Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 9. April 2018, 13:29

Software::Cloud

CNCF: Cloud-Computing universal und dauerhaft

Chris Aniszczyk hat die Cloud Native Computing Foundation und ihre einzelnen Projekte auf Opensource.com näher vorgestellt.

Cloud Native Computing Foundation

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) wurde Mitte 2015 gegründet, um freie Container-Technologien zusammenzubringen. Eine lange Reihe von Unternehmen, die an Container-Technologien arbeiten, stand hinter der Gründung der Organisation, die als Zusammenarbeitsprojekt der Linux Foundation geführt wird. Die CNCF verzeichnete seit ihrer Gründung ein rasantes Wachstum, das dem weiter wachsenden Interesse an Cloud-Computing zu verdanken ist. Von 22 Mitgliedern beim Start vor zweieinhalb Jahren ist die Organisation auf das Neunfache gewachsen und zählt jetzt über 200 Mitglieder. Das wichtigste Projekt der CNCF ist Kubernetes, für das die CNCF eigens gegründet wurde. Kubernetes stellt, nachdem es kein Google-kontrolliertes Projekt mehr ist, eines der größten Open-Source-Projekte überhaupt dar. Es ist mittlerweile der de-facto-Standard für Container-Orchestrierung, und alle alternativen Lösungen werden zwangsläufig weit zurückbleiben.

Chris Aniszczyk, Chief Operating Officer der Cloud Native Computing Foundation, hat nun in einem Beitrag auf Opensource.com erläutert, was die CNCF ist und worin ihre Bedeutung besteht. Denn Projekte wie Kubernetes sind fast jedem ein Begriff, die Organisation hinter den Projekten dagegen ist weithin unbekannt. Ziel der CNCF ist es, Cloud-Computing universal und dauerhaft zu machen. Zu diesem Zweck bietet sie neben Kubernetes weiteren Projekten, die sich mit der Ausführung von Containern befassen, eine Heimat. Dazu gehören Laufzeitumgebungen wie containerd von Docker und rkt von CoreOS, Projekte, die Infrastruktur bereitstellen, wie Envoy, CoreDNS, gRPC, Fluentd, Linkerd, OpenTracing und Prometheus.

Von all diesen Projekten ist bisher nur Kubernetes ein offiziell freigegebenes Projekt. Alle anderen sind noch sogenannte Inkubator-Projekte, die an die CNCF übergeben, aber noch nicht in allen Punkten an die Kriterien der CNCF angepasst wurden. Sie befinden sich zudem in unterschiedlichen Reifestadien und werden unterschiedlich intensiv gepflegt. Trotzdem sind einige unter ihnen ausgereift genug für den produktiven Einsatz. So wurde beispielsweise Linkerd, eine Komponente zur Vernetzung von Containern auf Cloud-Servern, ohne die keine Container-Installation auskommt, bereits vor einigen Monaten in Version 1.0 freigegeben.

Zur Orientierung in der Vielzahl der Projekte, von denen einige miteinander konkurrieren, statt sich zu ergänzen, kann die Cloud Native Landscape dienen, die Informationen zu jedem einzelnen Projekt bereithält. Wer sich zur Einführung einer Container-Infrastruktur entschließt, kann sich an der Cloud Native Trail Map orientieren, die zehn Schritte und Auswahlmöglichkeiten auf dem Pfad zum Cloud-System aufzeigt.

Die technische Leitung für das Gesamtprojekt obliegt dem Technical Operating Committee der CNCF. Es besteht aus neun führenden Entwicklern im Cloud-Bereich, die eine Einigung über die technische Ausrichtung der Projekte anstreben und die Aufsicht über die einzelnen Projekte wahrnehmen. Sie werden von der Gemeinschaft gewählt. Die Gemeinschaft der Anwender von CNCF, die überwiegend aus Unternehmen aller Größenklassen besteht, übt starken Einfluss aus und wählt ein Mitglied der Technical Operating Committee direkt. Ebenfalls wichtig sind dem Projekt Diversität und Inklusion. Dazu werden Mitgliedern der Gemeinschaft, die es sich sonst nicht leisten könnten, Anreise und Teilnahme an Konferenzen bezahlt. Zu diesen Konferenzen gehören KubeCon und CloudNativeCon, die anfangs in Nordamerika stattfanden, mittlerweile auch in Europa und Asien. Die nächste Konferenz ist KubeCon und CloudNativeCon in Kopenhagen vom 2. bis 4. Mai, und am 14. und 15. November werden KubeCon und CloudNativeCon erstmals in Asien, in Shanghai, stattfinden. Daneben werden auch Konferenzen für einzelne Projekte wie die PromCon für Prometheus in München am 9. und 10. August veranstaltet. Außerdem finden im Rahmen der CNF zahlreiche Treffen weltweit statt, für die laut Aniszczyk rund 60.000 Mitglieder angemeldet sind.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Unterstützer werden
Neue Nachrichten
Werbung