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Thema: KWin-Hauptentwickler tritt zurück

98 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Kenner am Di, 5. Juni 2018 um 13:05 #

Des Herrn Flösers Problem (und auch manch anderer KDE-Entwickler) sind eher die Personen (bzw. eine Person), die neuerdings im Namen der VDG auftreten. Vor allem jener selbsternannter Anführer des Usability-Arbeiten fällt vor allem durch seinen Aktionismus, Egozentrismus, Impertinenz zur Durchsetzung seiner eigenen Meinung und einen Mangel an Demut auf. Aber nicht durch tiefgreifendes Wissen über Gestaltung von UIs oder Design.

Leider hat niemand den Arsch, ihn in seine Schranken zu weisen. Stattdessen werden wohl nach und nach alle von ihm und seinesgleichen rausgebulliet. Schafe.

  • 1
    Von Kenner am Di, 5. Juni 2018 um 13:13 #

    Tippfehler: Schafe -> Schade.
    (Andererseits tritt es Schafe auch, wenn hier ein Ego-Wolf nach und nach das Rudel dezimiert, mangels Hirtehunden).

    Und es ist nicht nur Herr Flöser. Der Hauptprogrammierer der Qt-Style-Plugins für das Breeze-Theme-Design, Hugo Pereira Da Costa, hat die Tage auch nach vielen Jahren hingeschmissen:
    "No need for long explanations, I am just not enjoying it any more."
    (https://mail.kde.org/pipermail/plasma-devel/2018-June/086162.html)

    • 1
      Von pointer am Mi, 6. Juni 2018 um 18:03 #

      >(Andererseits tritt es Schafe auch, wenn hier ein Ego-Wolf nach und nach >das Rudel dezimiert, mangels Hirtehunden).

      Falls das so möglich sein sollte, wäre das ein schwerer struktureller Fehler in der Organisation von KDE, der schnellstens behoben werden sollte.

      In der Zwischenzeit könnte das eine oder andere Schaf dem Wolf ja mal auf den Schwanz treten - das wird ihm sicher nicht gefallen. ;)

    2
    Von blubb am Di, 5. Juni 2018 um 14:04 #

    Das Gute bei KDE ist ja eigentlich erst mal, dass man diesen Design- und Usability-Experten nicht folgen muss.
    Ich fand Breeze zum Beispiel einfach nur furchtbar.
    Aber zum Glück kann man mit ein paar wenigen Klicks den alten (oder einen anderen gewünschten) Zustand wieder herstellen.

    Leider scheint sich inzwischen zunehmend der Fall einzuschleichen, dass Änderungen vorgenommen werden, bei denen alternative Lösungen dann zu kurz kommen oder einfach nicht gut funktionieren.

    Als Beispiel sei die Menüleiste angebracht.
    Einer der Trends der letzten Jahre war ja, dass man das Menü in die Titelleiste verfrachtet. KDE ist da natürlich auch auf den Zug aufgesprungen.
    Ich finde das eher nervig und habe es daher ignoriert oder deaktiviert.
    Leider gab es mit einer der letzten Plasma Versionen eine Änderung, die zum Einen schlicht und einfach ohne zu fragen das Menü in die Titelleiste verfrachtet hat und gleichzeitig die Menüleiste automatisch ausblendet, weil wahrscheinlich die Usability-Experten der Meinung waren, dass das doch bitte jeder so nutzen sollte …
    Hat mich schon ein paar Flüche und Minuten gekostet bis ich kapiert habe was passiert ist …
    Noch ein paar Minuten (eher eine halbe Stunde) hat es mich dann gekostet bis ich rausgefunden habe wie ich das wieder rückgängig mache (Tipp: Menü-Button in der Titelleiste entfernen).

    Damit sollte es dann eigentlich gegessen sein. Ist es aber leider nicht.
    Denn manche Anwendungen funktionieren jetzt einfach nicht mehr korrekt. Bei Gwenview scheint eine Menüleiste einfach nicht mehr vorgesehen zu sein, bzw. ich habe keine Möglichkeit gefunden diese wieder einblenden zu lassen.
    Bei anderen Anwendungen muss man sie erst umständlich wieder einblenden lassen (Toolbar bearbeiten -> Menüleiste anzeigen Button hinzufügen -> Button aktivieren -> Button entfernen).

    Ganz ehrlich, wenn das so weiter geht, dann werde ich mich nach ca. 20 Jahren KDE wo anders umsehen, denn es ist manchmal echt zum Kotzen.

