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Mo, 18. März 2002, 08:34

Gemeinschaft::Personen

Interview mit Miguel de Icaza

Linuxandmain.com führte ein Interview mit dem GNOME-Projektgründer Miguel de Icaza, in dem es um.NET, Evolution, Ximian geht.

De Icaza hat nach eigenen Angaben seit acht Monaten keinen Beitrag mehr zu GNOME geleistet, da er sich ganz auf Mono konzentrierte. Mono ist bekanntlich eine freie Implementierung von Teilen von.NET unter Linux. Mono wird hauptsächlich von Icazas Firma Ximian vorangetrieben. Icaza ist nach wie vor begeistert von der.NET-Idee. Seiner Meinung nach macht.NET alles richtig, was Java falsch machte. Er findet Java gut, aber Sun habe nicht auf die Anforderungen der Entwickler gehört.

Wenn viele.NET-Applikationen unter Linux laufen können, dann hilft dies laut Icaza, das Henne- und Ei-Problem zu lösen, mehr Software für Linux zu bekommen. Zudem haben die Anwender dann die Wahl, ob sie ihre Software auf der teuren Windows-Plattform oder der preiswerten Linux-Plattform laufen lassen. Für weniger entwickelte Länder sei der Preis auf jeden Fall ein wichtiges Argument.

De Icaza sieht als weiteren Vorteil von.NET, daß eine schrittweise Umstellung von Applikationen möglich ist. Beispielsweise sei ein Programm wie Evolution, das 150.000 Zeilen Code enthalte, nicht so einfach umzustellen. Dagegen, so seine Vision, sei es kaum ein Problem, neue.NET-Komponenten in die Software einzufügen.

Apropos Evolution: Ximian erstellte eine Erweiterung von Evolution, die die Zusammenarbeit mit dem MS Exchange Server ermöglicht. Diese Erweiterung ist nicht frei. Der Grund ist laut Icaza, daß Ximian an der Entwicklung von Evolution 17 Personen zwei Jahre arbeiten ließ. Dieses Geld muß irgendwie wieder hereinkommen. Mit Evolution selbst kann die Firma wie mit Mono nichts verdienen, daher sind proprietäre Erweiterungen eine der Einnahmequellen der Firma.

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