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Di, 21. Mai 2002, 19:09

Gemeinschaft::Personen

Stallman: Linux-Kernel nicht frei

Die Freude der einen ist zugleich die Missmut anderer - Die Einführung von Bitkeeper macht aus dem Linux-Kernel ein teilweise unfreies Projekt nach Meinung von Richard Stallman, Gründer und Präsident der FSF.

Im Rahmen eines Artikels auf linuxworld.com kritisiert Stallman die Einführung von Bitkeeper für die Entwicklung des Linux-Kernels. Nach Meinung des Präsidenten der FSF stellt der Einsatz eines proprietären Systems wie Bitkeeper für die Entwicklung einer so zentralen Applikation wie den Kernel eine Gefahr für freie Software dar und macht den Kernel teilweise unfrei. Hunderte von Kernel-Hackern wurden durch den Einsatz von Beetkeeper dazu gezwungen, unfreie Software zu wählen und auf ihren Systemen zu installieren.

Aber nicht nur der Einsatz von unfreier Software macht Stallman Sorgen. Laut seiner Aussage verwendet der Kernel selbst eine Vielzahl an Code, der nicht GPL-kompatibel ist und eine Redistribution des Kernels in Frage stellt. Eine nicht gerade kleine Anzahl an Gerätetreibern enthält Serien von Zahlen, die die Firmware der Karten darstellen und nicht im Quellcode verfügbar sind. Dieser Teil des Linux-Kernes verletzt nach Meinung des FSF-Präsidenten die GPL.

Erste Ansätze, das Problem zu beheben, seien bereits in Gange. Die Kernel-Hacker wollen Firmware-Daten in eine separate Datei auslagern. Dies wird aber nach Meinung von Stallman noch mehrere Jahre dauern und bis dahin ist der Linux-Kernel nicht frei.

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