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Mi, 17. April 2002, 21:57

Gesellschaft::Politik/Recht

Niedersächsische Polizei will Linux

Wie der »Heise«-Newsticker berichtet, will die Polizei in Niedersachsen ab 2004 auf 11.000 Arbeitsplatzrechnern Linux einsetzen.

Damit sollen nach Informationen des Tickers 200 Unix-Mehrplatzsysteme mit 5500 Terminals, mit denen die Behörde arbeitet, durch das freie System abgelöst werden. Eingesetzt wird auf den neuen Systemen neben einer eigenen Software, die für Polizei-Vorgänge konzipiert wurde, auch StarOffice 6 und Netscape Communicator für den Büro-Alltag. Damit wird nach Aussagen von Michael Knaps, Pressesprecher des niedersächsischen Innenministeriums, Niedersachsen das erste Bundesland, in dem die Polizei ihre EDV-Architektur auf das System mit Tux als Maskottchen umstellen wird.

Eine Umstellung hat keinesfalls nur ideologische Gründe, sondern ist ebenso aus wirtschaftlicher Sicht durchaus zu befürworten. Nach einen internen Studie einer polizeiinternen Projektgruppe des Innenministeriums wird die Behörde durch einen Verzicht auf Windows XP laut Heise etwa 20 Millionen Euro einsparen können. Ferner entstehen der Polizei Vorteile durch eine bessere Administrationsfähigkeit und vor allem Sicherheit des Systems.

Linux ist dabei kein unbeschriebenes Blatt bei der niedersächsischen Polizei. Die im Jahre 2000 gegründete deliktsübergreifende DV-Gruppe der Polizei setzte sich schon damals als Ziel, die selbständige Untersuchung von Datenträgern einschließlich der Erstellung von Untersuchungsberichten und deren Vertretung vor Gericht nicht nur auf Windows-, sondern auch Linux-Systeme auszudehnen.

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