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Fr, 2. November 2001, 14:54

Gemeinschaft::Personen

Tiemann-Breitseite gegen Windows XP

Michael Tiemann, Chief Technology Officer (CTO) von Red Hat, hat Microsofts proprietäres Betriebssystem scharf kritisiert.

Windows XP verschlechtere die Auswahlmöglichkeiten der Kunden, das Kosten/Leistungsverhältnis und in einigen Fällen gar die Bürgerrechte.

Die Auswahlmöglichkeiten der Kunden werden beispielsweise beim Einrichten des Internet-Zugangs eingeschränkt. Die Standardinstallation bietet nur einen einzigen Provider an: Microsoft Network (MSN).

Ein weiterer Kritikpunkt stellt Windows Media dar. Das proprietäre Audioformat, das in Konkurrenz zu MP3 steht, ist durch Patente geschützt. Windows XP begrenzt die Qualität von MP3-Kodierung und Dekodierung, um die Konkurrenz zu schädigen. Somit hat Windows Media das Potential für ein weiteres Microsoft-Monopol. Noch schlimmer, das Monopol verschiebt sich von Software zu Inhalten.

Moores Gesetz, das immer noch gültig ist, besagt, daß alle 12 bis 18 Monate die Leistung von CPUs verdoppelt wird. Alle Windows-Versionen einschließlich XP schlucken diese Leistung in einer Weise, die an Verschwörung grenzt. Die Folge ist, daß PCs zwar immer leistungsfähiger werden, aber weder billiger noch im Funktionsumfang reicher.

Auch vor dem Passport-Feature, das ein einheitliches Login in viele Webseiten ermöglichen soll, warnt Tiemann. Nicht umsonst wurde das Feature mit dem Big Brother Award ausgezeichnet. Passport ermöglicht es Microsoft, die ganze Benutzerinformation wie Name, Telefonnummer, Kreditkartennummer sowie das Verhalten im Web zu speichern, auszuwerten und zu verkaufen.

Tieman nimmt kein Blatt vor den Mund und fordert einen Boykott des Monopolisten, zumindest bis Microsoft der Konkurrenz faire Chancen einräumt. Wer nicht so lange warten will, solle einen Upgrade auf Linux in Erwägung ziehen. Linux erlaubt die freie Wahl von Produkten und die Kontrolle über die Software. Jede Konfiguration auf jeder Hardware kann für einen fairen Preis unterstützt werden. Der Benutzer zahlt für das, was ihm wichtig ist, nicht für das, was ihm aufgezwungen wird.

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