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Sa, 5. Januar 2002, 15:02

Software

Software-Verband: »Nicht unerhebliche Argumente gegen Linux«

In einem offenen Brief an den Vorsitzenden des Linux-Verbandes Daniel Riek bringt der Verband der Softwareindustrie Deutschland e.V.

eine Reihe »nicht unerheblicher Argumente« gegen Open Source in der Diskussion um Linux im Bundestag.

Kurz vor Weihnachten stellte der Verband der Softwareindustrie Deutschland e.V. (VSI) eine Stellungsnahme online, in der der Verfasser den vom Linux-Verband veröffentlichten offenen Brief kritisiert. In dem Ende November von Daniel Riek veröffentlichten Schreiben sei nach Meinung des VSI-Vorsitzenden Rudolf Gallist eine Vielzahl an wichtigen Aspekten freier Software nicht oder nur unzureichend beleuchtet worden.

Im speziellen sei dabei nicht hinreichend auf die Frage hinsichtlich Zukunftssicherheit oder Gewährleistung und Support bei Open Source eingegangen worden. Ferner weist Gallist darauf hin, dass die Auslieferung des Quellcodes ein schon seit Jahren praktizierter Bestandteil der Softwarelizenzierung in Deutschland sei und von fast jedem Softwarehersteller auch angeboten wird. Das vom Linux-Verband veröffentlichte Schreiben versuche in dieser Hinsicht nach Meinung von Gallist hier künstliche Gegensätze aufzubauen.

Weiterhin führt der VSI-Vorsitzende an, dass das »klassische« Modell, welches die Software als geistiges Eigentum betrachtet, eine Grundlage eines erfolgreiches Geschäftsmodells darstellt und sehr entscheidend zur Bruttowertschöpfung in Deutschland führt. Dabei stellt Gallist die Frage in den Raum, ob es zulässig sei, »einen neuen Ansatz von Softwareentwicklung einseitig zu fördern und damit das gesamte Geschäftsmodell der deutschen Softwareindustrie in Frage zu stellen«. »Das teilweise angeführte "Open Source Patent", ein von öffentlicher Hand finanziertes Subventionsmodell als Anreiz zur Entwicklung von Software, ist sicherlich keine Alternative zu einem funktionierenden und erfolgreichen Geschäftsmodell in einer Zukunftsindustrie!«, stellt der Vorsitzende fest.

Ganz objektiv sind die Aussagen durchaus nicht, war Gallis doch bis vor zwei Jahren im Management von Microsoft Deutschland tätig. Im April verließ er den Vorstand, um das Unternehmen bei Behörden, Wirtschaftsverbänden und Partnern in der Außendarstellung zu vertreten. Dabei machte Gallies nie daraus ein Hehl, dass Software zu verschenken »mit Sicherheit grundverkehrt, einfach abwegig« sei, wie hier in einem Interview mit Informationweek und der »Anwenderschutz vor Raubkopien« aus dem Hause Microsoft im Sinne des Anwenders und zum Schutze dieses eingeführt wurde und zu begrüßen sei.

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