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Mo, 25. Juni 2001, 16:04

Studie: Weniger IT-Jobangebote als im Vorjahr

Nach einem Bericht der Fachzeitschrift COMPUTERWOCHE unter Berufung auf eine Analyse des Marktforschungsunternehmens EMC/Adecco, wurden in der Zeit von Januar bis Mai 2001 insgesamt 41.202 offene Stellen auf dem IT-Arbeitsmarkt ausgeschrieben - knapp 14 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Nachfrage-Rückgang bei den IT-Beratungshäusern sei am größten ausgefallen, wo knapp 5.000 Stellen weniger für IT-Profis zur Verfügung stehen. Einen deutlichen Einschnitt gibt es weiterhin in der Telekommunikationsbranche: Hatten sich dort im vergangenen Jahr die Stellenangebote noch verdoppelt, rudern die Unternehmen knapp ein Jahr nach der UMTS-Auktion zurück: Gegenüber 5.254 im Vorjahr gab es jetzt nur noch 3.476 Offerten.

Informatiker mussten im Vergleichszeitraum einen Rückgang um knapp 3.000 Angebote hinnehmen, können aber trotzdem weiterhin unter 11.367 Offerten wählen, da sich die Nachfrage hier auf einem hohen Niveau abspielt. Am stärksten nachgelassen hat mittlerweile das Interesse an Anwendungsentwicklern mit derzeit 9.398 ausgeschriebenen Stellen gegenüber 13.988 Angeboten im Vorjahr. Auch Datenbank- und Netzwerkspezialisten sowie Systemingenieure müssen sich mit der Hälfte der Angebote begnügen.

Gegen den Abwärtstrend stemmen sich CAD/CAM-Spezialisten, für die es knapp 700 Jobs mehr gab, sowie - der Dotcom-Krise zum Trotz - die Internet-Profis mit einem Plus von knapp 300 Stellen.

Die besten Jobchancen haben IT-Spezialisten zur Zeit in Nordrhein-Westfalen (8.142 Angebote), dicht gefolgt von Bayern (8.088). Dagegen ist die Nachfrage im Osten nach wie vor verhalten: Trotz der Hauptstadt Berlin, die viele Startups anlockte, wurden in den fünf neuen Ländern und in Berlin mit 5.148 Angeboten weniger Jobs offeriert als etwa in Baden-Württemberg (6.191).

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