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Di, 18. Dezember 2001, 21:50

Gemeinschaft::Personen

Richard Stallman zum Skylarov-Fall

Zur Freilassung von [a 0.3785]Dmitry Skylarov[/a] hat Richard Stallman daran erinnert, daß diese Wendung keinen Sieg für freie Software bedeutet.

In Stallmans Augen war dies lediglich eine Geste eines Gegners, der sich unbesiegbar fühlt. Nun sei es an der Zeit, dies zu ändern.

Das FBI und das Justizministerium seien lediglich Diener gewesen, die die Waffe DMCA eingesetzt hätten, und könnten daher ignoriert werden. Die Schuldigen, die es zu bekämpfen gelte, seien die Firmen, die den DMCA unterstützt hätten, besonders Adobe.

Stallman schlägt vor, von Adobe zu verlangen, Schadensersatz an Skylarov für seinen unfreiwilligen Aufenthalt in den USA zu bezahlen, und sich zu verpflichten, nie mehr ähnliches zu tun. Bis Adobe einwillige, sollten Posten vor den Adobe-Büros aufgestellt werden und auf die Öffentlichkeit eingewirkt werden, keine Geschäfte mit Adobe zu machen. Die Posten könnten auch auf andere Firmen ausgedehnt werden, die mit dem DMCA drohen, oder solche, die eBooks (Adobes Dateiformat, mit dem der Fall begann) veröffentlichen. Auch Politiker, die den DMCA unterstützen, sollten einbezogen werden.

Zwei Tage nach dieser Mail hat Stallman offenbar erst erfahren, daß die Freilassung eine Art Handel war. In einer weiteren Mail an diverse Listen relativierte er seine Position und griff das Verhalten von Skylarov an. »Er hat anderen mehr Schaden zugefügt als er für sich selbst vermieden hat«, so Stallman. »Skylarov hatte eine Pflicht zum Widerstand, und er hat versagt.« Stallman räumt ein, daß er selbst in der gleichen Situation vielleicht auch nicht besser gehandelt hätte. Zugleich fordert er eine Bestrafung von Adobe in Form eines allgemein unterstützten Boykotts. Die Bestrafung sollte so hart sein, daß keine Firma jemals wieder einen ähnlichen Schritt wagen wird.

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