    • 1
      Von KDE User am Di, 5. Juni 2018 um 15:27 #

      > Bei Gwenview scheint eine Menüleiste einfach nicht mehr vorgesehen zu sein, bzw. ich habe keine Möglichkeit
      > gefunden diese wieder einblenden zu lassen.

      Doch, über ein Tastaturkürzel lässt sie sich noch einblenden. Ich weiß es jetzt leider nicht auswendig, schau mal in die Konfiguration.
      Mich stört viel mehr, dass man im Vollbild nicht mehr per Mausrad navigieren kann.

      Edit: korrektes Deustch

      Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 05. Jun 2018 um 15:28.
      • 1
        Von blubb am Di, 5. Juni 2018 um 17:18 #

        Doch, über ein Tastaturkürzel lässt sie sich noch einblenden. Ich weiß es jetzt leider nicht auswendig, schau mal in die Konfiguration.
        Mich stört viel mehr, dass man im Vollbild nicht mehr per Mausrad navigieren kann.
        Hatte ich auch schon überlegt, aber Ctrl+M hat nicht funktioniert, zumindest nicht bei allen Anwendungen, bzw. ich habe manchmal einfach keinen Shortcut dafür gefunden (auch keinen der nicht belegt war).
        Ob bei Gwenview weiß ich jetzt nicht auswendig.

        In jedem Fall ist es meiner Meinung nach eine Unart den Desktop so zu verkrüppeln.

      1
      Von Auch ein KDE-User am Di, 5. Juni 2018 um 20:08 #

      Leider gab es mit einer der letzten Plasma Versionen eine Änderung, die zum Einen schlicht und einfach ohne zu fragen das Menü in die Titelleiste verfrachtet hat und gleichzeitig die Menüleiste automatisch ausblendet, weil wahrscheinlich die Usability-Experten der Meinung waren, dass das doch bitte jeder so nutzen sollte …
      Von welcher Plasma-Version reden wir?
      Bzw. ist das vielleicht ein distributionsspezifische Anpassung?

      Ich habe hier openSUSE Leap 15 laufen mit Plasma 5.12.5 und Frameworks 5.45.0

      In keinem KDE-Programm habe ich die Menüs in der Titelleiste, das sind überall ganz klassisch getrennte Bereiche. Auch die hier im Thread genannten Gwenview (17.12.3) und KMahjongg (0.9).

      • 0
        Von schmidicom am Do, 7. Juni 2018 um 09:58 #

        Früher reichte es nicht aus einfach das Menuleistenplasmoid irgendwo zu platzieren um auf globale Menüs umzuschalten, man müsste es erst in den Systemeinstellungen zusätzlich aktivieren. In irgendeiner Version würde es dann so geändert das der zweite Schritt weg fällt, was eigentlich auch gar nicht schlecht ist, aber ich könnte mir denken das der dafür nötige Automatismus in einigen wenigen Situationen nicht wie gewünscht reagiert.

        Wäre dann ein Fall für einen Bug-Report...

      1
      Von Anonymous am Di, 5. Juni 2018 um 23:48 #

      Komisch, und wieso habe ich dann bei Gvenview eine Menüleiste? Und davon, dass die Menüs irgend wo hin verfrachtet und ausgeblendet werden, habe ich bei mir (Gentoo) auch noch nichts gemerkt. Kann es sein, dass deine Distribution da etwas verbastelt?

      • 1
        Von Auch ein KDE-User am Mi, 6. Juni 2018 um 08:44 #

        Kann es sein, dass deine Distribution da etwas verbastelt?
        Ist auch meine Vermutung.
        Ich tippe auf (K)Ubuntu, die stehen doch seit Unity auf diese globalen Menüs in der Fensterleiste.

        1
        Von blubb am Mi, 6. Juni 2018 um 17:55 #

        Exherbo.

        Kann es sein, dass deine Distribution da etwas verbastelt?
        Nein, leider nicht. Da werden keine Patches o.ä. angebracht. Das hat Plasma schon irgendwie selbst verwurschtelt.

        Mag ja sein, dass das nur bei mir passiert ist (wäre aber komisch, aber gut, man weiß ja nie), aber selbst wenn, dann sollte der Weg zurück zum "normalen" Menü doch den ursprünglichen Zustand wiederherstellen, was aber definitiv nicht der Fall war.

    1
    Von Kenner am Di, 5. Juni 2018 um 15:31 #

    Mehr Hintergrund-Infos in einem Blogeintrag eines ehemaligen Mitglieds der VDG: http://www.alexl.netsons.org/713/

    Da werden höflicherweise keine Namen genannt der neuen Im-Namen-der-VDG-Aktionisten. Aber man kann lernen, was schiefgehen kann, wenn ein entstandenes Vakuum in einem Zirkel qualifizierter Personen (und das waren die ursprünglichen VDG-Mitglieder durchaus) durch selbstüberzeugte Eiferer und Aktionisten ausgefüllt werden. Bei denen vielleicht alles gut gemeinst ist, aber meist schlecht gemacht.

