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Fr, 4. Mai 2018, 13:27

Software::Distributionen::Fedora

Fedora Atomic Workstation wird zu Team Silverblue

Fedora Atomic Workstation ist eine Distribution, die mit Containern für alle Anwender experimentiert. Dabei wird das Basissystem durch rpm-ostree stets als Ganzes aktualisiert. Unter dem neuen Namen »Team Silverblue« zielt das Projekt auf eine Ablösung der traditionellen Fedora Workstation in einem Jahr.

Fedora

Auf dem Stand des aktuellen Fedora 28 gibt es die Fedora Atomic Workstation etwas versteckt zum Herunterladen. Atomic Workstation ist dabei zu unterscheiden von Atomic Host, das bereits länger existiert und eine Basis für Container bildet - und zwar ausschließlich. Damit ist sie auch nur als Server gedacht. Das Konzept auf Workstations auszudehnen ist zwar naheliegend, aber auch nicht auf die Schnelle durchführbar, da nur wenige Desktop-Anwendungen als Container vorliegen. Das ändert sich nun allerdings mit Flatpak.

Diese Änderung voraussehend hat ein Team, überwiegend Leute aus dem Atomic-Team, seit einiger Zeit an der Fedora Atomic Workstation gearbeitet. Wie die Wiki-Seite angibt, soll die Distribution für alle Entwickler geeignet sein und alles abdecken, wofür Fedora Workstation benutzt wird. Das sind letztlich nicht nur Entwickler, sondern auch alle anderen Nutzer, von Administratoren über Nutzer von Produktivitätsanwendungen bis zu Spielern.

Die Vorteile von Fedora Atomic Workstation liegen darin, dass es eine unveränderliche, stabile Basis hat, die durch rpm-ostree erstellt und aktualisiert wird. Systemaktualisierungen erfolgen atomar, also ganz oder gar nicht, und können im Prinzip nie fehlschlagen, da die Benutzer keine unvorhergesehenen Änderungen an der Basis vornehmen können. In dieses System können aber auch traditionelle RPM-Pakete installiert werden, vor allem aber kann es Container ausführen, die als Docker-Images oder Flatpaks vorliegen können. Ziel ist es unter anderem, RPM-Pakete automatisch in Flatpaks zu konvertieren, um die Vorteile von Flatpak wie die stärkere gegenseitige Isolierung der Anwendungen zu nutzen.

Wie Matthias Clasen jetzt in einem Whitepaper (PDF) verlauten lässt, heißt das Projekt ab sofort »Team Silverblue«. Der neue Name lässt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zu, passt farblich zu Fedora und die entsprechenden Domains waren noch frei. Der unhandliche volle Name des bisherigen Projekts, »image-mode container-based Fedora Workstation based on rpm-ostree«, kann damit aufgegeben werden.

Team Silverblue soll in einem halben Jahr, wenn möglich mit dem Erscheinen von Fedora 29, in die Fedora-Webseite integriert werden. In einem Jahr, mit Fedora 30, will das Team eine polierte einsatzbereite Desktop-Container-Integration vorweisen können und die empfohlene Variante von Fedora Workstation werden. Ob die traditionelle Fedora Workstation dann noch benötigt wird, ist noch offen. Die Zukunft scheint Team Silverblue zu gehören.

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