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Fr, 6. Juli 2001, 15:34

Gemeinschaft::Konferenzen

LinuxTag: OpenSource-Stände, Teil III

Auch heute präsentiert Ihnen Pro-Linux einige weitere Projekt-Stände vom LinuxTag.


Debian

Das Debian-Team präsentiert GNU/Linux auf den verschiedenen Architekturen, unter anderem auch auf einem Dreamcast und einer Playstation 2. Wie letztes Jahr wird wieder eine Vorab-Ausgabe der aktuellen Entwicklungsversion verteilt. Die Debian-Entwickler informieren die Besucher natürlich auch über das Projekt und die Distribution. Den Überblick über die große Menge der Pakete zu behalten ist laut Aussagen der Entwickler kein größeres Problem, als große Schwierigkeit sehen sie hingegen die Akzeptanz an. Viele Leute, die Debian vor längerer Zeit probiert haben seien abgeschreckt worden durch die damals noch komplexe Handhabung der Distribution. Debian strebt aber auf jeden Fall an, das System noch geeigneter für Einsteiger zu machen.

Neben GNU/Linux sind weitere Debian-Systeme in Arbeit, so stehen für GNU/Hurd bereits experimentelle ISO-Images zur Verfügung. Auch für ein Debian BSD gibt es mehrere Ansätze; einerseits wird versucht, NetBSD als Basis zu verwenden, auf der anderen Seite stehen die Bemühungen, ein OpenBSD-System herauszubringen. Hier wird allerdings noch an der Portierung von dpkg gearbeitet.

XFree86

Am XFree86-Stand herrschte die meiste Zeit sehr großer Besucherandrang. Demonstriert wurde wie letztes Jahr wieder die Möglichkeit, mehrere Monitore - diesmal 4 Stück - an einem Rechner zu verwenden und der Betrieb im Hochkant-Modus. Außerdem kann man eine Demonstration von XFree86 auf einer Emulation von AMDs kommender CPU "SledgeHammer" bestaunen. Diese läuft natürlich sehr langsam, da hier eine 64-Bit-CPU auf einer 32-Bit-Plattform emuliert wird. Die wichtigste Neuerung stellt natürlich die XRender-Extension dar, die von Gtk und Qt ja bereits für Anti-Aliasing verwendet wird.

Das XFree86-Projekt begann, als der Entwickler von X386 (einer X-Implementierung mit VGA-Layer) sein Projekt nicht mehr als Freie Software verfügbar machen wollte. Der Name lehnt sich auch noch an diesen Vorgänger an ("X Three-Eighty-Six" und "X Free-Eighty-Six"). Nachdem der Linux-Kernel auf die Alpha-Architektur portiert wurde, begann auch bald die Arbeit an der Portierung von XFree86. Zwar läuft das Fenstersystem heute auf zahlreichen Architekturen, der Name wird jedoch aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades beibehalten werden.

Von uns provokant nach einer Einschätzung anderer Fenstersysteme gefragt, teilte man uns mit, dass der Vorteil von X11 eben in der Netzwerktransparenz und der Standardisierung liegt. Auch für PDAs wird die Netzwerktransparenz als äußerst nützliches und keinesfalls überflüssiges Feature angesehen.

RockLinux

An diesem Stand kann man sich RockLinux ansehen und eine CD davon mitnehmen. Es handelt sich um eine Distribution, die durch das Ausführen einiger Shellscripts komplett neu compiliert werden kann. Sogar die Installation kann auf diese Weise durchgeführt werden, wenn man dies wünscht. Dadurch konnte RockLinux innerhalb von 3 Tagen auf PowerPC portiert werden. Länger dauerte die Portierung auf Sparc, die nahezu abgeschlossen ist, weil die glibc noch in der Version 2.1 verwendet wird und diese nicht ohne weiteres zum Laufen zu bekommen war. Die Zielgruppe von RockLinux sind insbesondere Entwickler und Systemadministratoren, die viele Rechner betreuen. Die Source-Pakete der Distribution entsprechen den Originalversionen, abgesehen von kritischen Patches. Es wird eine stable-Linie gepflegt (derzeit Version 1.4.x) und parallel eine unstable-Reihe (1.5.x). Zusätzlich gibt es gelegentlich Snapshots.

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