    Aber der Vorteil von OpenSource ist: fahren die neuen Aktivisten das Projekt gegen die Wand, kann man bei Interesse und Bedarf sich vom bestletzten Stand was eigenes forken.

    Mal schauen, ob es je KMate geben wird ;)

    1
    Von PeterLustig am Do, 7. Juni 2018 um 08:12 #

    [quote] Jener selbsternannte Anführer fällt vor allem durch seinen Aktionismus, Egozentrismus, Impertinenz zur Durchsetzung seiner eigenen Meinung und einen Mangel an Demut auf. [/quote]

    Das klingt nach einer perfekten Beschreibung von Richard Stallman.

    Ein erneuter Beweis, dass die selbsternannte Linux-Elite aus geisteskranken Narzissten besteht.

1
Von Holla die Waldfee am Di, 5. Juni 2018 um 13:21 #

Hoffentlich lässt sich die Lücke, die er hinterlässt, ohne Qualitätsverlust schließen. KDE/Plasma5-oder-wie-auch-immer ist gerade wieder benutzbar geworden.

  • 1
    Von anyoneirgendwer am Di, 5. Juni 2018 um 16:32 #

    Gerade erst benutzbar geworden...

    Eigentlich ist es schon lange gut benutzbar. Gefühlt kann ich seit ca 3 Jahren keine gröberen Problem mehr feststellen.

    • 1
      Von Holla die Waldfee am Mi, 6. Juni 2018 um 00:10 #

      Jeder hat da wohl seine eigene Schmerzgrenze, was die Nutzbarkeit u. Stabilität betrifft - da gebe ich Dir recht.

      1
      Von Falk am Mi, 6. Juni 2018 um 00:28 #

      Bei mir geht kwin derzeit 1x pro Tag weg. Dann sind alle meine Fenster ohne Rand. Ich starte dann den Rechner neu. Geht ja inzwischen schnell.

      Die Zwischenablage verweigert manchmal die Arbeit. Ob man dann selektieren kann bzw. gar es wieder einfügen kann, ist dann reine Glückssache. Keine Ahnung, ob es inzwischen gewollt ist, dass selektieren und mittlere Maustaste inzwischen meist nicht mehr zur Zwischenablage gehören. Ob das die Usability verbessert? Manchmal gehts aber auch.

      Aktuell muss ich mal schauen, warum ich mit kmail keine Mails mehr verschicken kann. Die Werte, die er automatisch erkennt, stimmen nicht. Der smtp-Server-Port liegt nicht auf Port 25 und natürlich gehts auch nicht mehr. Ich bin grad am suchen, wo die Logs bzw. die Fehlermeldungen gespeichert werden. Mal sehen was man machen kann ...

      0
      Von schmidicom am Mi, 6. Juni 2018 um 17:09 #

      KWin ist mir auch schon lange nicht mehr abgeschmiert aber dafür die Plasma Shell schon öfters.

      Die Plasma Shell ist einfach nicht in der Lage sich selbst vor fehlerhaft arbeitenden Plasmoids zu schützen und wenn ein solches abschmiert reißt dies gleich die ganze Shell mit sich in den Abgrund...

3
Von Potz Blitz am Di, 5. Juni 2018 um 13:23 #

Sein Name war doch sehr stark mit der Weiterentwicklung des Wayland-Supports bei KWin verbunden. Von daher finde ich Martins Rücktritt sehr sehr bedauerlich. Zu den Hintergründen kann ich auch nichts sagen, hoffe aber inständig dass der Wayland-Support in KWin und dem KDE-Projekt weiter hohe Priorität genießen möge.

  • 2
    Von Thomas Schütz am Di, 5. Juni 2018 um 13:32 #

    Ich benutze KDE auch schon seit einiger Zeit nicht mehr, wobei die Gründe eher in den Anwendungen und unnötigen Features zu sehen sind. KWin ist mir immer sehr positiv aufgefallen, ein extrem leistungsfähiger und stabiler Windowmanager. Und Martin war da immer sehr engagiert und dürfte für das meiste dafür verantwortlich sein. Daher ist es echt schade für das Projekt, dass er aufhört, aber ich kann ihn verstehen. Wenn man keinen Spaß mehr an einem Projekt hat, sollte man lieber gehen.

