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So, 3. Februar 2002, 14:06

Software::Desktop::Gnome

Icaza: Gnome 4.0 sollte auf .NET basieren

Laut einem Interview von Miguel de Icaza mit »The Register« sollte die vierte Generation des Gnome-Environments auf Microsofts.NET basieren.

In einem mit »The Register« auf der diesjährigen LinuxWorld geführten Interview sprach sich der Gründer und CEO von Ximian, Miguel de Icaza, für eine Integration von Microsofts.NET-Technologie in Gnome 4 aus. Laut Aussage von Icaza sehen eine Menge Leute.NET »als eine fantastische« Möglichkeit für die Microsoft-Entwicklungsplattform. Es sei nach Meinung des Chefentwicklers von Mono, einer freien Implementierung von.NET, eine sehr gute Plattform, um Applikationen zu erstellen. Nach Meinung von Icaza hat das GNOME-Projekt im Moment das Problem, viele Bindings für verschiedene Plattformen schreiben und pflegen zu müssen. Mit der Einführung von.NET würde sich der Aufwand auf das Nötigste minimieren. Es sei eine strategische Entscheidung. »Viele Leute werden Anwendungen mit.NET entwickeln«, sagte er gegenüber dem Magazin.

Auf die Frage, war Icaza so sicher macht, dass viele Entwickler.NET unterstützen wollen, antwortete der Coder, dass es in der Zukunft sehr leicht sein wird, Applikationen unter Windows zu schreiben und unter Linux dank des JIT-Kompilers zu übersetzen. Java scheint dabei für Icaza keine Option zu sein. »Wir haben niemals mit der Java-Community gearbeitet«. Der CEO von Ximian war zwar am Anfang an Java interessiert, erkannte aber, dass das Problem eine »Umschaltung der Plattform« ist. Geschriebene Applikationen in C oder C++ müssen vollständig auf Java portiert werden. »Man muss Java-Compiler, virtuelle Maschine, Klassenbibliotheken und den kompletten Code in Java schreiben«.

Ein wenig überrascht schienen die Redakteure zu sein, als Icaza das besonders gute »neue Sicherheitsmodell von Microsoft« lobte. Auf die Frage, was an diesem so löblich sei, ist doch Microsoft in der Vergangenheit sehr oft durch Sicherheitslöcher in Schlagzeilen gelandet, antwortete Icaza: »OK, es gibt zwei Sicherheitsmodelle - eines davon ist das Windows NTN, welches sehr schön ist.« Wir haben zwar Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten gesehen - buffer overflows - das sind aber nicht Probleme der Architektur. Das kann nach Meinung von Icaza auch unter Unix passieren. Das Problem stellt aber die Veröffentlichung von Sicherheitsupdates seitens der Redmonder dar. »Das ist das NT-Sicherheitsmodell«.

Mono dagegen hat diverse Sicherheitssysteme, ähnlich Java. Die Applikationen laufen in einer Sandbox, so dass das System weiterhin sicher seine Arbeit verrichten kann.

Danke an Mathias für seinen Hinweis.

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