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Mo, 10. Juni 2002, 21:59

Gesellschaft::Politik/Recht

Red Hat kritisiert Suns Lizenzpolitik

Der amerikanische Linux-Distributor Red Hat kritisiert Suns neue Lizenzpolitik für StarOffice 6.0.

Noch im letzten Jahr lobte Red Hats CEO Matthew Szulik Suns Bemühungen für Linux und prophezeite durch die Veröffentlichung der Quellen von StarOffice eine breitere Akzeptanz des Open-Source-Betriebssystems in Firmen.

Nun scheinen sich die Zeiten geändert zu haben. Nach der Veröffentlichung einer kommerziellen Version von StarOffice, die nicht mehr kostenlos heruntergeladen werden kann, kritisiert Szulik Suns Lizenzpolitik. Vor allem sind Szulik die geänderten Bestimmungen für OEMs, wie es RedHat in der Vergangenheit war, ein Dorn im Auge. Diese erlauben nicht mehr, StarOffice in die eigene Distribution kostenlos zu integrieren. Szulik beschuldigte Sun, Praktiken des gemeinsamen Feindes Microsoft einführen zu wollen.

Szuliks Aussage stieß bei Sun auf Unverständnis. Das Unternehmen habe die Preise der Redmonder geprüft und kann sich nicht erinnern, dass Microsoft seine Office-Suite für 76 USD anbietet und im Quellcode verfügbar macht. Sun macht für OEMs wie Red Hat nach Aussage von Mike Rogers, Suns Manager für Desktop- und Office-Anwendungen, faire Preise. Laut Information von Rogers liegt der Preis für große Abnehmer unter 10 US-Dollar.

Als Konsequenz der Sun-Bestimmungen verzichtete der Distributor darauf, StarOffice in das eigene Produkt zu integrieren. Sowohl Mandrake als aber auch SuSE bieten dagegen ihre Produkte mit Suns Office-Suite an. Während der französische Distributor jeder Box-Version von Mandrake 8.2 auch StarOffice 6.0 beilegt, kündigten heute die Nürnberger eine Update-CD mit Patches und StarOffice 6.0 für SuSE Linux an.

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