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Do, 30. August 2001, 23:02

Gesellschaft::Politik/Recht

Regierungen wollen Open Source

Ein Artikel auf C|Net sieht einen weltweiten Trend, Open Source in Behörden und teilweise auch in staatlichen Betrieben per Gesetz vorzuschreiben.

Nur dort, wo keine freie Software zur Verfügung steht, darf noch proprietäre Software eingesetzt werden. Es werden die üblichen zwei Gründe für diesen Trend genannt: Zum einen ist freie Software meist (erheblich) billiger als proprietäre, zum anderen ist es möglich, den Quellcode anzusehen und zu modifizieren, so daß Probleme schnell beseitigt werden können.

Ein dritter Grund könnte aber noch wichtiger sein. Proprietäre Software stammt meist aus den USA, besonders Standardsoftware. Viele Länder wollen sich aus dieser Umklammerung des Software-Marktes befreien. Vor diesem Hintergrund ist es leichter zu verstehen, daß Brasilien und andere Staaten in Lateinamerika, Europa und Asien entsprechende Gesetze in Erwägung ziehen.

Dieser Trend könnte Microsoft Umsatzeinbußen bescheren. Auch wenn diese nicht so groß sind (Brasilien hat nur 200 Mio. USD jährlich für Software auszugeben), macht die Firma bereits Stimmung gegen solche Gesetze.

Aber auch die Open-Source-Gemeinschaft hält nicht unbedingt viel von solchen Gesetzen. Richard Stallman hält es für viel wichtiger, gesetzliche Hindernisse für die freie Softwareentwicklung zu beseitigen, z.B. den DMCA, Software-Patente und Verbot von Reverse Engineering.

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