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Mi, 31. Juli 2002, 17:15

Software::Desktop::KDE

Red Hat und KDE

Ein zwischenzeitlich fast eskalierter Streit zwischen Red Hat und dem KDE-Team belastet die Beziehung zwischen beiden Parteien - eine Einigung scheint aber in Sicht zu sein.

Zu Verstimmungen kam es zwischen dem amerikanischen Distributor Red Hat und dem K Desktop Environment. Ein PR-Angebot des Distributors, den die Amerikaner dem KDE-Projekt machten, führte zu heftigen Diskussionen sowohl auf der Red Hat- als auch der KDE-Seite. In einer E-Mail an die Entwickler des freien Environments bot der Distributor KDE an, von Red Hats »Marketing-Veranstaltungen auf dem Stand, Webseite und Newsletter« zu profitieren und Gegenzug auf der LinuxWorld 2002 in San Francisco ausschließlich Linux-Systeme von Red Hat einzusetzen. Diese sollten durch ein entsprechendes Logo gekennzeichnet werden.

Zur Verstimmung kam es, als KDE den gleichen Vorschlag an Red Hat übersandte. Das KDE-Projekt zeige auf eigenen Rechnern ein Red Hat-Logo und im Gegenzug propagiere das Unternehmen auf die selbe Art und Weise das freie Projekt. Red Hats Absage führte zu einem Eklat - viele der Entwickler konnten es nicht verstehen, dass Forderungen, die Red Hat an KDE gestellt hat, für das selbige inakzeptabel sind.

Die Fronten schienen verhärtet zu sein, als Tommy Mann, Übermittler des Angebots, verkündete, von seinen Forderungen nicht Abstand zu nehmen. »Ich finde es verblüffend, dass KDE sich an Ihrem Programm beteiligen muss um eine kleine Erwähnung auf eurem Stand zu bekommen«, so Navindra Umanee, KDE Dot News Autor. Umanee finde es beschämend, dass Red Hat von einem Projekt profitiert, welches das beste freie Desktop für Unix darstelle und es nicht mal für nötig halte, die Arbeit zu würdigen und das Projekt zu unterstützen.

Die Präsentation von KDE auf Red Hats Stand schien geplatzt zu sein, bis Red Hat plötzlich verkündete, KDE unterstützen zu wollen und dem KDE-Team ein System für Demo-Belange auf Red Hats Stand zur Verfügung zu stellen. »Dies ist sehr großzügig und zeigt, dass Red Hat bereit ist, die Zusammenarbeit mit KDE zu verstärken«, schrieb Rob Kaper, ein KDE-Entwickler.

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