    Martin, ich hoffe, du findest ein anderes, interessantes Projekt für dich! Vielleicht hast du ja Lust, einen Openbox-Klon für Wayland zu schreiben, ich glaube, in der Ecke gibt es noch nicht viel und du dürftest jede Menge Wissen und Erfahrung dafür mitbringen! :-)

    • 2
      Von unsichtbar am Di, 5. Juni 2018 um 13:42 #

      Er hat es wohl richtig gemacht. Ich war auch mal in einem "desorganisiertem" Unternehmen und dort war featuritis auch viel lieber gesehen, als Stabilität und gute Weiterentwicklung. Es ging sogar so weit, das Expertenmeinung einfach ignoriert wurde und das hatte auch Konsequenzen die fast in den Ruin des Unternehmens mündete. In solchen Fällen, nimm die Beine in die Hand und renn :shock:

      2
      Von unsichtbar am Di, 5. Juni 2018 um 13:42 #

      Er hat es wohl richtig gemacht. Ich war auch mal in einem "desorganisiertem" Unternehmen und dort war featuritis auch viel lieber gesehen, als Stabilität und gute Weiterentwicklung. Es ging sogar so weit, das Expertenmeinung einfach ignoriert wurde und das hatte auch Konsequenzen die fast in den Ruin des Unternehmens mündete. In solchen Fällen, nimm die Beine in die Hand und renn :shock:

      • 1
        Von #! am Di, 5. Juni 2018 um 15:46 #

        Gerade hier wird doch sonst die KDE-"Featuritis" ggüber. z.B. GNOME sonst so gerne gelobt.

        • 1
          Von unsichtbar am Di, 5. Juni 2018 um 19:18 #

          Wenn es im Rahmen ist, ist das okay. Wenn aber Features um jeden Preis rein gepresst sein müssen, ist das schlecht. Ich denke das Problem von Martin war nicht, das er keine neuen Features wollte. Sondern es sollten zuerst die Rahmenbedingungen für die Features stimmen, und dann kann die implementierung stattfinden. Zumindest verstehe ich es so.

          Bei meiner Software mache ich das genauso. Neue Features, ja. Aber erst wenn ich mir sicher bin, das der Unterbau stimmt. Wenn er nicht stimmt, mache ich den Unterbau passend (zb. durch Refactoring) und implementiere die dann neuen Features. Das erscheint zuerst langsam und mühselig zu sein, weil "nichts vorwärts geht". Richtig Speed bekommt man aber zur Zeit der Implementierung und letztendlich eine sauberere Software, die man auch besser pflegen kann.

          Diese Zeit sollte man den Entwicklern lassen. Ansonsten bekommen die die ganze Kritik ab, wofür sie nichts können. Und die eigentlich Verantwortlichen dürfen sich im Ruhm "sonnen".

3
Von KDE Fan am Di, 5. Juni 2018 um 13:44 #

Schade, dass Du gehst, Martin. Du hast so viel für den KDE Desktop getan. Dein Wissen und Expertise werden dem Projekt fehlen. Vielen Dank für Deine Arbeit. Vielleicht kommst Du eines Tages wieder ganz zurück und arbeitest doch wieder an KWin weiter.

2
Von kde_user am Di, 5. Juni 2018 um 13:54 #

das klingt nach einem Problem das bekannt ist.
Developer sollen die Ideen von Designers implementieren ohne an die technischen Konsequenzen zu denken.

1
Von kde_user am Di, 5. Juni 2018 um 13:54 #

das klingt nach einem Problem das bekannt ist.
Developer sollen die Ideen von Designers implementieren ohne an die technischen Konsequenzen zu denken.

  • 2
    Von eslebedasinternet am Di, 5. Juni 2018 um 14:32 #

    Die Münze hat 2 Seiten ;) - um die Mitte der beiden muss halt schon eine produktive Diskussion stattfinden können.
    Entwickler alleine haben meist nicht wirklich für Anwender ideales im Kopf, da sie oft die Programme die sie erstellen nie im Praxiseinsatz nutzen. Mag nicht auf alle zutreffen - aber besonders in Bereichen in denen Fachwissen benötigt wird, fehlt dies den Programmieren. Daher: der Austausch ist elementar.

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Von Anonymous am Di, 5. Juni 2018 um 14:09 #

Der Martin hat hier ja auch immer mitgelesen und ich hatte das Gefühl, dass da auch mal Wünsche und Probleme umgesetzt wurden, die man hier geäußert hat. Wie das da intern abgegangen ist, dass kann ich als Außenstehender nicht beurteilen.

