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Mi, 19. September 2001, 08:49

Gemeinschaft::Personen

Richard Stallman ruft zu Besonnenheit auf

In einem Artikel mit dem Titel »Tausende tot, Millionen ihrer Bürgerechte beraubt?« ruft Richard Stallman dazu auf, nach den Anschlägen in New York und Washington nicht überzureagieren.

Richard Stallman (RMS), Gründer der Free Software Foundation (FSF) fürchtet, daß der Staat auf eine Art reagieren könnte, die die Bürgerrechte einschränken. Dies wäre das Ende der Freiheit, für die Amerika immer stand. Besonders die mögliche massive Überwachung jedes Einzelnen bei Telefongesprächen, email, und jeder Art der Fortbewegung stellt in seinen Augen eine Gefahr dar.

RMS sieht es als wahrscheinlich an, daß solche Maßnahmen dem Kongreß vorgeschlagen werden, gleichgültig, ob sie effektiv seien oder nicht. Hinter solchen Vorschlägen steckten oft die Geschäftsinteressen einzelner Firmen, beispielsweise einer Firma, die Überwachungskameras mit automatischer Gesichtserkennung baut. Offensichtlich sind Überwachungskameras keine Lösung, denn die Terroristen schafften es ja, an dem menschlichen Wachpersonal, das für solche Aufgaben sicher besser geeignet ist, vorbeizukommen.

Auch die alte Forderung, Hintertüren in jede Verschlüsselungs-Software einzubauen, ist wieder auf dem Tisch. Doch würden Terroristen solche Software einsetzen, um sich belauschen zu lassen?

Schließlich mahnt Stallman, bei eventuellen Vergeltungsschlägen keine Unbeteiligten in Mitleidenschaft zu ziehen. Dem Präsidenten, so wie jetzt geschehen, in Krisensituationen freie Hand zu geben, sei genau das, was die USA in den Vietnam-Krieg geführt hat. Jeder solle seine gewählten Vertreter wissen lassen, daß die Einschränkung der Bürgerrechte nicht akzeptabel sei.

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