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Fr, 2. November 2001, 15:11

Software::Multimedia

DeCSS-Verbreitung doch legal

Ein Berufungsgericht in Kalifornien hat die Veröffentlichung des DeCSS-Codes auf Internet-Seiten als legal eingestuft.

Damit hat die Copy Control Association (CCA), die die Verbreitung Software zur Dekodierung von verschlüsselten DVDs unterdrücken will, erstmals eine Niederlage erlitten. Angeklagt war Andrew Brunner, der DeCSS auf seiner Webseite bereitgestellt hatte. In erster Instanz verurteilt, bekam er in zweiter Instanz jetzt recht, indem er sich auf die Redefreiheit in der amerkianischen Verfassung berief.

Besonders wichtig war es dem Gericht, daß DeCSS als Quellcode vorlag. Nur der Quellcode trage die Ideen und Informationen, deren Freiheit von der Verfassung garantiert sei. Ein Objektcode dagegen bestehe nur aus Nullen und Einsen und sei daher kein Träger dieser Ideen und Informationen.

Ein Verbot der Verbreitung von DeCSS sei daher verfassungswidrig, es sei denn, jemand würde obiges widerlegen. Die CCA konnte keinen solchen Beweis erbringen.

Die CCA muß die Gerichtskosten und auch die Kosten des Angekagten tragen.

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