Aber Bugreports mit dem Kommentar "Wird nicht bearbeiten" zu schließen und sich dann auch noch darüber aufzuregen, dass sie dann wieder geöffnet werden, das ist aber auch unterste Schublade. Und sich dann auch noch darüber aufzuregen, dass das umgesetzt wird, wo die Anwender am lautesten schreien. Ja, bei Gnome ignoriert man die Wünsche der Anwender zu genau 100%. Deshalb ist hier ja auch immer Totenstille, wenn es einen Bericht zu Gnome gibt wohingegen bei Plasma doch immer was los ist.

Wie gesagt, ich kann das wirklich nicht beurteilen, was da genau vorgefallen ist. Aber für mich klingt das irgendwie nach: Alles Idioten, außer ich. Aber die Behandlung von Bugs bei KDE war schon immer unterirdisch. Fast jeder, der mal einen gemeldet hat, hat gesagt, nie wieder. Die Vorschau von pdf-Dateien auf dem Desktop hat Versionsübergreifeid bestimmt 5 Jahre lang nicht funktioniert. hat niemanden interessiert. Trotz Bugreport von mir.

Das größte Problem von Open-Source ist die Tatsache, dass viele da nur ihr eigenes Ego sehen. Und das wichtiger ist als Ergebnisse. Daran sind schon einige gute Projekte gescheitert. Danke Martin für die Arbeit, die du geleistet hast. Ob es einen würdigen Nachfolger geben wird, das sei dahingestellt. Aber nachdem, was ich aus diesem Artikel so mitbekommen habe, dam uss ich auch sagen, eventuell ist es besser so.

  • 2
    Von Kenner am Di, 5. Juni 2018 um 14:30 #

    Bugreports mit dem Kommentar "Wird nicht bearbeiten"

    Das hier ist ein semantischer Opfer von English->Deutsch bzw. Schäche des KDE Issue-Trackers.

    So werden normalerweise Featurewünsche geschlossen, die gegen die grundlegende UI-Gestalrung gehen. Denn leider werden Featurewünsche in dem Issue-tracker "bugzilla" automatisch als "Bugs" bezeichnet.
    Und für "wird nicht implementiert" ist der Tag "WONTFIX", was dann mißverständlich zu »wird nicht behoben« bzw. "wird nicht bearbeitet" wird, aber eigentlich heißt: "Wird nicht implementiert"

    Wenn also jemand anfragt durch einen "Bugreport": "Mausscrollrad auf Titelbar soll Fenster in 5 ° Schritten drehen", dann wird der mit "WONTFIX" geschlossen, da solch ein Feature nicht implementier bar ist (jedenfalls derzeit).

    • 2
      Von Anonymous am Di, 5. Juni 2018 um 14:45 #

      ich sagte ja, meine Informationen bezüglich dieses Themas beziehen sich nur auf diesen Artikel. Aber ein Wunsch (so wie du das jetzt schilderst) ist doch etwas anderes als ein Bug. Das geht dann aber böse durcheinander.

      0
      Von schmidicom am Mi, 6. Juni 2018 um 11:58 #

      "Feature-Requests" und "Bugs" sauber auseinander zu halten gelingt kaum einem Projekt, unabhängig von der Übersetzung.

2
Von Brutzel am Di, 5. Juni 2018 um 14:30 #

Ich bin nicht sicher ob die beteiligten Akteuere auch daran beteiligt sind, aber die neuste Sau, die durchs Dorf getrieben wird, ist dass Anwendungen nicht mehr als root gestartet werden können (Dolphin, Krusader etc). Wenn man schon die User einschränken und bevormunden möchte, warum nicht als Option für erfahrene Nutzer aktivierbar? Das hat KDE groß gemacht, die Vielfalt der Einstellmöglichkeiten.

Stattdessen sollte man mal lieber gwenview bedienbar machen, Dikikam mit nem Dateipfad ausstatten und dazu shoprtcuts für Vollbild etc.

  • 2
    Von Tamaskan am Di, 5. Juni 2018 um 15:47 #

    Das dürfte eher an Wayland liegen - unter GNOME ist es genauso, dass davon abgerückt wird grafische Anwendungen als root zu starten, weil Wayland das aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Stattdessen können Anwendungen per PolicyKit ihre Privilegien anfordern.

    Nautilus und gedit kennen z.B die admin:/// URL, dann kannst du Dateien als root bearbeiten oder löschen, ohne die Programme direkt als root zu starten. Das hat auch den Vorteil, dass die Programme dein Benutzerprofil nutzen und nicht das von root.

