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Di, 10. Juli 2001, 22:56

Software::Entwicklung

Miguel de Icaza: Interview über .NET und Mono

In einem Interview mit The Register erläuterte Miguel de Icaza, warum es sich seiner Ansicht nach lohnt,.NET zu verwenden und erweitern.

Icaza, Gründer des Gnome-Projektes und Leiter des soeben begonnenen Mono-Projektes, ist der Ansicht, daß man eine Technologie nicht ächten sollte, nur weil die dahinter stehende Firma übel ist. Er will die beste Technologie finden und implementieren, so daß Entwickler gute Applikationen schreiben können.

Und.NET biete genau das, so Icaza. Zudem sei es auf dem Weg, ein offener Standard zu werden. Da.NET einige Probleme löst, die man im Gnome-Projekt zu lösen versuchte, wäre es unsinnig, selbst einen neuen Standard zu kreieren. Stattdessen ergreift man.NET und erweitert es für die eigenen Zwecke. Vorteile von.NET seien die Reduzierung von Code-Duplizierung und die Garbage Collection. Zudem sei es frei von historischem Ballast.

Icaza distanziert sich jedoch von den vielen Produkten, die.NET in der Beschreibung tragen, jedoch nur aus MArketing-Gründen. "Ich spreche vom CLI, von der Klassenbibliothek und der C#-Sprache", machte er klar.

Das Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres den Compiler fertig zu haben, so daß er sich selbst übersetzen kann. Das GUI und die Server-Teile sollen Mitte 2002 fertiggestellt sein.

Icaza kontaktierte auch das Standardisierungsgremium ECMA (European Computer Manufacturers Association), und es könnte passieren, daß bald auch Open-Source-Vertreter in dem Gremium sitzen. Auch mit Microsoft gibt es erste Kontakte.

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