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Do, 3. Januar 2002, 19:33

Unternehmen

Microsoft: Grabenkämpfe gegen Linux

Das neue Jahr beschert der Linux-Community ein weiteres internes Dokument aus dem Hause »Microsoft«, in dem raffinierte Taktiken und ausgeklügelte Vorgehensweisen gegen das freie System besprochen werden.

Nichts ist lustiger als die pure Realität. Unabhängig der Tatsache, dass der englische Nachrichtendienst »The Register« bei den Redmondern nicht sonderlich beliebt sein dürfte, scheint der Ticker sehr viele Freunde bei Microsoft zu haben. Trotz mehrfacher Bezeichnung als »streng geheim« publizieren die Briten ein internes Dokument von Senior Vice President Brian Valentine über die Strategie und die Vorgehensweise Microsofts gegen Linux. Das von »The Register« als »Anti-Linux-Strategie« vorgestellte Memo beleuchtet die Aspekte der freien Software und die mögliche Bekämpfung dieser durch den Redmonder Konzern.

Wie soll Linux eigentlich angegriffen werden? Um diese Frage zu klären und erste Maßnahmen einzuleiten, will Microsoft die freie Software als solches untergraben. Am Anfang wird die Softwareschmiede die Auffassung dass Linux frei (kostenlos) sei, angreifen. Dazu will das Unternehmen eine angeblich unabhängige Studie in Auftrag an D.H. Brown Associates geben, die dies widerlegen soll. Die nach Meinung von »The Register« »Wir-bescheinigen-alles«-Hure wird dazu eine Studie zum Thema »Server Konsolidierung« veröffentlichen, in der Linux im Punkto »Kostenvorteile« verlieren wird.

Aus dem Papier geht es ebenso hervor, dass Microsoft interne Mitarbeiter großer Unternehmen geworben oder werben soll, deren Job es ist, den Einkäufern die teilweise illusorischen Vorteile von Windows gegenüber Linux oder Sun zu erklären. Dazu sollen Microsoft-Mitarbeiter gezielt Kunden-Datenzentren begehen und Ausschau nach Servern halten, die nicht mit Windows betrieben werden. »Das ist ein herrlicher Weg um nicht nur Linux, sondern auch andere IT-Projekte wie Novell, Sun, Oracle und weitere zu finden«, schreibt Valentine in seinem internen Memo.

Valentines »Belehrung« zeigt auf eine lustige und zugleich aber auch sehr beängstigende Weise, wie ernst die Redmoner Linux als Gefahr sehen und wie erst sie das System auch bekämpfen wollen. Dazu scheint Microsoft kein Weg zu Weit und keine Aktion zu peinlich zu sein. Mehrfach schreibt der Manager über den »Kampf gegen Linux« und über einen Sieg gegen die freie Software.

Das komplette Memo kann in englischer Sprache auf den Seiten des Nachrichtendienstes »The Register«, trotz mehrfacher Aufforderung Valentines zum Stillschweigen, gefunden werden.

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