    2
    Von Anonymous am Di, 5. Juni 2018 um 16:47 #

    Stimmt, das ist mir auch schon übel aufgefallen. Kommt dann so ein Hinweis, das würde mit sudo oder sudoedit gehen. Aber nicht mit einem grafischen Editor. Und wie soll ich mit nano aus einem Text mal so eben 200 Zeilen Text markieren und kopieren? Dafür habe ich mir jetzt mousepad installiert. Also wenn das nicht mehr gehen sollte, dann tut es mir leid, dann kann man mit dem Klump nicht mehr arbeiten. Und das hat nichts mit wayland zu tun, isdt unter X auch so.

    • 3
      Von da-real-lala am Di, 5. Juni 2018 um 19:44 #

      Der Editor soll aus Sicherheitsgründen nicht als Root laufen. Dass die KDE Entwickler nicht daran gedacht haben, beim speichern die Option einzuführen, dass die Datei mit Root Rechten gespeichert werden darf, ist schade und kurzsichtig. Führt dann leider dazu, dass sich Nutzer eben leider mit anderen Editoren behelfen, die eben wie früher völlig unter Root laufen. Somit gibt es letzendlich keinen Sicherheitsgewinn.

      • 1
        Von ------------------------------ am Do, 7. Juni 2018 um 00:39 #

        Da hat das einer früher aber völlig falsch gemacht :-P

        man sudoedit

        • 1
          Von Falk am Do, 7. Juni 2018 um 01:59 #

          Das hier?

          Das mag alles auf einem Produktivsystem seine Richtigkeit haben.

          Aber doch nicht auf einem System, auf dem man hackt und etwas ausprobiert. Zum Verstehen gehört Ausprobieren. Und in unbekannten Bereichen ist eine Gui teilweise der Kommandozeile überlegen (natürlich nicht bei allem - siehe find, grep, for, ...). Klar geht vieles auch mit den Rechten des Benutzers - z.B. meine Java-Dinge laufen bei mir alle mit meiner Benutzerkennung und ich kann ziemlich viel austauschen. Natürlich auch die Java-Version selbst.

          Aber bei allen Programmen mache ich das nicht. Wenn ich dort was verändern möchte, dann bin ich da auch mal als root unterwegs. Zumindest zwischenzeitlich, bis ich zufrieden bin oder aufgegeben habe. Auf einem Server würde ich so was natürlich nie machen.

          • 1
            Von blackcrack am Do, 7. Juni 2018 um 07:12 #

            jepp, als ich dann irgend wann mal kwrite benutzen wollte über ssh und musste feststellen daß ich das als root nicht mehr durfte war ich geplättet und seehr überascht daß die so derbe langsam abgehen..Die wollen sich immer mehr hochschwingen in den Professionellen Bereich und alles mehr und mehr sicher machen, doch das geht dann eben mal auf einem Linuxsystem nach hinten los und wird immer mehr unbenutzbar auf kosten dem ausprobieren, lernen und sich hineinarbeiten.. und überhaupt begreifen was ein Linuxsystem ist.. mich würds dann auf kurz oder lang auch nicht wundern, wenn KDE irgendwann aussieht wie das jetzige Win10 ..

            und mal nebenher, Microsoft kauft ja jetzt auch Github auf : microsoft-to-acquire-github-for-7-5-billion

            wenn das kein Zufall iss.. das sich alles in die Richtung verändert, da die ja bei Microsoft auch arbeiten jeden Tag ...

            Ich denk an die Heere von Telefon und sonstige Aktivisten von "Jehovas zeugen" und wie die arbeiten .. Die bei Microsoft arbeiten auch.. einfach mal darauf hin zu weisen..

            also wieder zurück zu der Benutzbarkeit .. wenn ich KDE 3.4 anschaue und auch kde4.5 aber so derbe wie sich kde als 5nfer Version verändert.. und das dann bei jedem Versionssprung ist das immer verzerrter und unbenutzbarer zu den vorigen Versionen.. wenn ich das mal mit Geschmack ausdrücken kann, wird die Oberfläche immer ekelhafter wie essig, nur eben keinen italienischen sondern Eckig und dreckig und mülliger ... und den Benutzer immer mehr zu zwingen das zu machen was KDE , ne es heist ja jetzt Plasma will und nicht der User oder Ausprobierer und erlernen...

            ich wünsch mir eine Oberflächenlandschaft zurück bei dem viele verschiedene Oberflächen in einem Orderingsystem an zu wählen sind, der User seine freie Entfaltungsmöglichkeiten hat und alle Programmierersprachen gleich behandelt werden und nicht weil QT, also C++ so einfach ist und man dann damit nur noch QT benutzt und alles hin zum Plasma rennt weil eben das es ist das alle annehmen, daß es die Lösung ist, weil sie selber denkfaul sind und keine ideen mehr haben und einfach nur noch ihre sicherheiten haben wollen.. und eben de KDE-Plasma-Desktop nur noch zu müllen mit regeln und Sicherheiten somit dann eine Unbenuzbarkeit und nicht mehr Lernfähigkeit mit einführen die es dann unmöglich macht mal über den Tellerrand hinaus zu schauen und neues zu testen und zu probieren.. nein, alles wird kantig, eckig und mülliger ..

            und die innovativsten Controllmöglichkeiten die es damals gab werden verteufelt und verschrien biss sie nicht mehr gepflegt werden und dann im Abgrund landen ..

