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Mi, 28. Februar 2018, 16:05

Software::Cloud

OpenStack »Queens« freigegeben

Das OpenStack-Projekt hat die neue Version »Queens« der Software zur Verwaltung von Clouds veröffentlicht. Die aktuelle Version erweitert die Unterstützung für GPUs und Container, um den erweiterten Arbeitslastanforderungen an das System besser nachzukommen zu können.

OpenStack

Die OpenStack-Gemeinschaft hat heute unter dem Namen »Queens« die 17. Version der quelloffenen Infrastruktur-Software für Cloud-Umgebungen veröffentlicht. Nach einem sechsmonatigen Entwicklungszyklus bietet »Queens« diverse Neuerungen, die nicht nur für Unternehmen, sondern auch für andere Organisationen interessant sind. So führt die neue Version unter anderem eine erweitere Ausfallsicherheit ein. Mit Cinder-Multi-Attach können beispielsweise die Nutzer mehreren VMs denselben Cinder-Datenträger zuweisen. Falls ein Knoten ausfällt, kann ein anderer die Aufgabe übernehmen und auf den Datenträger zugreifen. Diese Redundanz bringt eine höhere Verfügbarkeit und war laut Aussage der Gemeinschaft eine der am häufigsten nachgefragten Funktionen.

OpenStack »Queens« bietet zudem Verbesserungen bei neuen Anwendungsfällen wie maschinelles Lernen, NFV, Container-Integration und Edge-Computing. In Nova können beispielsweise Cloud-Betreiber dank vGPU-Unterstützung Varianten (»flavors«) festlegen und so bestimmte Ressourcen und Auflösungen für vGPUs anfordern. Endnutzer können zudem VMs mit vGPUs starten. Neu in der Umgebung ist Cyborg, eine Rahmenarchitektur für die Verwaltung von Ressourcen zur Hard- und Software-Beschleunigung. Cyborg ermöglicht den Bedienern, Beschleuniger aufzulisten, zu identifizieren und zu finden, sie an Instanzen anzuheften bzw. zu lösen, sowie Laufwerke zu installieren und zu deinstallieren. Es kann separat oder auch zusammen mit Nova bzw. Ironic genutzt werden.

Die bei VMs in Nova schon länger verfügbare Reparatur von Instanzen gibt es jetzt auch für Instanzen auf Bare-Metal-Systemen in Ironic. Damit können Bediener Fehler bei falsch konfigurierten Hardware-Knoten beheben oder Probleme wie verlorene SSH-Schlüssel lösen. Kuryr bietet ferner einen CNI-Dämon zur verbesserten Skalierbarkeit von Vorgängen auf Kubernetes. Zur Steigerung der Verfügbarkeit achtet der CNI-Dämon auf Pod-Ereignisse, sodass nicht bei jedem Ereignis auf die Kubernetes-API gewartet werden muss. Pods können auch erstellt werden, wenn der Controller ausfällt. Ebenfalls neu ist Zun. Mit diesem können Nutzer Container starten und betreiben, ohne dabei Server oder Cluster verwalten zu müssen.

Weitere Neuerungen von »Queens« sind diverse Verbesserungen bei der Bedienung und Anzeige. LOCI erstellt beispielsweise »Open Container Initiative«-kompatible Images von OpenStack-Diensten, die dann in großen Implementierungswerkzeugen wie OpenStack-Helm abgelegt oder aber einzeln verwendet werden können. Horizon bietet ein Plugin zur Erstellung von Heat-Orchestrierungsschablonen und OpenStack-Helm bietet eine Auswahl an Helm-Diagrammen und Werkzeugen zum Lebenszyklus-Management von OpenStack.

OpenStack steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Die einzelnen Komponenten können von der Projektseite heruntergeladen werden. Bereits in den kommenden Wochen sollten die ersten auf OpenStack »Queens« basierenden Produkte und Dienstleistungen veröffentlicht werden. Die neuen Einsatzmöglichkeiten von Queens werden zudem beim kommenden OpenStack-Summit vom 21. bis 24. Mai im kanadischen Vancouver vorgeführt.

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