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Mo, 8. Juli 2002, 22:29

Linux erobert japanische Schwerindustrie

Ohne großen Medienrummel schwenkt die japanische Industrie auf Linux um, nicht nur der Kosten wegen.

Neuerdings fordern große Industriebetriebe auch, daß die IT-Systeme, die ihre Produktion antreiben, als Open Source entwickelt werden. Dem Newsticker »NewsForge« zufolge ist Linux in Japan kurz davor, die dominante Plattform der Industrie zu werden. Am Beispiel der Stahlindustrie wird das besonders deutlich. Aufgrund der weltweiten Überkapazitäten gibt es einen extremen Preiskampf auf dem Markt. Während viele europäische und amerikanische Stahlproduzenten dichtmachten, überlebten die Japaner durch drastische Kostensenkungen und Automatisierung.

Bis vor kurzem bestanden diese Automatisierungssysteme überwiegend aus sehr teuren Speziallösungen von Hitachi oder Toshiba. Nun fordern einige Stahlkonzerne, angeführt von Nippon Steel und NKK, daß die Systeme auf Linux umgestellt werden und der Quellcode verfügbar gemacht wird.

Bei NKK wird bereits in den nächsten Monaten ein neues Computersystem eingeführt, das alle 118 Produktionslinien in Kawasaki steuern wird. Dieses soll gegenüber proprietären Lösungen jährlich 8 Mio. USD an Lizenzen und Verwaltungskosten sparen. Dieses auf Linux beruhende System ist dezentral mit weitgehend normalen und damit preiswerten PCs. Durch die einfache Möglichkeit des Austausches und Upgrades der Hardware werden die früher erforderlichen teuren Stillstandzeiten vermieden. Die Software wurde von eigenen Entwicklern geschrieben.

Ähnliches passiert in vielen anderen Firmen. Der Markt für Linux-Server in Japan soll seit 2000 um 40% jährlich gewachsen sein. In Indien und China soll sich eine ähnliche Entwicklung abzeichnen.

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