            Aber genau das ist mit Skipe genauso geschehen, es wurde aufgekauft und in den Abgrund leiste still und heimlich verschoben..

            Nur eben an dieser Stelle ein bisschen größer und umfassender.. Schaut euch die system-config-samba von Linux an, das am Fedora25 nicht mehr mitgeliefert wurden ,schaut euch die im grunde genialen Draktools an die damals egal wie sie geschrieben oder mit was programmiert waren, eine innovation waren in dem Einstellen und Controllieren eines Linuxsystems, nur weil sie auf eine andere Programmiersprache basierten.. die draktools aber dann portiert wurden auf perl/c++ aber dann noch schlecht geredet wurden, werden diese dann auch verschwinden und ersetzt mit den manatools somit verschwindet auch wieder was sehr wichtiges an wissen.. Und OpenMandriva wird immer noch weiter zerlegt , nun wird urpmi verschwinden aus OpenMandriva und ersetzt von dem dnf von Fedora mit dem nsa-zeugs im hintergrund .. auch dnfdragora wird kommen und ersetzt damit rpmdrake oder drakrpm

            mit den manatools werden dann auch noch die restlichen sachen zerfetzt daß sie nicht mehr in einer spur sind..

            nur schaut mal genauer hin, wo arbeiten all diese leute.. das wird meistens verschwiegen und hinter der Hand gehalten..

            Linux wird wieder zunehmend beschissener und wird von innen raus kaputt gemacht, dem entgegenzuwirken ist im Grunde die Pflicht von allen, nur machen sie es nicht..

            schönen tag und liebe Grüße

            Blacky

            Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 07. Jun 2018 um 07:28.
            1
            Von ------------------------------ am Do, 7. Juni 2018 um 07:26 #

            Du solltest wirklich die manpage lesen - sudoedit funktioniert mit jedem GUI editor.
            Das entschuldigt übringens alledings nicht etwaige Unfähigkeiten, vim zu beenden ;-)

            Und als root sollte man auf keinen Fall "etwas ausprobieren" - der root unter *nix weiß, was er tut. Oder er baut sehr schnell richtig Mist.

            • 1
              Von blackcrack am Do, 7. Juni 2018 um 07:33 #

              ach, du willst einen anderen bevormunden und auf die Sicherheit hinweisen..genau solche dähmlacken(nicht böse gemeint) die meinen Computerbenutzer die seit mehr als 20 Jahren dabei sind
              sagen zu müssen, daß sie selber intelligent sind... und daß die Alten dann nicht wissen was sie tun weil und warum sie es tun ..

              woooowww.... !

              lieber arbeit ich mit vi oder mcedit als mich mit dem drecks kde rumschlagen zu müssen und zu sehen, daß viele manualpages nicht mal richtig gemaintained werden ..

              oohh kinder..
              pfff...

      1
      Von Badaboom am Mi, 6. Juni 2018 um 14:27 #

      Und wie soll ich mit nano aus einem Text mal so eben 200 Zeilen Text markieren und kopieren?

      Vielleicht mal lernen, wie man das in nano macht? Googlen oder Anleitung lesen ist ja sooooooooooooo schwer!

1
Von #! am Di, 5. Juni 2018 um 15:55 #

War Martin Flöser nicht bei Blue Systems angestellt, um an KWin zu arbeiten?
Hat er also auch diesen Job aufgegeben?

1
Von lemongrass am Di, 5. Juni 2018 um 17:27 #

Ich habe seine Arbeit sehr wertgeschätzt und man muss festhalten, dass Martin teilweise wie z.B.
hier völlig unverhältnismäßig angegangen wird. Er ist zwar in diesem Beispiel auch nicht gerade kommunikationsfreudig, aber da war wohl schon einiges im Argen.

Ich mache mir ernsthaft Sorgen um Plasma. Kwin ist das Herzstück und das muss sauberer gut wartbarer Code sein. Lieber ein paar Features weniger, aber dafür läuft alles sauber was angegeben und versprochen ist.

