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Mo, 19. Februar 2018, 11:00

Software::Entwicklung

Go 1.10 erschienen

Google hat die Systemprogrammiersprache Go in Version 1.10 freigegeben. Wie immer seit der Freigabe von Go 1.0 wurden zahlreiche Dinge optimiert und erweitert.

Mirko Lindner

Go 1.10 bringt ein halbes Jahr nach Go 1.9 wiederum viele Änderungen, die allerdings allesamt kompatibel mit früheren Versionen sind. Die wohl größte Änderung ist, dass das Programm »go« automatisch die letzten generierten Module in einem Cache hält und sie nicht neu erstellt, wenn sich am Quellcode nichts geändert hat. Ebenso wird der Status von erfolgreichen Tests festgehalten, so dass diese Tests bei einem erneuten Testlauf nicht noch einmal ausgeführt werden, wenn der Code gleich geblieben ist.

An der Sprache hat sich in der neuen Version nichts geändert, auch neue Portierungen kamen nicht hinzu. Version 1.10 soll allerdings die letzte sein, die unter Windows XP oder Vista läuft. Einzelheiten dazu lassen sich den ausführlichen Anmerkungen zur Veröffentlichung entnehmen. Aus diesen geht auch hervor, dass Go 1.10 darüber hinaus viele weitere Erweiterungen, Verbesserungen und Korrekturen bringt.

Go wurde 2007 bei Google von den Unix- und C-Veteranen Rob Pike, Robert Griesemer und Ken Thompson ersonnen, zu denen dann noch Russ Cox und Ian Lance Taylor stießen. Im März 2012 veröffentlichte das Team Version 1.0 von Go. Go ist als moderne Alternative zu C und C++ für die Systemprogrammierung konzipiert. Es ist statisch typisiert, modular und objektorientiert und bietet automatische Speicherverwaltung, Konstrukte zur Parallelausführung von Code und vieles mehr. Skalierbarkeit war von Anfang an ein wichtiges Ziel. Sowohl sehr große Software als auch solche, die auf vielen Rechnern parallel läuft, sollte mit Go zu bewältigen sein.

Seit der Freigabe der Version 1.0 vor über fünf Jahren war die Stabilität der Sprache ein herausragendes Ziel. Vorhandener Code sollte mit jeder neuen Version weiter compilierbar bleiben. Durch Erweiterungen und Optimierungen wurde die Tauglichkeit von Go für produktive Systeme immer weiter gesteigert. Die Entwickler schätzen, dass es inzwischen eine halbe Million Go-Programmierer gibt, die Millionen von Quellcode-Dateien produziert haben. Inzwischen wurde über Go 2 nachgedacht, das vor allem dort Verbesserungen bringen soll, wo Go bisher nicht skalierbar genug war. Bisher wurde allerdings nichts weiteres über Go 2 berichtet.

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