Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 26. Februar 2018, 11:07

Software::Distributionen::Chrome

Linux-Container auf Chromebooks

Code-Einträge zum Quellcode von Chromium lassen vermuten, dasss es bald möglich sein wird, Linux-Distributionen in Containern auf Chromebooks laufen zu lassen.

Google

Moderne Chromebooks können einen Mix aus Chrome-Apps, Progressive-Web-Apps und Android-Apps ausführen. Wer Linux auf Chromebooks laufen lassen möchte, ist bisher auf das Projekt Crouton angewiesen. Damit lassen sich Debian und Ubuntu in einer Chroot ausführen. Dazu muss aber der vom Sicherheitsstandpunkt kritische Developer Mode eingeschaltet werden, der seinerseits die meisten Chrome-OS-Sicherheitsfunktionen außer Kraft setzt.

Kürzlich vorgenommene Code-Commits im Chromium-Repositorium lassen vermuten, dass Google eine eigene Möglichkeit schaffen will, um Linux unter Chrome OS laufen zu lassen. Unter dem Titel »New device policy to allow Linux VMs on Chrome OS« wurde zunächst eine neue Richtlinie angelegt, die den Eintrag »Better Together« in der Settings-App von Chrome OS zur Verfügung stellt. Damit soll der neue Modus ein- und ausgeschaltet werden. Im Code wird zudem Chrome OS 66 genannt, das am 24. April zur Veröffentlichung ansteht.

Außerdem wird Canonicals Distributions-Containerformat LXD erwähnt. Ein weiterer Eintrag lässt den Namen »Crostini« als Projektnamen vermuten. Google äußert sich dazu momentan nicht. Es ergibt aber durchaus Sinn, dass Google diese Funktionalität selbst anbieten möchte, anstatt sie externen Tools zu überlassen. So kann der Developer-Mode und damit eine Schwächung der Sicherheit umgangen werden. Google wird mit dieser Funktion vermutlich vorrangig Entwickler ansprechen, was aber Heimanwender nicht davon abhalten wird, die Funktionalität von Chrome OS zu erweitern. Der Verweis auf Chrome 66 lässt die Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai 2018 als einen geeigneten Zeitpunkt erscheinen, dem Zielpublikum die neue Funktionalität vorzustellen.

Werbung
Pro-Linux
Unterstützer werden
Neue Nachrichten
Werbung