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So, 24. Februar 2002, 14:30

Entscheidung bereits gefallen?

Aus einem Interview mit dem IuK-Vorsitzenden Uwe Küster geht hervor, dass die Entscheidung über Linux im Bundestag bereits weitgehend gefallen ist.

Ob Linux künftig im Bundestag eingesetzt wird, dass entscheidet die Kommission für Informations- und Kommunikationstechnik des Ältestenrates (IuK) am kommenden Donnerstag, den 28.02. Das ZDF Nachrichtenmagazin »heute« hat ein Interview mit dem Vorsitzenden der Kommission veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die Entscheidung bereits weitgehend feststeht. Demnach soll Linux künftig auf den rund 150 Servern eingesetzt werden, die knapp 5000 PCs der Abgeordneten jedoch sollen unter Windows XP in Kombination mit Office XP betrieben werden. Beim Verzeichnisdienst sei man sich noch nicht ganz sicher, Küster geht jedoch davon aus, dass die Entscheidung für Open LDAP fallen wird. »Bislang gehen die Diskussionen davon aus, dass wir uns in der Serverwelt in Richtung Linux bewegen sollen. Bei der Frage, ob wir auch bei der Office-Anwendung in Richtung Open Source gehen sollten, ist die mehrheitliche Ansicht der Kommission zurzeit eher nein.«, sagt Küster. Dieses Vorgehen sieht er als Einstieg in den Einsatz von Open Source Software. »Wir sind damit in einer strategisch günstigen Lage«, so Küster gegenüber dem ZDF. Einen flächendeckenden Umstieg auf Open Source sieht er derzeit aus Kostensicht als eher ungünstig an.

Laut Küster ist die Entscheidung tatsächlich schon weitgehend gefallen: »Die Öffnung auf den Servern ist keine Diskussion mehr, auch bei den Clients ist klar, dass es bei Windows XP bleibt. Des Weiteren gehe ich davon aus, dass mehrheitlich eine Entscheidung für Open LDAP getroffen wird, um uns zukünftig am Markt besser platzieren zu können.«. Trotzdem bleibt abzuwarten, wie sich der Ältestenrat am 28. Februar entscheidet. Der SPD Politiker geht auch davon aus, dass es noch eine kurze Diskussion geben wird.

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