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Di, 2. April 2002, 18:40

Software::Distributionen

Gentoo: Stabile Version verfügbar

Die Programmierer und Macher der »Linux zum Selbermachen«-Distribution, Gentoo, stellten eine stabile Version des freien Produktes allen Interessenten zum Download vor.

Der Entwicklerteam um die Gentoo-Distribution stellte am vergangenem Wochenende allen Benutzern eine stabile Version der Distribution vor. Im Gegensatz zu herkömmlichen Distributionen liefert Gentoo keine bereits vorkompilierten Pakete, sondern lediglich Quellen von Applikationen, die direkt auf Systemen der Benutzer angepasst und kompiliert werden. Was sich nach einem reinen LFS (Linux from Scratch)-System anhört ist, in Wirklichkeit ein wenig mehr. Die Distribution bringt vom Hause aus einen eigenen Paketmanager mit, der jenseits von RPM- und DEB-Paketen agiert.

Das unter dem Namen Portage veröffentlichte System, ein Ports-System in der Tradition von BSD-Ports und mit Anleihen an APT, bringt Management-Funktionen mit sich, die von den zwei großen Paket-Formaten bereits bekannt sind. Neben der Möglichkeit, Paket-Abhängigkeiten zu erstellen, erlaubt das System eine »Fake«-Installation, System-Profile, ein Unmerging und virtuelle Pakete.

Trotz der Tatsache, dass das System bei der Installation erst kompiliert wird, gestaltet sich die Installation nach Angaben der Macher nicht komplizierter als die der bekannten Distributionen. Bei Bedarf kopiert sich Portage alle benötigten Pakete aus dem lokalen Netz oder direkt vom Internet und kompiliert das System neu.

Gentoo 1.0 wird mit einem gepatchten Linux-Kernel 2.4.18, glibc 2.2.5, gcc 2.95.3, Xfree86 4.2, KDE 2.2.2/3.0 Beta, GNOME 1.4 und einer Vielzahl weiterer Pakete ausgeliefert. Das Basisystem sowie alternative Applikationen können von den Seiten der Autoren heruntergeladen werden. (Danke an unsere Leser für die Hinweise.)

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