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Do, 25. Januar 2001, 13:35

Unternehmen

Linux-Unterstützung von Sun

FreeOS.com führte ein Interview mit dem Leiter von Suns Entwicklungs-Abteilung für Linux und Open Source, Herb Hinstorff.

Laut Hinstorff sieht Sun Linux nicht als Konkurrenz. Sun-Workstations und Server werden standardmäßig ohne Betriebssystem geliefert, auch das hauseigene Solaris ist nur eine Option. Daher gibt es von Sun auch breitgefächerte Unterstützung für Open Source. Das fängt damit an, daß man die Distributoren bei der Entwicklung von Distributionen für UltraSPARC-Rechner unterstützt.

Solaris und Linux seien inzwischen weitgehend kompatibel, so daß ein Benutzer, der Linux lernt, Solaris ebenfalls beherrschen würde, so Hinstorff weiter. Die Open-Source-Projekte führen Sun "back to the roots". Sun steuert Code für NFSv4 und die Internationalisierung bei, hat StarOffice als OpenOffice freigegeben und fördert GNOME und Mozilla.

Was Sun nicht tun wird, ist Linux direkt anzubieten. Bei den Betriebssystemen konzentriert man sich auf Solaris. Hauptgrund dafür ist, daß man keine Intel-kompatiblen Rechner anbietet, die ja den Großteil von Linux-Systemen ausmachen. Bei Sun selbst gibt es auch keine Nachfrage nach Systemen mit vorinstalliertem Linux. Doch die Kunden wünschen sich Konsistenz zwischen Linux und Solaris, und Sun bemüht sich, diesem Wunsch zu entsprechen.

Interessant ist die Ankündigung, den Quellcode von Solaris zum Download bereitzustellen. Hier sind wohl noch einige Lizenz-Probleme zu lösen. Der Quellcode soll unter der Sun Public License veröffentlicht werden. Diese Lizenz entspricht der Mozilla Public License (MPL) mit dem Wort "Mozilla" ersetzt durch "Sun".

Java dagegen wird wohl nicht Open Source werden. Laut Hinstorff würde Sun Java gerne weiter öffnen, doch hatte man da ein Problem mit "einer gewissen großen Firma".

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