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Do, 30. Mai 2002, 17:02

Gesellschaft::Politik/Recht

UnitedLinux aus der Taufe gehoben

Am heutigen Tag stellten die vier Linux-Distributoren Caldera, Conectiva, SuSE und Turbolinux Details für die gemeinsame UnitedLinux-Basis vor.

Nachdem gestern die Pläne der vier großen Distributoren bekannt wurden, stellten nun die Unternehmen genaue Details für das eigene Produkt vor. Die auf den unternehmerischen Bereich fokussierte Distribution soll nach Angaben der beteiligten Unternehmen einen einheitlichen Standard für Firmen und Behörden schaffen und Linux in diesen Kreisen einen Durchbruch ermöglichen. Dabei wollen Caldera, Conectiva, SuSE und Turbolinux sich explizit nur als Gründungsmitglieder bezeichnen und laden auch andere Hersteller von Linux-Produkten dem Verbund beizutreten. Vor allem Mandrake und Red Hat seien willkommen. Ob Red Hat dem Aufruf folgen wird, darf allerdings bezweifelt werden. Das Unternehmen verfügt über gute Beziehungen zur Industrie und Kündigte neue Programme für den unternehmerischen Einsatz an.

UnitedLinux soll eine Basis-Plattform bilden, auf die alle anderen Distributoren aufbauen wollen. Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres soll nach Wünschen der Initiatoren die erste alpha-Version des Produktes verfügbar sein. Ende des Jahres soll es so weit sein - die ersten UnitedLinux Versionen sollen in einem stabilen Release allen Interessenten vorgestellt werden. Ende des Jahres 2002 soll die zweite Version von UnitedLinux dem Markt vorgestellt werden.

Ob UnitedLinux allerdings unter dem eigenen Namen als eigene Distribution veröffentlich wird, darf angezweifelt werden. Vielmehr stellt das Produkt eine Basis-Distribution dar (core Linux operating environment), auf der alle Partner aufbauen werden und die eigenen Namen behalten. So darf man Ende des Jahres auf Caldera OpenLinux "Powered by UnitedLinux", Conectiva Linux "Powered by UnitedLinux", SuSE Linux Enterprise Server "Powered by UnitedLinux" und Turbolinux "Powered by UnitedLinux" gespannt sein. Ferner werden alle Unternehmen einen eigenen Support und eigene Preise haben. Ein großer Vorteil von UnitedLinux wird dagegen die zentrale Zertifizierung und Training für das Produkt sein. Die Unternehmen erhoffen sich ebenfalls durch eine Bündelung der Entwicklung binnen kürzester Zeit ein besseres Produkt zu niedrigeren Kosten herstellen zu können. Ein weiterer Punkt, der für UnitedLinux spricht, ist ein wirklicher Standard, der durch alle United-Linux-Anbieter unterstützt wird. Neben LSB, wird das Produkt ebenfalls Li18nux-Kompatibel sein.

Die Initiative fand bereits großen Zuspruch in der Industrie. Neben AMD, Borland Software Corporation, Computer Associates, Fujitsu Siemens, Fujitsu Japan, Hewlett-Packard, IBM, Intel, NEC und Progress Software hat auch SAP die Bereitschaft bekundet UnitedLinux zu unterstützen.

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