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Fr, 24. August 2001, 06:53

Gesellschaft::Politik/Recht

GPLFarm eröffnet

Mit einer neuen Idee versuchen einige Programmierer, freie Software zu erstellen und damit auch Geld zu verdienen.

Das Prinzip, nach dem dies funktionieren soll, ist, möglichst viel Geld von Sponsoren aufzutreiben. Statt das Geld auszugeben, soll es jedoch angelegt werden. Die Programmierer sollen von den anfallenden Zinsen bezahlt werden. Momentan sucht das Projekt sowohl nach Sponsoren als auch nach Programmierern, die teilnehmen wollen. Der erste Sponsor ist offenbar MandrakeSoft.

Ein FAQ erläutert das Projekt im Detail. Gründer Francisco Burzi und seine Mitstreiter leben in Venezuela. Dort haben sie NCC gegründet, eine nicht gewinnorientierte Organisation. Sie planen, eine entsprechende Organisation auch in den USA zu gründen.

GPLFarm benötigt rund 5 Mio. USD, um richtig starten zu können. Mit diesem Kapital können bei 4-5% Zinsen rund 20.000 USD monatlich verfügbar gemacht werden. Eine große Zahl von Projekten ist geplant, die je nach Größe in Kategorien von "Insekt" bis "Alien" eingeteilt werden.

Einige Skepsis gegenüber dem Projekt ist vorerst angebracht. Zum einen soll das Copyright der erstellten Programme bei der GPLFarm liegen, die die Software dann unter der GPL veröffentlicht. Veröffentlicht werden soll aber erst nach dem Betatest. Interessenten können sich bereits jetzt als Betatester anmelden. Vorerst erhalten Betatester kein Geld, später soll ihnen ein kleiner Betrag gezahlt werden. Dieses Verfahren widerspricht der üblichen Vorgehensweise bei freier Software, wo der Code bereits im Betastadium öffentlich ist und so viele freiwillige Tester erreicht. Zudem reichen 20000 USD im Monat gerade einmal aus, um vier Vollzeit-Entwickler (mäßig) zu bezahlen. GPLFarm besteht aber allein schon aus drei Leuten, die allerdings vielleicht hauptsächlich von anderen Tätigkeiten leben.

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