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Do, 16. Mai 2002, 05:50

Gemeinschaft

GNU Compiler Collection 3.1 veröffentlicht

Die GCC-Entwickler haben die Version 3.1 freigegeben, die Performance-Verbesserungen, neue Features und vereinzelte Inkompatiblitäten mit sich bringt.

Etwa ist laut der Liste der Änderungen der für C, C++ und Objectice-C verwendete Präprozessor um 10-50% schneller als der aus GCC 3.0 und verbraucht dazu noch weniger Speicher. Auch haben Mitarbeiter von SuSE und Red Hat die schon länger bestehende Möglichkeit verbessert, dass das Laufzeitverhalten eines Programmes beobachtet werden kann (oder das voraussichtliche Verhalten erraten werden kann) und daraufhin optimierter Code erzeugt wird. Das führt zu einer Verbesserung in der Ausführgeschwindigkeit von mit GCC 3.1 compilierten Programmen von insgesamt 8.2% gegenüber GCC 3.0 (allerdings auch noch ganze 6% ohne diese Optimierung). Gemessen wurde dies auf einem Athlon-Prozessor unter Verwendung des SPECInt2000-Benchmarks.

Auch an den Backends wurde gearbeitet, wobei die Verbesserungen am x86-Teil natürlich besonders interessant sind, etwa unterstützt der Compiler nun die Befehlssätze MMX, 3DNow!, SSE und SSE2, wobei von letzteren insbesondere der Pentium 4 profitiert. Dadurch, dass die Konvertierung zwischen Gleitkomma- und Ganzzahlen optimiert wurde, dürften vor allem 3D-Applikationen schneller laufen. Im 64-Bit Bereich gab es diverse Erweiterungen, z.B. wird UltraSPARC nun vollständig im 64-Bit Modus unterstützt, der PowerPC-Port hat zusätzlichen 64-Bit Support für GNU/Linux erfahren und Unterstützung für AMDs x86-64 Architektur wurde hinzugefügt.

An neuen Features darf man sich über weitere Aspekte aus dem C99 Standard freuen sowie über Verbesserungen in der C++ Standardbibliothek. Desweiteren gibt es zahlreiche Verbesserungen am Java-Teil, z.B. funktioniert libgcj auf mehr Plattformen und es sind ein paar weitere Schnittstellen implementiert worden (java.lang.ref.*, javax.naming, javax.transaction, org.w3c.dom sowie org.xml.sax).

Jedoch gibt es auch ein paar inkompatible Änderungen. Dass per Voreinstellung auf den meisten ELF-Plattformen nun Debugging-Informationen im DWARF2-Format erzeugt werden, was mindestens GDB 5.1.1 erfordert, dürfte hierbei das kleinste Problem sein. Auffälliger ist da schon die Änderung des C++-ABIs (Application Binary Interface). Nachdem es bereits von GCC 2.95.x auf GCC 3.0 eine ABI-Änderung gab, jene das Linken von "alten" Bibliotheken mit neu compiliertem Code unmöglich amchte, ist dies nun wieder der Fall, zumindest für C++-Code.

Die neue Version kann von einem der GCC-Mirror Server oder einem der GNU-Mirrors bezogen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 79 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: GCC vs. INTEL (Thorsten Schnebeck, Mo, 20. Mai 2002)
Re: GCC vs. INTEL (Papa Schlumpf, Mo, 20. Mai 2002)
Re[8]: GCC vs. INTEL (Thorsten Schnebeck, Sa, 18. Mai 2002)
Re[5]: Zivildienst (OT) (strife, Sa, 18. Mai 2002)
Re[6]: Zivildienst (Natas, Sa, 18. Mai 2002)
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