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Mo, 3. Juni 2002, 17:55

Gesellschaft::Politik/Recht

Schily öffnet die öffentliche Verwaltung für Linux

Bundesinnenminister Otto Schily und IBM Deutschland-Chef Erwin Staudt haben heute in Berlin einen Kooperationsvertrag über die Förderung von offenen Computerbetriebssystemen und Software in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands unterzeichnet.

Das Bundesinnenministerium (BMI) setzt künftig verstärkt auf das freie Betriebssystem Linux sowie auf offene Software in der öffentlichen Verwaltung. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten Bundesinnenminister Otto Schily und Erwin Staudt, Vorstandsvorsitzender IBM Deutschland GmbH, heute in Berlin. Der Vertrag ermöglicht es Bund und Ländern, Software zu günstigen Konditionen beschaffen zu können, die auf dem Betriebssystem Linux basieren. Der zwischen IBM und dem BMI geschlossene Kooperationsvertrag sieht vor, dass die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland zu Sonderkonditionen IBM Hard- und Software, die auf offenen Standards basiert beziehungsweise mit freier Software kompatibel ist, erwerben können. Das auf den IBM Servern installierte Betriebssystem Linux etwa wird dabei von der in Nürnberg ansässigen SuSE Linux AG geliefert. Außerdem wird IBM im Rahmen der Initiative unter anderem ein Open-Source-Portal ins Leben rufen, eine Beratungshotline einrichten sowie Testlizenzen zur Verfügung stellen.

Unter dem Dach eines Rahmenvertrages werden Einzelvereinbarungen für verschiedene Kooperationsfelder getroffen: Es werden unter andrerem Rahmenbedingungen festgelegt, die den Behörden der Bundesrepublik Deutschland wirtschaftliche Lösungen für den vermehrten Einsatz von Open-Source-Software bieten. Daneben wird ein strategisches Kooperationsmanagement eingerichtet, das dazu beitragen soll, innovative und wiederverwendbare IT-Lösungen für die Bundesverwaltung zu schaffen.

»Der Rahmenvertrag mit IBM bietet allen Behörden die Möglichkeit, zu größerer Heterogenität in der Software zu gelangen. Die Tatsache, dass es mit Linux eine Alternative zum Betriebssystem Windows gibt, bringt uns als großem Softwarekunden außerdem Unabhängigkeit und eine bessere Kundenposition. Linux leistet daher auch einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des IT-Einsatzes in der Verwaltung«, schwärmt Schily. »Mit dem nun geschlossenen Kooperationsvertrag erreichen wir drei Ziele: Wir erhöhen die IT-Sicherheit durch die Vermeidung von Monokulturen; wir verringern die Abhängigkeiten von einzelnen Softwareanbietern, und wir sparen beim Kauf der Software und bei den laufenden Kosten. Damit sind wir Vorreiter, eine größere Vielfalt in der IT-Landschaft zu schaffen. Diese Einsparungen helfen nicht nur dem Bund, sondern auch den Ländern und Kommunen. Sie können jetzt schnell, einfach und unkompliziert Produkte für Open-Source-Umgebungen beschaffen«, so Bundesinnenminister Schily weiter.

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