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Mo, 7. Mai 2001, 20:47

Unternehmen

Open-Source-Bewegung wehrt sich gegen Microsoft-Vorwürfe

Die Attacken des Microsoft-Strategen gegen quelloffene Software im allgemeinen und die General Public License (GPL) im besonderen sind bei der Open-Source-Bewegung auf heftige Kritik gestoßen.
Von Oliver

Eben Moglen, Justiziar der Free Software Foundation (FSF) erklärte, Microsoft habe die GPL nicht verstanden und versuche, Entwickler davon abzuschrecken, "sich als Wettbewerber aufzustellen, den Microsoft weder kaufen, einschüchtern noch aufhalten kann." Weiter lästerte Moglen, Microsofts Rat einzuholen, was die GPL bedeute, sei wie Stalins Meinung zur US-Verfassung heranzuziehen.

FSF-Gründer und GNU-Pionier Richard Stallman ist unverändert der Ansicht, die GPL sichere die Fairness in der Software-Entwicklung. "Niemand ist gezwungen, unserem Club beizutreten. Wer aber mitmachen will, der muss uns schon die gleiche Kooperation anbieten, die er auch von uns bekommt."

Brian Behlendorf, geistiger Vater des Apache-Projekts, kritisiert die Logik von Mundies Argumentation. "Er hat im wesentlichen ein Bild der Softwareindustrie gemalt, in dem der Weg von Microsoft der richtige und der von der Open-Source-Bewegung eingeschlagene der falsche ist. Den zweiten Punkt hätte er sich schenken können."

Alan Cox, der die Entwicklung des Linux-Kernels koordiniert, verwehrte sich gegen Mundies Vergleich zwischen GPL/Open-Source-Programmen und verstorbenen Dotcoms, die beide kein funktionierendes Geschäftsmodell aufwiesen. Cox erklärte, viele Internetfirmen seien wegen Missmanagement, irreführender Finanzierung oder schlicht Pech gescheitert. "Inkompetenz hat nichts mit Lizenzierung zu tun. Jede Firma braucht ein gutes Business-Modell und ein gutes Management, selbst wenn sie Baked Beans herstellt."

Linus Torvalds höchstpersönlich wandte sich gegen Microsoft Gegenentwurf "Shared Source". "Diese ŽPhilosophieŽ ist für Microsoft nichts weiter als der Status Quo und der Versuch, den Status Quo ein bisschen mehr wie Open Source aussehen zu lassen", klagt der Linux-Urheber. "Mundie will doch bloß, dass Microsoft alles gehört und sie tonnenweise Geld damit scheffeln."

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