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Do, 18. Januar 2001, 15:36

Unternehmen

Ximian sichert sich 30 Millionen, andere Linux-Firmen haben Probleme

Ximian Inc, die frühere Helix GNOME, hat zwei Kapitalgeber gefunden, während andere Firmen mangels Kapital umdenken müssen.

Die Kapitalgeber-Firmen Charles River Ventures und Battery Ventures unterstützen Ximian mit 15 Mio USD, also über 30 Mio DM. Mit dem Geld soll natürlich Ximian GNOME weiterentwickelt und promotet werden. Die Kapitalgeber glauben, daß Ximian eine bedeutende Rolle in dem explodierenden Markt für Open Source Desktops spielen wird.

Diese Investition ist ein Glückfall in einer Zeit zurückgehenden Wirtschaftswachstums, unter dem Technologie-Firmen nach dem Debakel der "Dotcoms" besonders zu leiden haben, weil die Kapitalgeber ausbleiben. Dies bekommt gerade VA Linux (wir berichteten) zu spüren. Die Firma hat ferner ein juristisches Problem am Hals. Mehrere Anwälte haben Sammelklagen gegen die Firma eingereicht, darunter Milberg Weiss und drei weitere. Die im Namen der Aktionäre erhobene Klage richtet sich, soweit man die mit Fachausdrücken gespickten Ankündigungen entziffern kann, gegen Unregelmäßigkeiten bei der Aktienausgabe. Ob diese VA Linux selbst anzulasten sind, ist noch offen. Für die Aktienausgabe war die Bank Credit Suisse zuständig.

Entlassungen werden von Atipa gemeldet. Der Anbieter von vorinstallierten Linux-Systemen hat 30 Mio USD verbraten, u.a. durch Kauf zweier kleinerer Firmen, und ist von 60 Mitarbeitern am Standort Kansas City auf jetzt 15 Mitarbeiter geschrumpft. Dadurch, daß jetzt Rechner mit vorinstalliertem Linux überall erhältlich sind, wurde der Firma die Geschäftsgrundlage weitgehend entzogen. Die Firma will als Open-Source-Firma weitermachen.

Ganz ähnlich ergeht es Tuxtops, einem Anbieter von Laptops mit vorinstalliertem Linux. Die Firma stellt ihre Laptop-Verkäufe ein und sattelt auf Software-Entwicklung um.

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