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Mo, 12. November 2001, 18:43

Gemeinschaft

Empfehlung der FSF Europe: SourceForge meiden

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) empfiehlt Entwicklern Freier Software, den Dienst SourceForge zukünftig nicht mehr zu verwenden.

In einer Pressemitteilung gab die FSFE bekannt, dass sie zwar die Dienste anerkennt, die SourceForge der Freien Software Gemeinschaft geleistet hat, doch durch die kürzlich durchgeführten Änderungen am SourceForge-Dienst seitens VA Linux sei es an der Zeit, zu anderen Diensten zu wechseln.

Features, durch die man ein SourceForge-Projekt exportieren kann, wurden entfernt. Zudem basierte SourceForge früher ausschließlich auf Freier Software, was seit August nicht mehr der Fall ist. Das führt dazu, dass längerfristig Entwickler Freier Software von Features abhängig werden, die nur durch proprietäre Software bereitgestellt werden. Auch ist es nun nicht mehr möglich, einen funktional zu SourceForge identischen Dienst aufzubauen (die letzte veröffentlichte Version der SourceForge-Software ist über ein Jahr alt).

Der Beginn des Einsatzes von nicht-freier Software war der letzte in einer Folge von Schritten, durch die Entwickler an SourceForge gebunden werden sollten. Es scheint auch Anzeichen dafür zu geben, dass die Mailinglisten auf eine proprietäre Lösung umgestellt werden sollen. Da anzunehmen ist, dass es in Zukunft nicht leichter, sondern noch schwieriger wird, Projekte von SourceForge zu anderen Anbietern zu migrieren, empfielt die FSFE, so schnell als möglich zu wechseln.

Zuletzt bedankt sich die FSFE noch bei VA Linux dafür, dass der Freien Software Gemeinschaft Dank der Firma nicht nur eine moderne Entwicklungsplattform demonstriert wurde, sondern man zugleich auch darauf hingewiesen wurde, dass eine Einrichtung, die eine solche Plattform hostet, nicht von einer einzelnen Firma kontrolliert werden sollte.

Mögliche Alternativen sind beispielsweise SourceFubar.net, Tigris.org, Savannah und BerliOS.de.

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