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Di, 30. Oktober 2001, 02:31

Software::Kernel

Linux-Kernel kurz vor der Aufspaltung?

In einem Artikel bei BYTE.com erläutert Moshe Bar die Probleme im Virtual Memory Manager des 2.4er Kernels und welche Implikationen diese haben.

In der Zeit von Kernel 2.3.x hatte Rik Van Riel den Virtual Memory (VM) Manager stark überarbeitet, um ihn effizienter zu gestalten. Dieser neue VM-Code stellte sich jedoch in der Praxis als problematisch heraus und auch Linus Torvalds war damit nicht zufrieden, weshalb auch nach Freigabe von 2.4.0 noch bedeutende Änderungen daran vorgenommen werden mussten. Am 24. September, als Kernel 2.4.9 aktuell war, schrieb Andrea Arcangeli in kurzer Zeit einen vollständig neuen VM-Code, der äußerst simpel, aber dennoch effizient und zuverlässig war und die Probleme des vorherigen behob. Linus war offenbar davon begeistert und integrierte diesen Code in den offiziellen Kernel. Allerdings gab es auf der Kernel-Mailinglisten heftigste Diskussionen darüber, welche VM-Implementierung nun besser sei und Alan Cox verwendet in seinem Kernel-Zweig noch immer die alte Variante und integriert Verbesserungen. Neueste Treiber und Features sind häufig aber nur im AC-Zweig verfügbar und die Patches funktionieren nun nicht immer mit dem offiziellen Zweig. Moshe Bar findet es zwar akzeptabel, wenn die beiden Zweige sich in so essentiellen Dingen einige Tage lang unterscheiden, doch dürfe das nicht über Monate und mehrere Kernel-Versionen so bleiben. Er befürchtet, dass es aufgrund der derzeitigen Situation bald zu einer Aufspaltung des Kernels in zwei verschiedene Projekte kommen könnte.

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