Ich hatte so sehr gehofft das er wenigstens Maintainer bleibt, bis Wayland Sessions Standard sind. Ich war eigentlich recht guter Dinge, da ja die Zusammenarbeit zwischen KDE und SWAY intensiviert werden sollte und es so 2 sehr fähige Player gegeben hätte die Wayland und Linux allgemein vorantreiben.

Mal schauen wie lange Plasma noch benutzbar bleibt.

Martin, Danke für Deine Arbeit! Bitte gib Kwin nicht auf.

Noch was persönliches: WIndows borders, scheiß drauf, guter Code muss es sein.

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Von ac am Mi, 6. Juni 2018 um 03:09 #

> We are losing the big picture, we are no longer doing product development.

Dafür ist KDE ein viel zu diverser Haufen Leute mit unterschiedlichen Vorstellungen und einem großen Strauß Software. Es sind nicht viele FLOSS-Projekte, bei denen ich so etwas wie Produktentwicklung (im Sinne von zielgerichtetem Management) sehe.

Falls du das liest, Martin: Herzlichen Dank für dein Engagement. KWin ist eines der besten Stücke von KDE.

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    Von blablabla233 am Mi, 6. Juni 2018 um 12:21 #

    Der Grund ist das technische Entwicklung von Entwickler gemacht werden sollte, sobald Designer/UX-"Experten" hinzukommen wird es un-technisch (und was schlimmeres kann einem technischen Projekt gar nicht passieren), weshalb die grössten Diskussionen auch in Projekten wie Gnome und KDE stattfinden....in einem Projekt wie dem Linux-Kernel, Wayland, oder XFS jedoch nicht.

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Von pointer am Mi, 6. Juni 2018 um 13:00 #

Das scheint ja primär ein Organisationsproblem zu sein: Der Maintainer einer wichtigen Komponente müsste doch schlicht ein Veto einlegen können. Was aus seiner Sicht Blödsinn ist, wird dann einfach nicht implementiert. Konfliktlösung/Entscheidung dann ggf. auf höherer Ebene.

Oder läuft das bei KDE so wie in einer Studenten-WG: Ewig lange Debatten und am Ende bringt doch wieder keiner den Müll runter? ;)

mehr VDG
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Von hes am Mi, 6. Juni 2018 um 15:04 #

Hmm, also nicht nur ein Problem bei anderen Entwicklungsabteilungen (z.B. Automotive) mit den "Designern", die es besser wissen (wollen) und denen sich dann alle anderen unterordnen sollen/müssen...

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    Von pointer am Mi, 6. Juni 2018 um 16:29 #

    Unterordnen müssen eigentlich alle nur einem: dem Kunden bzw. user. Denn der bestimmt ja letztlich über Erfolg oder Misserfolg.

    Und supertoller Code mit UI von vorgestern wird beim user genausowenig ankommen wie supertolles UI, das leider alle fünf Minuten abstürzt.

    Die jeweiligen Vertreter müssen zueinander finden. Und wenn die das nicht können oder wollen, muss die Entscheidung eben eine Etage höher getroffen werden - von einem "Steering Committee" oder "Board" oder was auch immer.

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Von Joachim am Mi, 6. Juni 2018 um 15:09 #

Diese beschissenen amerikanischen Standards, dass man niemanden angreifen soll und alles schlucken sind fürchterlich.

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Von schmidicom am Do, 7. Juni 2018 um 10:04 #

Echt schade das er geht aber ich hoffe das er etwas findet was ihm wieder Freude bereitet.

PS: Bei LXQt wären sie sicher um jemanden wie ihn froh, denen fehlt im Moment wohl sowieso jemand der sich mit VM's und Wayland auskennt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 07. Jun 2018 um 10:56.
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Von Snooopy am Do, 7. Juni 2018 um 11:20 #

Trotz möglicher Anknüpfungspunkte für Diskussionen stehe Flösers Beschluss fest, als KWin-Betreuer aufzuhören. Der Entwickler glaubt, KWin sei in einem guten Zustand und es gebe inzwischen genügend Entwickler, die an der Software weiterarbeiten können. Zudem wolle er sich nicht ganz aus der Entwicklung verabschieden. Er werde weiterhin Patches liefern, Ratschläge geben und für Reviews zur Verfügung stehen, aber wohl einige Mailinglisten mit hohem Nachrichtendurchsatz verlassen und nicht mehr als Maintainer auftreten.

Quelle
https://www.golem.de/news/kde-kwin-
maintainer-martin-floeser-tritt-zurueck-1806-134802.html

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