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Do, 23. Mai 2002, 16:14

Linux für die Börse

Der mit Abstand größte Nachrichten- und Informationskonzern Reuters will künftig sein Marktdaten-System ebenfalls unter Linux anbieten.

Reuters gehe davon aus, dass Kunden in Zukunft ihren Handel aus Kostengründen auf die zunehmend verbreitete Linux-Software überführen werden, teile das Unternehmen mit. Das unter der Bezeichnung "Reuters Market Data System" (RMDS) entwickelte Produkt soll bereits im dritten Quartal, die erste Testphase erfahren, so Reuters weiter. Einer der wichtigsten Gründe für die Unterstützung des freien Betriebsystems sei nach Aussage von Mark Hunt, Direktor des Bereichs Unternehmensmarketing bei Reuters, eine stetig wachsende Nachfrage nach Lösungen für Linux. In jüngster Zeit hätten laut Hunt, vor allem große Bankhäuser und Finanzmakler Interesse bekundet, ihre Server und Arbeitsstationen, die die entscheidenden Abläufe des Echtzeit-Handels durchführen, aus Kostengründen zum großen Teil auf Linux umzustellen. Tom McDonald, Executive Director von Morgan Stanley, sagt dazu: »Linux auf Intel-Servern ist eine sehr wichtige Entwicklungsplattform für uns, bei Morgan Stanley. Eine Unterstützung dieser Plattform von Reuters ist für uns strategisch wichtig.«

Der Nachrichten- und Informationskonzern will nach eigenen Angaben, die Erprobung und Entwicklung des Systems mit dem US-Computerhersteller Hewlett Packard, dem Chip-Giganten Intel und dem amerikanischen Distributor Red Hat durchführen. Bisher liefen die Reuters-Systeme überwiegend auf Rechnern von Sun. »Linux gilt als vergleichsweise kostengünstiges und frei zugängliches Betriebssystem, das die Unternehmen selbst weiter entwickeln können«, so Reuters.

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