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So, 27. Januar 2002, 22:31

Unternehmen

Scott Draeker über das Ende von Loki

In einem Interview mit NewsForge erläutert Scott Draeker, wie es mit Loki zu Ende ging und was er beim nächsten Mal anders machen würde.

Bekanntlich mußte er vor wenigen Tagen bekanntgeben, daß Loki zum 31. Januar schließen wird.

Draeker macht hauptsächlich die schlechte Wirtschaftslage für das Ende von Loki verantwortlich. »Wenn wir das Jahr 2001 in besserer Verfassung begonnen hätten, hätten wir die schlechten Monate überstehen können«, sagte der Firmenchef. Aufgrund der Verkaufszahlen Anfang des Jahres bestand trotz der Konkursanmeldung im August noch Hoffnung, daß es wieder bergauf gehen würde. Doch die Verkäufe gingen nach der Urlaubszeit stark zurück, was die letzten Reserven von Loki aufzehrte.

Die bisher produzierten Spiele werden, solange der Vorrat reicht, über die Händler wie bisher weiter verkauft. Mit Preisreduzierungen ist erst einmal nicht zu rechnen. Für die von Loki produzierte freie Software wird ein neuer Server gesucht, nach einer Meldung von LinuxGames wurde inzwischen jemand gefunden. icculus.org wird die CVS-Repositories der Software hosten.

Laut Draeker war es nie die Absicht von Loki, Windows-Spiele auf Linux zu portieren. Man wollte eigene Spiele entwickeln und eine Linux-basierte Spieleindustrie starten. Die Portierungen dienten nur dazu, die nötige Infrastruktur zu entwickeln und zu beweisen, daß ein Markt für Linux-Spiele existiert. Und dies ist nach Draekers Ansicht gelungen: Es sei nicht leicht, aber machbar, von Linux-Spielen zu leben.

Für den Ansatz von Transgaming, genug Infrastruktur zu erstellen, so daß Windows-Spiele unter Linux laufen, hält Draeker nichts. Es sei der gleiche Ansatz wie bei Corel, und würde auch nicht erfolgreicher als Corel werden.

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