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Mi, 6. Februar 2002, 08:58

Gesellschaft::Wirtschaft

BCG: Einblicke in die Hacker-Kultur

Die Boston Consulting Group (BCG) hat anhand einer Studie interessante Erkenntnisse über die aktuelle Hacker-Kultur im Open-Source-Bereich gewonnen.

Die Unternehmensberatung führte die Studie an ausgewählten bei SourceForge registrierten Entwicklern durch. 526 Entwickler sandten ihre Antworten auf die per Email gestellten Fragen ein.

Open-Source-Entwickler werden als essentieller Bestandteil der Hacker-Kultur gesehen. Hier wird der Begriff Hacker im ursprünglichen Sinn verwendet, also als Bezeichnung für einen talentierten Programmierer. Der Unterschied zu Personen, die bösartige Software programmieren oder in Rechner einbrechen und die korrekt als Cracker bezeichnet werden, wird klar herausgestellt.

Die Zahl der Open-Source-Programmierer ist in den letzten Jahren exponentiell gestiegen. Die Fähigkeiten dieser Programmierer liegen oft außerordentlich hoch, wie die Studie zeigt. Einige der wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Kreativität in Open-Source-Projekten ist extrem hoch: bei 63% größer als bei irgendetwas anderem, was sie je getan haben.
  • Die meistgenannte Motivation ist Spaß haben (43%), gefolgt von Verbesserung der eigenen Fähigkeiten (43%), Unterstützung von Open Source (34%) und persönlicher Bedarf (privat und beruflich jeweils 30%). Dagegen ist die Konkurrenz mit proprietären Produkten mit 11,3% unbedeutend.
  • Die Entwickler sind weltweit verteilt; in der Umfrage kamen sie aus 35 Staaten.
  • Im Mittel werden 7,8 Stunden pro Woche für ein Open-Source-Projekt eingesetzt. Die größte Zahl der Programmierer verwendet eine bis fünf Stunden wöchentlich, eine große Zahl aber auch über 10 Stunden in der Woche.
  • Die meisten Hacker (56%) sind erfahrene IT-Profis mit durchschnittlich über 10 Jahren Programmier-Erfahrung.
  • Die meisten Hacker sind der »Generation X« zuzuordnen und 22-37 Jahre alt. 98% sind männlich.
  • Hacker sind meist pragmatisch. Mindestens 71% würden auch an proprietären Projekten Arbeiten, wenn die Bezahlung stimmt.

Die komplette Präsentation der Studie ist auf www.osdn.com zu finden.

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