber nun gut, für mich ist das Kapitel Mint beendet und Ubuntu brauche ich auch nicht unbedingt.
        Daher aktuell openSUSE Leap für die Desktops und Debian (raspbian, armbian) für die "Server".

        Schade nur, das Mint durch seine Popularität aufgrund der Oberfläche bei gleichzeitig fragwürdigem Unterbau sehr viele User Sicherheitslücken aussetzt.

    0
    Von ano am Fr, 9. Februar 2018 um 14:17 #

    Mir war nicht bewusst, dass in Mint tatsächlich Ubuntu- und Debianpakete aus stable & testing parallel installiert sind. Ist das wirklich so? Dann ist es erstaunlich, dass das System trotzdem halbwegs brauchbar läuft.

    Mal was positives: die grafische Treiberverwaltung finde ich tatsächlich ganz nett und praktisch.

    Grundsätzlich kann ich immer nicht nachvollziehen, warum man für produktive Systeme auf eher exotische Systeme wie Antergos, Mint, Ubuntu, ... setzt. Ein solides Debian (stable oder testing) scheint mir da einfach sinnvoller zu sein.

    Suse-Linux lief bei mir noch nie gut, Redhat mögen meine Computer nicht, ich weiß nicht warum. Ich habe einige Bekannte, die auf rpm-basierte Systeme schwören. Meine PC's stehen auf deb. ;-)

    ano

    • 0
      Von Condor am Sa, 10. Februar 2018 um 13:08 #

      Also ich nutze ja primär CentOS und ich bin mir sehr sicher, dass wenn ein Debian auf den Rechner läuft auch CentOS, Fedora etc. läuft. Ich schwöre auch auf RPM, nutze hier für den Paketbau für sehr kleine Sachen auf rpmbuild und sonst auf mock. Repos mit createrepo zusammengesetzt und ab geht die Luci. Was klappt denn bei dir denn nicht, eventuell kann dir geholfen werden und so hast du auch die Möglichkeit ins RPM- Lager zu schauen.

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